In der Corona-Krise haben Videokonferenz-Lösungen und Chat-Apps Hochkonjunktur. Wir stellen euch die beliebtesten Lösungen für die Arbeit im Home Office vor. 

Es gibt Unternehmen, die schon seit vielen Jahren eine Remote Working-Kultur pflegen. Sie verfügen über die entsprechenden Standards bei Hard- und Software und ihre Workflows sind auf die eingesetzten Tools und Plattformen abgestimmt. Anders sieht es bei Firmen aus, deren Mitarbeiter bislang selten oder gar nicht außerhalb der Büroräume gearbeitet haben. Für sie ist es schwer, bei der Vielzahl an verfügbaren Videokonferenz-Lösungen und Chat-Apps überhaupt noch den Überblick zu behalten.

In unserem kurzen Überblick, stellen wir euch die gängigsten Plattformen vor.

Lösungen für Videokonferenzen

  • Microsoft Teams: Als Teil von Office 365 gilt Microsoft Teams als der absolute Klassiker unter den Konferenz-Lösungen, da man hier auf die gesamte Bandbreite an Office-Funktionen (Notizen, Anhänge, Kalender, etc.) zurückgreifen kann. Zudem funktioniert die Zusammenarbeit über Teams nahtlos über alle Geräte hinweg. Dateien in Word, PowerPoint und Excel lassen sich in Echtzeit abrufen, teilen und bearbeiten.
  • Zoom: Besonders beliebt dieser Tage sind die Lösungen von Zoom. Mit dem Tool lassen sich kollaborationsfähige Konferenzräume bauen, Webinare durchführen, virtuelle Whiteboards einrichten und vieles mehr.
  • GoToMeeting: Egal, ob mit PC, Mac, Smartphone oder Tablet – mit GoToMeeting lassen sich problemlos Video-, Audio- und Online-Meetings organisieren. Der ein oder andere dürfte die Plattform bereits im Rahmen von GoToWebinar kennen, das – wie der Name schon sagt – für Webinare gedacht ist.
  • BlueJeans: Etwas unbekannter, dafür aber der Pionier im Bereich der Browser-Videokonferenz ist BlueJeans. Hier liegt der Fokus darauf, spontane Videocalls im Browser zu ermöglichen. Dazu bekommen die Teilnehmer einfach nur einen Link per E-Mail. Der Download einer zusätzlichen Software ist nicht notwendig.
  • Cisco WebEx: Eines der ältesten Videokonferenz-Systeme am Markt ist Cisco WebEx. In der aktuell kostenlosen Version unterstützt die Plattform Meetings mit bis zu 100 Teilnehmern, HD-Video, Audio-Einwahl, Bildschirmfreigaben und vieles mehr.
  • Hangouts Meet: Dabei handelt es sich um Googles Äquivalent zu Microsoft Teams. Hangouts Meet ist Bestandteil des Office-Produkts G-Suite.

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All diese Lösungen gibt es in den unterschiedlichsten Varianten – von der kostenlosen Einstiegs-Version mit eingeschränkten Funktionsumfang bis hin zur Enterprise-Edition, die bei Google beispielsweise Live-Streams mit bis zu 100.000 Zuschauern ermöglicht.

Zudem steht bei all den genannten Plattformen die aktive Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Wem es darum geht, sein Gegenüber einfach nur zu sehen, kann freilich auch Lösungen wie Skype oder FaceTime nutzen. Selbst WhatsApp erlaubt Gruppen-Videoanrufe mit bis zu vier Teilnehmern, wobei der Datenschutzbeauftragte eures Unternehmens davon weniger begeistert sein wird.

Chat-Apps für die Zusammenarbeit im Home Office

  • Slack: Die Kommunikationsplattform Slack ist in vielen Unternehmen und Agenturen schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Büroalltags. Slack ist eine umfangreiche Chat-App, in der man die Zusammenarbeit in einzelnen Kanälen intelligent organisieren kann. Alle Nachrichten, Dateien und Dokumente werden automatisch archiviert. Dadurch können die Abläufe innerhalb eines Projekts einfach und schnell nachvollzogen werden – und das auch noch Monate später. Weiterhin gibt es Slack-Apps für alle gängigen Desktop- und Mobile-Betriebssysteme. Über 2.000 Apps (Dropbox, Salesforce, etc.) lassen sich in Slack integrieren.
  • Stackfield: Stackfield ist im Prinzip nichts anderes, als eine in Deutschland entwickelte und hierzulande gehostete Slack-Alternative. Der Fokus von Stackfield liegt ganz klar auf dem Thema Datenschutz (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, ISO-zertifizierte Rechenzentren, Server-Standort Deutschland, DSGVO-Konformität, etc.). Auch hier werden alle gängigen Betriebssysteme unterstützt.
  • Riot: Eine durchaus interessante Alternative zu Slack und Stackfield stellt die kostenlose Open Source-Software Riot dar. Hier muss man sich nicht auf die Server der jeweiligen Anbieter verlassen, sondern kann die Chat-App auf dem eigenen Server installieren und betreiben – für maximale Datensicherheit. Das wiederum setzt natürlich einen fähigen Admin voraus, die sich regelmäßig um die Wartung kümmert.

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Frank Feil
Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.