Die Smart Production ist ein elementarer Bestandteil der Industrie 4.0. Aber was genau verbirgt sich hinter dem Begriff – und warum haben gerade Start-ups in diesem Bereich gute Chancen?

Die digitale Transformation der Gesellschaft ist in vollem Gange und erfasst nach und nach alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Eine besonders wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Smart Manufacturing respektive die Smart Production. Denn erst durch sie wird die Industrie 4.0, von der seit Jahren jeder spricht, zur Realität.

Was ist Smart Production?

Bei der Smart Production, also der intelligenten Fertigung, geht es im Kern darum, produzierenden Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Prozesse zu automatisieren und durch permanente Datenanalysen die Produktionsleistung nachhaltig zu verbessern.

Dazu sind zunächst Sensoren notwendig, die in die bei der Produktion zum Einsatz kommenden Maschinen integriert werden. Ihr Aufgabe ist es, Daten zu sammeln. Dazu gehören unter anderem Temperaturen, Geschwindigkeiten oder Flüssigkeitsstände, aber auch die Menge der verwendeten Rohstoffe. Diese Daten werden ausgewertet, um Fehlerquellen zu erkennen und die Effizienz zu steigern – im Regelfall von Spezialisten wie Informatikern oder Fertigungsingenieuren. Solche „Fehlerprotokolle“ gab es zwar auch schon früher, aber durch die intelligente Vernetzung der Sensoren, können bei der Smart Production problemlos mehrere Maschinen einer Fabrik oder sogar mehrere Fabriken in Echtzeit überwacht werden.

Durch die hohe Rechenleistung, die in der Cloud zur Verfügung steht, kann die Analyse der Daten bis zu einem gewissen Grad sogar vollständig automatisiert werden. Vorstellbar wäre etwa eine KI, die in der Lage ist, bestimmte Trends in den Daten zu erkennen, passende Simulationen zu erstellen und dadurch eine vorbeugende Wartung zu ermöglichen.  Ungeplante Ausfallzeiten können so im Idealfall komplett verhindert werden.

Auch in anderen Bereichen ermöglicht die Smart Production eine zunehmende Automatisierung. So kann ein entsprechendes System in der Lage sein, direkt bei Auftragseingang zu prüfen, ob alle für die Produktion notwendigen Rohstoffe vorhanden sind und diese bei Bedarf direkt nachbestellen. Parallel dazu werden weitere anstehende Aufträge geprüft und die optimale Verteilung auf die Produktionsbahnen ermittelt.

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Smart Production: Startups sind gefragt

Eine aktuelle Umfrage von Plex Systems kommt zu dem Ergebnis, dass 80 Prozent der produzierenden Unternehmen glauben, dass Smart Production künftig der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Es gibt allerdings ein Problem: In vielen Bereichen fehlen Standards und die damit einhergehende Interoperabilität. Denn nur wenn die unterschiedlichen am Produktionsprozess beteiligten Hard- und Softwarelösungen auch miteinander „sprechen“ können, ist Smart Manufacturing überhaupt möglich.

In diesem Zusammenhang sind innovative und vor allem disruptive Lösungsansätze gefragt. Bei deren Entwicklung haben Startups aufgrund ihrer agilen Strukturen wesentlich bessere Karten, als jahrzehntealte Traditionsunternehmen.

Passend dazu entsteht in Karlsruhe derzeit der Smart Production Park, ein neues Gründer- und Wachstumszentrum für Gründungen im Bereich Smart Production. Wer eine Idee hat, diese gerne umsetzen möchte, aber nicht so recht weiß, wie das ganze Drumherum funktioniert, dem steht zudem das CyberLab Accelerator Programm mit Trainings, Mentoren und einem riesigen Unternehmensnetzwerk offen.

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Frank Feil
Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.