Das Startup Sharewood-Forest will die Übernachtung in der freien Natur mit der Grundidee des Sharing Economy wahrmachen. Eine tolle Idee, die beim Wettbewerb ShareBW ausgezeichnet wurde.

Wie schön wäre es, wenn man mit dem Rucksack durch Deutschland reist und sein Zelt in abgelegenen Waldgebieten aufschlägt. Ganz so einfach wie beispielsweise in Schweden oder Schottland geht das bisher hierzulande nicht. Sharewood-Forest möchte jetzt den Weg ebnen, damit dieser Wandertraum doch noch in Erfüllung geht und passionierten Outdoor- und Naturbegeisterten ein Stück Freiheit zum kleinen Preis geben.

Übernachtung offiziell kaum möglich

Das Startup befindet sich gerade noch in der Gründungsphase, denn die Idee entstand erst im vergangenen Jahr im August. „Wer wie ich selbst gern mit dem Rucksack Urlaub macht und das naturnahe wilde Zelten mag, wird schnell merken, dass eine Übernachtung offiziell kaum möglich ist – es sei denn man hat die Erlaubnis des Grundstücksbesitzers“, erklärt Florian Hawlitschek, einer der Gründer, der zur Zeit an seiner Dissertation zum Thema „Vertrauen in der Sharing Economy“ schreibt. „Ähnlich wie bei Airbnb soll man sich bei uns mit den Waldbesitzern In Verbindung setzen können und so die direkte Erlaubnis zum Übernachten bekommen. Kommt diese zustande, erhält der Nutzer ein Dokument mit den genauen Koordinaten des Zeltplatzes. Auch ohne Smartphone, kann man so den Ort auch gut mit Karte und Kompass erkunden.“

Sharewood Forest
Für eine entsprechende Vergütung können Grundstückbesitzer ihre Privatgrundstücke zur Buchung inserieren.

Der nächste große Schritt wird die Gründung als gemeinnütziger Verein sein, an deren Satzung die Gründer gerade noch feilen. „Wir basieren unsere Idee auf den Werten des Vertrauens, der Nachhaltigkeit und des sozialen Austauschs. Als ehrenamtliche Vereinsvorstände wollen wir versuchen die uns gegebenen Mittel dafür zu nutzen diese Seite der Sharing Economy weiter voranzutreiben und damit einen gemeinnützigen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen.“

Vom Prototyp zum Verein

Derzeit konzipieren die Gründer Florian Hawlitschek und Tobias Kranz einen Plattform-Prototypen, dessen Funktionen und Umfang demnächst intern mit Freunden und ersten Grundstücksbesitzern ausprobiert werden soll. „Wir beide investieren einen Großteil unsere Abende und Wochenenden in das Projekt und freuen uns schon bald begeisterte und tatkräftige Mitglieder in unseren Verein aufnehmen zu können“, so Hawlitschek. Es sei besonders schön zu sehen ist, wie man Menschen für die positiven Seiten der Sharing Economy begeistern kann.

Zusammen mit vier anderen Startups hat Sharewood Forest den ShareBW-Preis gewonnen (Video: CyberForum)