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Um mit einer Bewerbung als Berufseinsteiger*in im IT-Bereich oder technischen Sektor Erfolg zu haben, gilt es, einige Punkte zu beachten. Anders als in manchen anderen Branchen müssen Bewerber*innen für die meisten Stellen beziehungsweise Rollen mehr als nur grundlegende Kenntnisse im jeweiligen Bereich vorweisen können. Doch nicht nur fachliches Wissen ist gefragt. Auch gewisse Soft Skills oder persönliche Eigenschaften sind für eine erfolgreiche Bewerbung erforderlich.

Ein*e aussichtsreiche*r Kandidat*in muss fit, firm und lernfähig sein, und auch wenn das für so gut wie jede Branche gilt, so ist es in schnelllebigen Bereichen wie der IT oder der Technik unerlässlich. In diesen Branchen gilt: Was heute Standard ist, kann morgen schon wieder ein alter Hut sein. Programme entwickeln sich rasend schnell und so sollten Stellenanwärter vor allen Dingen auch gewisse persönliche Eigenschaften wie eine schnelle Auffassungsgabe mitbringen und offen für Neues sein. Wenn diese Kompetenzen fehlen, dann nützt die beste Ausbildung und Expertise nichts.

Erster Schritt zum neuen Job  – eine gelungene Bewerbung

Bringt man als Bewerber*in sowohl die erforderliche Qualifizierung als auch Lerneifer und Offenheit für Neuentwicklungen mit, ist schon einmal ein erster wichtiger Schritt getan und der erste Punkt auf der Liste kann sozusagen abgehakt werden. Doch dann folgt Punkt zwei, und das ist die Bewerbung, die vielen Jobsuchenden einige Mühe bereitet, selbst wenn sie bereits jahrelang im Berufsleben stehen und sich schon mehrfach beworben haben.

Aber: Ohne aussagekräftige Bewerbungsunterlagen geht erst einmal gar nichts. Es gilt also, ein gut formuliertes Anschreiben aufzusetzen und dieses um einen professionellen Lebenslauf mit den entsprechenden Zertifikaten und Zeugnissen zu ergänzen. Dabei sollte der Lebenslauf sowohl die Hard als auch die Soft Skills reflektieren und beiden Aspekten den entsprechenden Platz einräumen, damit sie für sich selbst sprechen können.

Jede*r Bewerber*in, egal ob Berufseinsteiger*in oder erfahrene Fachkraft, beachten, dass Bewerbungsunterlagen einem gewissen Muster beziehungsweise Standard entsprechen, der unbedingt eingehalten werden sollte. Zum Glück bietet das Internet zahlreiche Vorlagen, und zwar sowohl für das Bewerbungsschreiben als auch für den Lebenslauf. Diese werden den gängigen Richtlinien gerecht und geben eine allgemein anerkannte und akzeptierte Struktur vor. So erleichtern sie Jobsuchenden Arbeitsuchenden die Arbeit, denn diese müssen sich keine Gedanken um formelle Vorgaben machen und können sich ganz auf das konzentrieren, was wesentlich ist, nämlich den Inhalt.

Der Stellenwert der Ausbildung im Lebenslauf

Berufseinsteiger*innen sollten einen Fokus auf ihre Ausbildungen im Lebenslauf legen, da sie in Sachen beruflicher Erfahrung wahrscheinlich noch nicht viel vorzuweisen haben werden. Die Ausbildung ist also ein zentraler Bestandteil des Werdegangs und gehört dementsprechend in einen eigenen Abschnitt, der wahlweise mit der Überschrift  „Ausbildung“ oder „Bildungsweg“ betitelt werden kann.

Am besten ist es, den Lebenslauf in umgekehrt chronologischer Reihenfolge aufzubauen. Das bedeutet also, dass die zuletzt absolvierte Ausbildung an erster Stelle genannt wird. Handelt es sich dabei um ein Studium im technischen oder IT-Bereich, dann sollte der Schwerpunkt beziehungsweise der Titel der Abschlussarbeit angegeben werden. So kann sich der potenzielle Arbeitgeber sofort ein Bild davon machen, ob die Ausbildung von Relevanz ist oder überhaupt im weitesten Sinne mit der zu besetzenden Stelle zu tun hat.

Als Anwärter*in auf eine Stelle als Ingenieur*in wird die letzte relevante Ausbildung beispielsweise das abgeschlossene Studium einer Ingenieurwissenschaft sein, während es für ein*e angehende*r Softwareentwickler*in eine duale Ausbildung sein kann. Gibt es weitere abgeschlossene Ausbildungen, dann werden diese ebenso wie der Schulabschluss anschließend genannt.

Berufliche oder praktische Erfahrung

Als Berufseinsteiger wird es mit der beruflichen Erfahrung naturgemäß nicht weit her sein. Allerdings gibt es auch andere praktische Erfahrungen, die zählen und daher durchaus ihren Platz im Lebenslauf haben. Das können Praktika und Werkstudierendenjobs ebenso wie Fixanstellungen vor oder während des Studiums sein. Genannt werden sollte hier vor allem auch wieder alles, was relevant für einen technischen Beruf sein könnte. Die Stellenausschreibung liefert einen guten ersten Anhaltspunkt dafür, was gefragt ist und im Lebenslauf genannt oder im Bewerbungsschreiben erwähnt werden sollte.

Apropos Bewerbungsschreiben: Dieses sollte nicht einfach nur eine Wiederholung des Lebenslaufs in Satzform darstellen. Vielmehr haben Bewerber*innen hier die Möglichkeit, darzulegen, weshalb sie der oder die geeignete Kandidat*in für den Job sind und welchen Mehrwert sie für das Unternehmen mitbringen. Laut dem Deutschen Institut für Normung gilt die Norm 5008 und der Platz im Anschreiben ist auf eine DIN A4-Seite begrenzt, daher sollte jeder Satz aussagekräftig und auf den Punkt gebracht sein.

Je nachdem, auf welche konkrete Stelle die Bewerbung zugeschnitten sein soll, sind verschiedene Fähigkeiten gefragt. Eine Stelle im Bauwesen oder in der Fahrzeugtechnik setzt beispielsweise gewisse CAD-Kenntnisse voraus, während die computertechnischen Fähigkeiten im IT-Bereich viel weitgreifender sind – und sich selbstverständlich auch von Stelle zu Stelle und je nach Rolle unterscheiden.

Es gibt also weder im technischen noch im IT-Bereich das eine allgemeingültige Profil, das auf alle Berufsbilder zutrifft. Dasselbe Prinzip gilt für die Bewerbung: Jeder Lebenslauf unterscheidet sich vom nächsten und genauso werden sich die Motivation und Ambitionen von Kandidat*in zu Kandidat*in unterscheiden. Das sollte sich jede*r Bewerber*in vor Augen führen und beim Verfassen der eigenen Vita und Motivationsschreiben beherzigen. In anderen Worten: Eine Bewerbung von der Stange kommt nicht gut an – erfahrene Personalverantwortliche erkennen einen generischen Lebenslauf sofort und werden diesen meist schnell einmal aussortieren. Es macht sich also bezahlt, etwas Zeit zu investieren und die Bewerbung maßgeschneidert auf die jeweilige Stelle zu verfassen.