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Fühlst du dich in der Welt der Kunstwerke auch manchmal überfordert? Das CyberLab-Team Awwt hat ein Produkt entwickelt, das dir dabei hilft, das perfekte Kunstwerk für dich zu finden. Im Interview sprachen wir mit den Foundern Runan und Henning Dohrmann-Zhang und stellten ihnen die bekannten zehn Gründerview-Fragen.

Euer Startup in einem Tweet?

Wir bauen gerade die Online-Plattform Awwt, die die Kunstwelt demokratisiert. Mit deinem eigenen AI-powered Assistenten ermächtigt Awwt Menschen wie dich oder mich, die richtigen Nadeln im Heuhafen all der Kunstwerke zu finden.

Wie ist eure Geschäftsidee entstanden; was war der initiale Funke?

Runan kommt aus der Londoner Kunstszene und hat in der Vergangenheit einige wenige Werke von befreundeten Künstlern erstehen können. Als wir schließlich zusammen- und mehrfach umgezogen sind, gab es intensive Diskussionen, was wir denn an die weißen Wände hängen. Frustriert haben wir schnell festgestellt, dass es keinen intuitiven und effizienten Weg gab, Kunstwerke zu finden und liefern zu lassen. Was wir suchten, war etwas, das unseren Stil und Geschmack versteht und uns auf pfiffige Weise passende Werke zeigt.

Wie groß ist euer Team, wer gehört dazu und wie habt ihr euch gefunden?

Wir sind aktuell zu zweit plus ein paar Freelancer. Runan ist ein Art Advisor und wurde nach ihrem Master bei Christies London für den Bereich Chinesische Kunst gewonnen. Sie kennt das existierende Ökosystem von innen. Henning hat bei Mercedes-Benz in Peking die Software-Entwicklung der Elektrofahrzeuge für den chinesischen Markt mitverantwortet. Er baut Awwt. Wir haben uns 2013 in Tokyo kennengelernt als Runan Henning in einem japanischen Izakaya vorsätzlich umgeschubst hat.

Wer profitiert von eurer Idee und warum?

Ah, super Frage. In der Forschung der Neuroästhetik zeigt sich, dass wenn wir visuelle Kunst betrachten, die wir als schön empfinden, dieselben Hirnareale stimuliert werden, wie beim Genießen guten Essens oder beim Hören unserer Lieblingsmusik. Umgeben wir uns mit subjektiv visuell schönen Dingen, so verbessern wir unser Wohlbefinden, die kognitiven Funktionen sowie unsere Grundstimmung. Also jede/r einzelne, der/die visuell stimuliert werden möchte, profitiert direkt von Awwt.

Wie sieht euer Arbeitsalltag – gibt es überhaupt schon so etwas wie einen „Alltag“?

Wir sind aktuell bootstrapped und abgesehen vom gewöhnlichen Framework mit Daily Meetings intern sowie extern und wöchentlichen Sprint-Plannings motivieren wir uns gegenseitig und fordern uns heraus mit unseren unterschiedlichen Perspektiven und Methoden. Ab und zu schreien wir natürlich auch mal in den Kühlschrank, wenn es langsamer vorangeht als geplant. Sport, Hund und Outdoor halten uns im Gleichgewicht.

Weshalb habt ihr euch für einen Accelerator wie das CyberLab entschieden?

Als alte Hasen der Corporate-Welt sind wir starke Außenseiter und daher sehr dankbar und gleichzeitig fasziniert von Türöffnern wie dem CyberLab. Unser allererster Zugang zur Startup-Welt war übrigens das großartige Code_n hier in Stuttgart. Angefangen beim Austausch mit blitzgescheiten Gründern, über die praxisnahen Lerneinheiten bis hin zu den Möglichkeiten, Mentoren sowie potentielle Investoren zu finden, sind wir bisher schwer beeindruckt vom CyberLab.

Welches Startup hat euch am meisten begeistert oder inspiriert?

Ein Hidden Champion wie “komoot” ist faszinierend. Markus Hallermann hat es geschafft, mit User-generated Content ein hochprofitables Unternehmen zu bauen, womöglich Unicorn. Starkes Produkt, gigantische Community und eine offenbar nachhaltige Unternehmenskultur, da geht uns das Herz auf.

Was ist der nächste große Schritt?

Zum Abschluss des CyberLabs werden wir Ende des Jahres mit unserem MVP im Rahmen einer closed Beta in Deutschland den Product-Market-Fit validieren. Die Traktion wird es uns ermöglichen, Investoren zu überzeugen.

Über welche Stolpersteine musstet ihr während der Gründung steigen?

Deutschland hat eine starke Infrastruktur und wir bekommen an vielen Stellen großartige Unterstützung. Dennoch, vor allem für nicht-Muttersprachler ist es ein steiniger und verwirrender, bürokratielastiger Weg bis zur Gründung. Wir sind gespannt auf die Startup-Strategie der Bundesregierung und hoffen, dass hier das Drehmoment schnell auf die Straße gebracht wird für all diejenigen, die jetzt folgen.

Habt ihr einen Rat/Tipp an andere Gründer?

You’re doing great, you’re not alone!

Über Awwt:
Awwt. Your AI-powered friend that finds art you love.