Für unser Klima auf die Straße gehen – das ist der Grundgedanke von Fridays for Future. Wie gehen Unternehmen aus der Technologieregion Karlsruhe mit den Themen Klima- und Umweltschutz um? Wir haben nachgefragt.

Bechtle

Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung steht bei Bechtle unabhängig von Zeitgeist und Mode bereits seit Jahren auf der Agenda. Dabei definieren wir Nachhaltigkeit im Sinne des Drei-Säulen-Modells: „Nur wenn alle drei Säulen von Ökologie, Ökonomie und Soziales eine Balance erreichen, kann eine nachhaltige Entwicklung möglich sein.“

Um Transparenz zu schaffen, informieren wir die interessierte Öffentlichkeit über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten seit 2015 in einem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht. Seit dem Berichtsjahr 2017 enthält dieser zudem die gesetzlich geforderte Nichtfinanzielle Konzernerklärung nach dem CSR Richtlinieumsetzungsgesetz. So ist selbstverständlich, dass Klimaschutz als Teil der ökologischen Säule ein wesentlicher Baustein unseres Nachhaltigkeitsengagements darstellt.

Die Bechtle Konzernzentrale

Ein paar Beispiele:

Seit dem Bezug der Unternehmenszentrale in Neckarsulm im Jahr 2004 wurden Büro- und Logistikflächen nicht nur erweitert, sondern jeweils mit Photovoltaikanlagen ergänzt. Die Bauabschnitte des Logistikanbaus wurden 2016 zusätzlich um ein Geothermiefeld ergänzt. Ein Jahr später – 2017 – wurde das Energiekonzept beim Neubau eines Mitarbeiterparkhauses übernommen. Es entstand ein zweites Geothermiefeld mit 110 Bohrungen, dessen Energieertrag für die Bürogebäude genutzt wird. Die auf dem Dach des Parkhauses installierte Photovoltaikanlage versorgt die 50 Ladestationen für Elektroautos im Untergeschoss des Parkhauses. Zum Zeitpunkt der Eröffnung 2017 war dies Deutschlands größte E-Ladetankstelle. Der Ausbau an E-Ladestationen am Hauptsitz in Neckarsulm, aber auch an weiteren Bechtle Standorten, war die logische Konsequenz aus unserer nachhaltigen Fuhrparkstrategie.

Konkret setzen wir auf eine Doppelstrategie: Zum einen vermeiden wir nicht notwendige Fahrten mit Dienstfahrzeugen und setzen dabei auch in einem seit Jahren steigenden Umfang auf Web- und Videokonferenzen. Zum anderen erhöhen wir sukzessive den Anteil emissionsarmer Fahrzeuge in unserem Fuhrpark und stellen die passenden Fahrzeuge für den entsprechenden Einsatzzweck zur Verfügung. Bereits 2014/15 beteiligten wir uns an einem Forschungsprojekt des Landes Baden-Württemberg zur Einführung von Elektromobilität.

Seit 2011 haben wir in der Konzernzentrale der Bechtle AG ein Umweltmanagementsystem nach DINENISO 14001 eingeführt.  Damit  erfassen  wir  alle umweltrelevanten Tätigkeiten und stellen sicher, dass die betrieblichen Prozesse sowie die Verhaltensweisen der Mitarbeiter unserer Umweltpolitik folgen. 2015 haben die Tochtergesellschaften PP 2000 Business Integration AG und 2017 Bechtle ÖA direct ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem erhalten.

CAS Software AG

Energieeffizienz sowie Klima- und Umweltschutz sind für die CAS Software AG als nachhaltig agierendes Unternehmen seit Jahren ein zentrales Thema. Die Umsetzung in diesen Bereichen geschieht auf mehreren Ebenen und ist ein stetiger Weiterentwicklungs- und Optimierungsprozess. 

Ein Großteil der Ideen und Verbesserungen kommt vom CAS–Team selbst. Über eine eigene App, den sogenannten „Ideen-Inkubator“, werden Anliegen und Vorschläge in einen strukturierten Prozess eingereicht und umgesetzt.

Hier einige ausgewählte Beispiele aus verschiedenen Nachhaltigkeits-Bereichen:

Mobilität

  • CAS Software besitzt einen hohen Anteil an Radfahrern und Radpendlern: Dafür gab es 2017 den 2. Platz bei Baden-Württembergs „Stadtradeln für das Klima“ in der SONDERKATEGORIE „RADPENDLER BW“ (6.105,5 km, 867 kg Kohlendioxid-Vermeidung)
  • CAS Software fördert die individuelle Mobilität mit dem Fahrrad, indem sie ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, ein „Jobrad“ kostengünstig zu leasen.
  • Gäste, die schadstoffarm mit E-Auto anreisen, haben die Möglichkeit, den Akku vor Ort an einer eigenen E-Zapfsäule aufzuladen.
  • Reduktion von Dienstreisen durch den Einsatz von Video- und Telefonkonferenzsystemen.

CAS Campus

Ressourcen-Schonung

  • In der Betriebskantine gibt es Trinkwasser über einen speziellen Anschluss direkt ins Glas. Auf dem gesamten Campus und den Besprechungsräumen gibt es Trinkwasser-Theken.
  • Wie in IT-Firmen üblich, gehört Kaffee (und Tee) zum täglichen Lebenselixier der Mitarbeiter. In den Kaffeemaschinen auf dem gesamten CAS Campus kommen ausschließlich Fairtrade Kaffeebohnen zum Einsatz. 
  • Nutzung von recyceltem und FSC-zertifiziertem Papier.

Energieeffizienz

  • Der CAS Campus ist angeschlossen an das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Karlsruhe.
  • Für die individuelle Beleuchtung kommen an den Arbeitsplätzen energiesparende LED-Panels zum Einsatz, die sich den Lichtverhältnissen automatisch anpassen bzw. sich automatisch ausschalten.

Work-Life-Balance

  • In puncto Arbeitszeit setzt CAS auf größtmögliche Flexibilität. So können die Mitarbeiter nicht nur ihre jährliche Anzahl an Urlaubstagen sowie ihre Wochenarbeitszeit flexibel festlegen, sondern auch die tägliche Vertrauensarbeitszeit. 
  • Auf diese Weise können zum Beispiel Arbeit und private Termine optimal in Einklang gebracht werden – etwa für das individuelle Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz. 

PTV Group

„Bei der PTV Group steht der Schutz der Umwelt schon lange auf der Agenda. Mit unseren Produkten und Beratungsleistungen tragen wir seit Jahrzehnten dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. So sparen beispielsweise unsere Kunden aus der ganzen Welt mit dem Einsatz unserer Technologie zur Planung optimaler Touren Tag für Tag 40.000 Tonnen CO2. Unsere Verkehrskonzepte tragen dazu bei, dass sich Reisezeiten um bis zu 50 % reduzieren lassen – bei bis zu 15 % weniger Emissionen. Wir beteiligen uns an Studien zur Luftreinhaltung oder auch zum Einsatz moderner Mobilitätslösungen wie Mobility as a Service oder autonome Fahrzeuge, beispielsweise für Lissabon oder Oslo. Dabei wurde mit unserer Software simuliert, wie die Menschen am besten und vor allem am umweltschonendsten ihre Ziele erreichen. Derartige Studien und Konzepte haben in den letzten Jahren zugenommen und an Bedeutung gewonnen.

PTV

Auch bei uns im PTV-Haus ist uns Umweltschutz ein Anliegen. Wir beziehen schon seit längerem Ökostrom und haben im Herbst 2019 einen Ideenwettbewerb gestartet, bei dem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vorschläge einbringen konnten. Diese wollen wir nach und nach umsetzen.

Aktiv im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu sein, bleibt für uns ein Top-Thema. Wir werden unsere führende Marktposition dafür nutzen, dies in 2020 weiter zu intensivieren.“ – Christian U. Haas, CEO der PTV.

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Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.