Die Digitalisierung zentraler Geschäftsbereiche wie Personalmanagement und Kundenkommunikation ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen existenziell, um im Wettbewerb weiterhin bestehen zu können. Die Initiative Mittelstand Digital des Bundeswirtschaftsministerium soll den Verantwortlichen unter die Arme greifen.

Die Zeiten, in denen der telefonische Kontakt oder der Postweg für die Kommunikation ausreichend war, liegen längst hinter uns. Die Kunden und Geschäftspartner erwarten, mit einem Unternehmen per E-Mail, Kontaktformular und über soziale Netzwerke Kontakt aufnehmen zu können. Auch der Kontakt mit neuen Mitarbeitern verläuft nach einem anderen Muster als noch vor zehn Jahren: online statt offline, digital statt analog. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) riskieren, den Fortschritt zu verschlafen. Ein Nachteil, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit dem Förderschwerpunkt „Mittelstand Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ ausgleichen will.

Mittelstand Digital richtet sich an KMU

Der Wettbewerb um fachkundiges Personal ist eine Herausforderung. Denn neben ausgeklügelten Recruiting-Methoden haben sich einige Unternehmen durch die Digitalisierung des Bewerbungsprozesses sowie des Personalmanagements einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Gleiches gilt für die Kundenakquise: Durch den effizienten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) können dem Kunden eine Vielzahl von Kommunikationskanälen gleichzeitig geboten werden. „Das Problem besteht darin, dass große Unternehmen häufig Stabsstellen haben, die sehr genau auch einschätzen können, welche technologischen Trends besonders wichtig für sie sind“, sagt Andreas Goerdeler, Leiter der Unterabteilung „Informationsgesellschaft und Medien“ des BMWi. „Der Mittelstand hat diese Möglichkeiten häufig nicht. Genau in diese Lücke gehen unsere Förderüberlegungen.“

Damit auch KMU, denen neben den finanziellen Ressourcen sowie der benötigten Zeit auch ganz einfach oft das benötigte Know-how fehlt, im Wettbewerb gegen Global Player bestehen können, hat das BMWi einen Förderschwerpunkt aus drei Förderinitiativen geschaffen:

eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen

Damit auch kleine und mittlere Unternehmen ohne Investitionen in neues Personal IKT-Lösungen in Arbeitsabläufen und in Unternehmensprozessen verwenden können, stellt die Initiative „eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen“ bundesweit 38 unabhängige eBusiness-Lotsen zur Verfügung, die Unternehmen dabei helfen, neue IKT-Anwendungen auszuwählen, einzusetzen und so den gesamten Geschäftsprozess zu digitalisieren.

eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern

Für den Austausch der im Anschluss an die weitgehende Digitalisierung verwalteten Daten mit anderen Unternehmen und Kunden gilt es, die gewaltigen Datenmengen über die Organisationsgrenzen hinweg zu standardisieren. Die sogenannten eStandards für Identifikation, Klassifikation, Transaktion, Prozesskonfiguration oder für Austauschformate bilden dabei die Grundlage für eine effiziente Vernetzung.

Zum Erlernen der gemeinsamen Sprache können Unternehmen auf die Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“ vertrauen, die neben der effizienten Vernetzung auch den digitalen Austausch zu seinen Kompetenzen zählt. Den anfänglich hohen Transaktionskosten zur Erstellung passender Standards stehen eine langfristig gesteigerte Qualität sowie die Beschleunigung von Geschäftsprozessen gegenüber.

Usability für den Mittelstand

Die Verwendung der neuen IKT und eStandards im Unternehmen funktioniert nur dann effizient, wenn diese neben den technischen Anforderungen auch eine entsprechende Nutzerfreundlichkeit sowie Gebrauchstauglichkeit, kurz Usability, aufweisen. Kunden fordern auf der anderen Seite wiederum Dienste wie mobile Applikationen oder einfach zu bedienende Web-Anwendungen, so die Initiative „Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand„. Die Initiative bietet mit seinen Lotsen unter der Berücksichtigung von Usability-Kriterien Hilfestellungen beim Entwicklungs- und Auswahlprozess der passenden Software.

Einen Teil seiner Expertise präsentieren die eCommerce-Lotsen regelmäßig auf Veranstaltungen in ganz Deutschland. Neben Seminaren, Themenabenden sowie Sprechtagen sind die Experten auch auf Konferenzen anwesend. Die nächste große Veranstaltung sind die M-Days am 13. und 14. Mai 2014 in der Messe Frankfurt. Auf der Veranstaltung werden sich alle drei Initiativen der Fachöffentlichkeit präsentieren.

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