Neben dem Kosten- und Umweltfaktor trägt die Sharing Economy auch dazu bei, Zeit zu sparen. Ein wichtiger Faktor auf privaten und geschäftlichen Reisen.

Am Anfang einer Reise steht der Transport: Während die Sharing Economy für schnelle Flüge oder komfortable Bahnreisen mit Möglichkeit zur sinnvollen Nutzung der Reisezeit noch keine Alternativen bietet, sieht die Situation für kurze Fahrten komplett anders aus. In Deutschlands Großstädten gehören Mietauto-Modelle für kurze, spontane Fahrten längst zur Realität oder mein teilt sich einfach gemeinsam ein Taxi. Abhängig von Wetterlage und Strecke sind sogar Fahrräder schneller und komfortabler als öffentlicher Nahverkehr oder Taxi. Einen Überblick der vorhandenen Mietautos von Car2Go, DriveNow, Multicity sowie Elektroroller von eMio und Fahrräder von Nextbike liefert CarJump, das Fahrradangebot der Deutschen Bahn Call a Bike benötigt hingegen eine eigene App.

Geteilt unterwegs

Auch für die Fahrt mit dem Dienstauto gibt es Möglichkeiten, Kosten zu senken und den Komfort zu erhöhen. Günstiger wird es beispielsweise durch Mitfahrer. Besonders praktisch im Vergleich zu den herkömmlichen Mitfahrzentralen ist die semiautomatische Mitfahr-App Flinc. Bei dieser genügt es, Abfahrtzeit, Start- und Zielort einzugeben und loszufahren. Sofern es Menschen gibt die sich für die gleiche Strecke interessieren, erhalten diese eine Benachrichtigung, um sich für die Fahrt anzumelden. Alternativ kann man sich ein Taxi zusammen mit anderen über die Shäre-a-Taxi-App teilen.

Die Suche nach einem Parkplatz am Zielort übernimmt wiederum Ampido. Nach erfolgter Registrierung können Parkplatz-Eigentümer ihren Stellplatz Parkplatz-Suchenden zeitweise zur Verfügung stellen. Ist der Parkplatzeigentümer beispielsweise tagsüber unterwegs, steht der Parkplatz anderen zur Miete bereit. Um die Abrechnung zwischen Vermieter und Mieter kümmert sich das Portal.

Geteilt schlafen

Die passende Übernachtung am Abend könnte statt des sonst üblichen Hotels eine Airbnb-Wohnung sein. Dass die Wohnungsvermittlung längst ein Auge auf Geschäftskunden geworfen hat, beweist das erst kürzlich gestartete Geschäftskunden-Portal. Vorteil der Airbnb-Unterkünfte ist die breitere Angebotspalette. Vom Gästezimmer über eine kleine Wohnung bis hin zum Loft für das gesamte Team. Bei längeren Projekten, die einen Aufenthalt von mehreren Wochen erfordern, liefert Nestpick ein ähnliches Angebot.

Geteilt anziehen

Während gute Hotels einen Wäscheservice bieten, findet sich in privaten Wohnungen höchstens eine Waschmaschine. Ohne Trockner und ausreichend Zeit ist die schnelle Reinigung des Business-Outfits aber keine Alternative zum Hotelservice, gleiches gilt für die Suche nach einer Reinigung in einer unbekannten Stadt. Den Bogen zwischen Hotelservice und Reinigung schließt Zipjet, das zur gewünschten Zeit Wäsche abholt und liefert.

Bei Chick by Choice teilen sich Kunden nicht die Waschleistung, sondern komplette Outfits. Geschäftsreisende sparen sich so die Mitnahme mehrerer Koffer und sind so mobiler und schneller unterwegs. Als kleinen Bonus gibt es ein Outfit, das man vielleicht nicht zu Hause im Schrank hat.

Geteilt arbeiten

Auf einem Geschäftstermin ist für viele ein Café mit WLAN-Zugang die einzige Alternative zum Schreibtisch. Je nach Lautstärkepegel und WLAN-Qualität variiert hier die Produktivität. Die Sharing-Economy-Alternative lautet daher: Coworking-Spaces. Diese Gemeinschafts-Büros mit kompletter Ausstattung stellen Schreibtische für eine variable Mietdauer zur Verfügung. Eine Übersicht solcher offenen Büros findet sich unter coworking.de. Auch sharedesk.net liefert einen Schreibtisch auf Knopfdruck, jedoch mit einem stärkeren internationalen Fokus.

Geteilte Freizeit

Wer noch etwas Zeit übrig hat, für den ist eine Führung eine gute Methode, die Stadt kennenzulernen. Statt klassischer Touristen-Angebote listet vayable.com Führungen von ortskundigen Spezialisten. Beispielsweise können Food-Crawl-Touren gebucht werden, bei denen die besten Restaurants mit kleinen Speisen ihr Können zeigen. Foto- und Street-Art-Touren sind weitere Beispiele für Spezialisierungen.