Im Gründerview stellen wir in regelmäßigen Abständen spannende Startups vor. Das Startup und Cyberlab – Alumni Usertimes bietet schnelle, prozessintegrierte Usability und UX-Tests an  um Nutzerfeedback zu analysieren, um so bessere Produkte in kürzerer Zeit zu bauen. Im Interview sprachen wir mit den Co-Founder Jonas Fuchs und stellten ihm die bekannten zehn Gründerview-Fragen.

Euer Startup in einem Tweet?

Wir entwickeln consider.ly, ein Tool für UX´ler und Product Manager, um Nutzerfeedback zu analysieren, um so bessere Produkte in kürzerer Zeit zu bauen.

Wie ist eure Geschäftsidee entstanden; was war der initiale Funke?

Wir sind schnell auf das Thema “UX” gestoßen. Durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen um Rahmen der gemeinsamen Arbeiten in verwandten Branchen, haben wir erkannt, dass der Markt gerade am wachsen ist und wir im Bereich des Projektgeschäfts “User Research” viele Unternehmen unterstützen könnten.

Da wir in der Vergangenheit selbst schon viel User Research betrieben haben, waren wir auf auch der Suche nach dem richtigen Tool um unsere Daten richtig abzulegen, zu ordnen und zu analysieren. Wir haben viele ausprobiert aber keins hat so richtig all unsere Bedürfnisse abgedeckt. Daraufhin haben wir unser eigenes Tool “consider.ly” ins Leben gerufen. Was zuerst für den internen Gebrauch gedacht war, konnte irgendwann als Produkt gelauncht werden und hilft nun internationalen UX-Teams bei ihrem Research.

Wie groß ist euer Team, wer gehört dazu und wie habt ihr euch gefunden?

Aktuell besteht unser Team aus sechs Vollzeitkräften. Davon sind drei festangestellt (Web Development, Sales und Marketing), drei davon Gründer und zwei in Teilzeit. Wir Gründer, Timo Schneider, Dominic Staub und Jonas Fuchs haben uns bei vorheriger gemeinsamer Arbeit im Ausgründungsumfeld des KITs gefunden.

Wer profitiert von eurer Idee und warum?

Schlussendlich profitiert jeder davon. Eine bessere Usability bedeutet bessere Produkte, die der Endnutzer gerne verwendet. (Von Website über App bis hin zu speziellen Tools)

Direkt profitiert jedes Produktentwicklungsteam davon, speziell sind es die Produktmanager, User Experience – und User-Research-Experten. Durch unser Tool lassen sich Wissen und Erkenntnisse über Produkt und Zielgruppe auch wirklich nachhaltig nutzen um diese in Produktiterationen zur Verbesserung miteinfließen zu lassen.

Welches ist euer bester UX-Tipp?

Geht raus und lasst euer Produkt testen. Sei es eine fertige App, erste Konzepte/Mock-Ups oder neue Features eures Produktes. Lasst Andere das Produkt nutzen und hört zu, was diese dazu sagen. Man macht automatisch immer zu viele Annahmen über die Nutzer/Kunden und deren Nutzerverhalten. Oft sieht die Realität doch anders aus. Fragt lieber zweimal zu viel nach, um das Feedback zur richtigen Zeit in euren Produktentstehungszyklus miteinfließen zu lassen.

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus – gibt es überhaupt schon so etwas wie einen „Alltag“?

Erstmal beginnt jeder Arbeitstag mit einem “Daily Meeting”, bei dem wir nochmal besprechen, was am Tag so anliegt und wobei man eventuell noch Unterstützung oder Feedback braucht. Wir haben eine klare Aufgabentrennung – können jedoch durch das kleine Team eng zusammenarbeiten und haben kurze Abstimmungswege. Zu unserem Alltag gehört ständiges Hinterfragen und auch den Alltag immer mal wieder neu gestalten. Somit können wir sowohl die Firma als auch das Team damit weiterentwickeln

In welches Startup würdest du gerne mal einen Tag Einblick in den Arbeitsalltag bekommen?

Basecamp, weil sich die Gründer enorm viele Gedanken über Unternehmenskultur, Work-Life-Balance und auch z.B. Remote Work gemacht haben. Das gelebt in der Praxis zu erleben wäre den Tag auf jeden Fall wert!

Was ist der nächste große Schritt?

Wir arbeiten gerade daran stärker auch außerhalb des DACH Raumes Fuß zu fassen und somit mehr internationale Kunden zu gewinnen.

Über welche Stolpersteine musstet ihr während der Gründung steigen?

Stolpersteine gehören zu jeder Gründung. Viele Steine machen ja auch die Entwicklung hin zum Unternehmen aus. Einer der größten “Stolpersteine” aber, war auf jeden Fall die Veränderung unseres Unternehmensschwerpunktes in der frühen Phase. Wer uns von Anfang an kennt, weiß, dass wir vor zwei Jahren einen etwas größeren Pivot weg vom “Aufnahme-Tool” hin zu einer Auswertungs- und Wissensdatenbank gemacht haben. Daraus ergeben sich natürlich automatisch neue Herausforderungen, die wir bis dato aber ganz gut gemeistert haben.

Und nun ist natürlich Corona als aktuell zu managender Stolperstein :-)

Habt ihr einen Rat/Tipp an andere Gründer?

Baut viel Vertrauen auf und klärt die regelmäßige Kommunikation. Im Gründungsteam, im Team, mit Kunden. Das ist so wichtig für alles was da kommt.

Über Usertimes

Usertimes bietet schnelle, prozessintegrierte Usability und UX-Tests an. Sie sind der Überzeugung, dass User in die Entwicklung mit einbezogen werden sollten. Damit möchte das Start-up sicherstellen, dass das Endprodukt auch für echte Kunden nutzbar ist. Um das auch unter Zeitdruck realisieren zu können nutzt usertimes sog. Remote-Tests, an denen die Teilnehmer online, von zuhause aus teilnehmen. Zentrum der Leistungen ist eine interaktive Plattform, welche hilft, Erkenntnisse verschiedener Tests zu speichern, auszuwerten und zu vernetzen.

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