Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage findet Künstliche Intelligenz (KI) zur Zeit in gerade einmal 9 % der Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden Anwendung. Dabei bietet KI durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für nahezu jeden Branchen- und Unternehmensbereich Vorteile und kann menschliche Anwender sinnvoll unterstützen – Produktivitätssteigerungen sind die Folge.

Von Business Intelligence/Prozessmanagement bis Kundenservice, von Mobilität bis Verwaltung, vom Einsatz im Marketing und Vertrieb bis zu Industrie und Robotik: Die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz sind nahezu unbegrenzt. Und doch geht ein großer Teil von Unternehmen nicht davon aus, in naher Zukunft KI einzusetzen. Laut einer Deloitte-Studie fehlen gar in 62 % aller Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit spezialisierten KI-Fähigkeiten oder Transformation-Skills, um KI im Unternehmen einzuführen. Liegt hier der Grund für das noch schleichende Wachstum der KI in Unternehmen?

KI – die große Unbekannte?

Ein wichtiger Faktor ist sicherlich das noch zu gering verbreitete Wissen darüber, wann und wie KI eingesetzt werden kann. Welche Hürden gibt es? Welche Datenbasis muss gegeben sein, damit KI im Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann? Auch die Bandbreite von Use-Cases ist noch längst nicht in allen Unternehmen angekommen. Der Begriff KI ist ein großes Wort – und wird entsprechend anders interpretiert und diskutiert, auch in der Wissenschaft. Dies erschwert zusätzlich ein allgemeingültiges Verständnis.

Dabei geht es bei KI längst nicht immer darum, Prozesse oder Strukturen komplett neu aufzubauen. Vielfach kann KI als Anreicherung den arbeitenden Menschen in seiner Entscheidungsfindung oder seinem bestehenden Informationsgehalt unterstützen – durch Anreicherung bereits bestehender Programme oder Prozessen mit Künstlicher Intelligenz.

KI-Kompetenzen in KMU aufbauen

Unvollständige Informationen, benötigte Anregungen und fehlende Inspiration – diese drei Punkte sind sicherlich Hauptgründe für die noch geringe Motivation, Produkte oder Dienstleistungen im Unternehmen mit KI anzureichern. Auch ethische Aspekte schwingen beim Thema KI immer mit. „Die Erfordernisse, um KI einzusetzen, sind meiner Erfahrung nach längst nicht so hoch, wie viele Unternehmen denken. Die Anreicherung mit KI kann durchaus ohne allzu große Hürden vonstattengehen“, erläutert Dirk Lion, der im CyberForum als Ansprechpartner für das KI-Weiterbildungsprogramm fungiert.

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KI-Weiterbildungsprogramm der CyberForum Akademie

Aus den genannten Gründen der Information, Anregung und Inspiration hat die CyberForum Akademie ein KI-Weiterbildungsprogramm, gefördert vom Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, ins Leben gerufen. „Wir wollen KI in kleine und mittelständische Unternehmen tragen und dort entsprechend benötigte KI-Kompetenzen aufbauen“, so Lion, der ergänzt: „Gemeinsam mit KI-Expertinnen und -Experten haben wir insgesamt vier Zielgruppen in Unternehmen identifiziert, die KI-Kompetenz besitzen sollten.“ Für jede der vier Zielgruppen hat die Akademie Weiterbildungsprogramme und Schulungen konzipiert.

Auf Entscheidungsebene, wo die Richtungsentscheidungen getroffen werden, wird eine andere KI-Kompetenz benötigt wie in anwendenden Fachabteilungen oder bei den IT’lern bzw. Softwareentwicklern. KI-Koordinatoren, die zukünftig die Einführung von KI federführend begleiten sollen, haben zudem die Möglichkeit, ein Zertifikat des CyberForum zu erwerben. „Diesen unterschiedlichen Kompetenzanforderungen tragen wir in unserem Weiterbildungsprogramm Rechnung und bieten zudem auch ein Beratungsmodul zum Transfer in das eigene Unternehmen!“, so Lion abschließend zuversichtlich: „Wer frühzeitig in KI-Kompetenz investiert, wird dadurch langfristig enorme Kosten- und Produktivitätsvorteile erzielen und zusätzlich als Arbeitgeber interessant sein!“

Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Übersicht und der Homepage.