Ohne eine funktionierende Datensicherung kann ein ganzes Unternehmen existenziell bedroht sein, da im Falle eines Datenverlusts kaum oder nur sehr teure Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Daten bestehen. Sie sollten also ein möglichst genaues Bild Ihres Datensicherungskonzeptes haben und dieses regelmäßig an neue Begebenheiten anpassen. Der folgende Artikel kann Ihnen dabei helfen, die Qualität Ihrer Datensicherung zu beurteilen.

Datensicherungskonzept prüfen: So geht’s

Um Ihre Datensicherung bewerten zu können, müssen Sie sich zuerst ein detailliertes Bild aller Daten und Systeme, welche von der Datensicherung betroffen sind, machen. Dabei hilft Ihnen dieser Ratgeber: Füllen Sie die Datensicherungscheckliste aus und beurteilen Sie anschließend die Qualität Ihrer Datensicherung. Geben Sie die Checkliste am besten Ihrem IT-Dienstleister oder Administrator, damit Sie von diesen die benötigten Daten erhalten. In die Checkliste werden unter anderem Servername, Art und Klassifikation der Daten sowie verschiedene, für Datensicherung relevante Zeiten eingetragen.

Auswertung der Checkliste

Sobald die Checkliste ausgefüllt ist, beginnt Ihre Arbeit als Geschäftsführer. Denn nun müssen die Daten analysiert und gegebenenfalls Änderungen am Datensicherungskonzept vorgenommen bzw. veranlasst werden. Sie haben beispielsweise zu überprüfen, ob die Klassifikation der Daten (nach unternehmenskritisch, unternehmensrelevant und nicht relevant) durch Ihren Administrator oder IT-Dienstleister mit Ihren Vorstellungen übereinstimmt. Eventuell müssen Sie auch noch Klassifikationen, die nicht vorgenommen werden konnten, ergänzen. Weiterhin sollten Sie zum Beispiel prüfen, ob die Häufigkeit der Datensicherung (wöchentlich, täglich, stündlich,…) an Ihren täglichen Betrieb angepasst ist. Fragen Sie sich, ob Sie beispielsweise bei einer täglichen Datensicherung von unternehmenskritischen Applikationen einen Datenverlust von mehreren Stunden akzeptieren können und wollen.

Recovery Time Objective (RTO)

Ich möchte nun noch etwas genauer auf diesen Zeitraum eingehen. Recovery Time Objective (RTO) bezeichnet die Zeit, die benötigt wird, um Daten oder Server aus dem Backup wiederherzustellen. Hierbei handelt es sich um einen äußerst wichtigen Zeitraum, da er bestimmt, wie lange Ihr Betrieb beeinträchtigt ist oder gar stillsteht. Überprüfen Sie mit unserem Umsatzausfallkalkulator, was Sie der Betriebsstillstand kostet. Sollte ein Administrator oder der IT-Dienstleister hierzu keine Angabe machen können, weil er z.B. noch nie einen Restore getestet hat, haben Sie als Geschäftsführer dringenden Handlungsbedarf! Beschäftigen Sie sich mit dem Thema RTO und sorgen Sie dafür, dass diese Daten geliefert werden, um diese bewerten zu können.

Fazit

Datensicherung muss in Ihrem Unternehmen ernst genommen werden, da sonst für Ihr Geschäft essentielle Daten potenziell von einem Datenverlust bedroht sind. Sorgen Sie also als Geschäftsführer für eine angemessene Qualität Ihrer Datensicherung! Und auch wenn Sie das Thema Backup delegiert haben, achten Sie darauf, den Überblick über Ihre Datensicherung zu behalten! Es geht schließlich um den Fortbestand Ihres Unternehmens im Falle eines Datenverlustes.

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