Im GründerView stellen wir in regelmäßigen Abständen die StartUps der Region vor. Die audriga GmbH bietet einen Service zum Umzug und zur Migration von Daten wie Emails, Kalendern, Kontakten oder Dateien an. Seit ihrer Gründung  hat das StartUp für sein Produkt bereits einige Auszeichnungen gewinnen können, so unter anderem den Gründerpreis „IKT Innovativ“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Einer der Köpfe hinter audriga, Dr. Frank Dengler, beantwortet uns heute einige Fragen zum Gründerleben…

techtag: Euer StartUp in einem Tweet!

Provider-Wechsel, neuer Hosting-Anbieter? Mit der E-Mail-Migration von audriga sind alle Daten schnell und sicher dort, wo sie hingehören.

Was motiviert euch, selber zu gründen anstatt beispielsweise eine Konzernkarriere zu verfolgen?

Zuerst war da das Produkt, dass es so auf dem europäischen Markt schlicht nicht gab und an dessen Idee wir bis heute glauben. Wir merken immer wieder, dass Unternehmen und Konzerne große Projekte initiieren, um ihre Groupware-Daten zu einem anderen Anbieter zu migrieren. Die Arbeit kann man sich erleichtern, wenn man einen Umzugsdienst nutzt, der die Komplexität vor dem Anwender verbirgt und Daten zum neuen Anbieter kopieren kann. Das bislang positive Feedback bestätigt uns darin, dass der Bedarf an unserer Lösung vorhanden ist.

Wir kamen bei unserer Gründung außerdem alle aus unterschiedlichen Ecken wie Forschung, Lehrstuhl oder freie Marktwirtschaft. Wir fanden die Idee spannend, nochmal etwas Neues anzufangen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Auch wenn wir wussten, dass die erstmal mit viel Arbeit und Durchhaltevermögen bei weniger „Sicherheit“ verbunden war.

Welches war die größte Hürde, die ihr mit eurem StartUp überwinden musstet?

Ich schätze, da gab es mehrere Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen, die ich aber weniger als Hürde bezeichnen würde.

Um zu gründen, musste erst die Grundfinanzierung stimmen. Dafür konnten wir „Exist“ und „Junge Innovatoren“ gewinnen.  Dann war da auch die kommunikative Seite: Am Anfang haben wir recht häufig erklären müssen, wozu so ein Migrationsdienst überhaupt gut und sinnvoll ist. Auch die Frage nach der Zielgruppe stellte sich: Wer hat aktuell den größten „Pain“, wo können wir direkt ansetzen? Und natürlich hat uns auch die technische Seite gefordert, die einwandfrei funktionieren musste und bei der Programmierung schon auch immer wieder ihre Tücken gezeigt hat.

Alle drei Punkte begleiten uns auch noch zwei Jahre nach der Gründung, wobei wir heute andere Grundvoraussetzungen und auch Erfahrungen haben, die uns den Umgang mit neuen Herausforderungen deutlich erleichtern.

Was ist deine Empfehlung für die Mittagspause?

Wir haben einige Rituale, die wir pflegen: Meistens holen wir uns etwas zu essen und setzen uns alle an einen Tisch, anschließend gibt’s einen gemeinsamen Kaffee und dann das Kicker-Turnier zum Abschluss bzw. zum Start in die Weiterarbeit. Ich würde jetzt gerne noch so etwas sagen wie „einfach mal abschalten“, weiß aber selber, dass ich ständig auf das Smartphone schaue und nachsehe, was es Neues gibt. ;)

Welche App darf auf keinem Smartphone fehlen?

Ich selbst nutze nur wenige Apps, mir ist es am wichtigsten, dass ich jederzeit auf meine Mails zugreifen kann und der Browser mich zu den verschiedenen Nachrichtenseiten und anderen Websites führt. An „Quizduell“ bin aber auch ich nicht vorbeigekommen.

Karlsruhe ist für Gründer…

… ein guter Standort, um ein IKT-Vorhaben umzusetzen.

Die Nähe zum KIT und FZI hilft enorm dabei, denn Forschung und Innovation werden hier sehr gefördert und unterstützt, zudem bekommt man in den Gesprächen mit Professoren oder Kollegen neue Ideen und Anregungen, von denen wir bis heute profitieren.

Außerdem ist das CyberForum mit seinem Netzwerk nicht nur eine gute Anlaufstelle bei Fragen oder wenn man mal den Rat einer ganz speziellen Person aus einem ganz speziellen Bereich sucht, sondern auch dann, wenn man den direkten Kontakt zu anderen IT-Firmen aufbauen möchte. Wir konnten hier bereits wertvolle Kontakte knüpfen und das Prinzip „Ich kenne einen, der einen kennt…“ hat sich für uns schon durchaus bezahlt gemacht.

Android oder iOS?

Ich bin seit etwa einem halben Jahr auf iOS-Entzug – mein iPhone war alt und das Samsung Galaxy S4 Mini sowie die offene Android-Plattform waren allzu verlockend. Dass ich aber doch eher in die Apple-Welt gehöre merke ich dann, wenn ich mich dabei erwische, wie ich iOS-Gesten nutzen möchte. Die Zeichen stehen also auch auf einen weiteren Wechsel – zurück zu iOS.

In deiner Playlist läuft gerade … rauf und runter…

Mein Musik-Zeitkontingent beschränkt sich dank zweier kleiner Kinder und dem dritten Kind „audriga“ auf die Jogging-Runde, die ihrerseits aktuell auch etwas zu kurz kommt. Dann aber läuft kein spezieller Song, sondern irgendwas aus dem Rock-Genre und ab und an etwas aus den Charts, das mir gerade gefällt.

Dein Rat für jeden Gründer?

Manche Dinge muss man einfach wagen und dann auch wirklich durchziehen. Wer soweit erst gekommen ist, der sollte dann neben seinem Gefühl auch auf den Markt hören und immer beobachten, welche Bedarfe die Kunden um das eigene Produkt herum noch haben.

Über die audriga GmbH:

audriga GmbH bei der Migration ihrer Groupware-Daten wie zum Beispiel E-Mails, Kontakte oder Dateien zwischen Cloud-Anbietern. Dies geschieht mit Hilfe eines sicheren, schnellen und einfach zu bedienenden Umzugsdienstes, der sich mit verschiedenen Cloud-Anbietern verbindet und auch große Datenmengen effizient verarbeiten kann.
www.audriga.com

Dein StartUp im GründerView? Mail an svb(at)techtag.de