Der Energieverbrauch von IT-Systemen macht einen großen Anteil am gesamten Strombedarf aus. Tendenz steigend. Es wird immer deutlicher, dass hier eine Trendwende hin zu nachhaltigen Unternehmen notwendig ist.

Das Thema Nachhaltigkeit ist auf dem Weg, ein Megatrend zu werden. Die zentrale Rolle der Wirtschaft zur Bewältigung der ökologischen Transformation wird zusehends erkannt. Viele Unternehmen arbeiten seither daran, ihre Geschäftsmodelle nachhaltig umzugestalten und ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Green-IT-Projekte sind ein zentraler Bestandteil einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie. Insbesondere durch Effizienzsteigerung hinsichtlich des Energieverbrauchs der Systeme gelingt es hier, Einsparungen zu realisieren.

Green IT ist eine Notwendigkeit

Der weltweit zunehmende Energiebedarf durch IT-Systeme stellt einen nicht zu vernachlässigenden Faktor bei der Energiewende dar. Zumal in den kommenden Jahren die Anzahl an vernetzten Dingen und elektronischen Geräten sowie Fahrzeugen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit weiter ansteigen wird. Darum sind Lösungen, die energieeffizient arbeiten, eine Notwendigkeit auf dem Weg hin zu einem schonenden Umgang mit den Ressourcen. Innovationen und Projekte im Bereich Green IT sind damit in den kommenden Jahren unverzichtbar, wenn es um die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens geht.

Technologischer Fortschritt führt zu energieeffizienter IT

Der größte Anteil an der gesamten von IT-Systemen verbrauchten Energie fällt auf große Rechenzentren und Server, die Unternehmen als flexibler Datenspeicher und ausgelagerte Cloud-Lösungen dienen. Gerade in diesem Bereich gibt es mehrere Ansatzpunkte für IT-Projekte, die zur Energieeinsparung genutzt werden. Zum einen gibt es neu entwickelte effiziente Kühlungs-Strukturen für große Rechenzentren, die bis zu 50 Prozent des Energieaufwands einsparen können.

Neben solchen hardwareseitigen Verbesserungen gibt es auch Einsparpotenzial, das sich durch intelligente Software realisieren lässt. So gab Google vor einiger Zeit bekannt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) es ermöglichte, die Kosten für den Betrieb und die Kühlung der eigenen Datenzentren drastisch zu senken. Die KI Deepmind konnte dabei selbständig Optimierungs- und Einsparpotenzial erkennen und ausnutzen. Eine weitere innovative Form zum schonenden Umgang mit den Ressourcen stellt die Nutzung der Abwärme von großen IT-Infrastrukturen für die Beheizung von Gebäuden in der Umgebung dar.

Daneben gibt es, neben der Effizienzsteigerung des Stromverbrauchs großer IT-Systeme und elektronischen Geräte, zahlreiche weitere Ansatzpunkte: Angefangen bei der Optimierung der Herstellungs- und Fertigungsprozesse, über Green Software Engineering bis hin zur Entwicklung von IT-Lösungen zur Einsparung von Energie in anderen Bereichen der Wirtschaft. Aufgrund der Vielfalt der Themen und der Relevanz des Themas wird Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren zu einem der neuen Wachstumsfaktoren auf dem Projektmarkt werden.

Nachhaltigkeit der Wirtschaft

Damit sich Nachhaltigkeit hier durchsetzen kann, sind noch weitere Anstrengungen hinsichtlich der gesetzlichen Rahmenbedingungen nötig. Zwar gibt es bereits Zertifikate und Energiespar-Label für energiesparende Geräte. Doch in vielen Bereichen fehlen noch einheitliche Standards und Regelungen. Doch es zeichnet sich bereits heute ab, dass sich Investitionen in Nachhaltigkeit für Unternehmen stärker auszahlen werden. Das liegt unter anderem an dem EU-Aktionsplans „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ aus dem Jahr 2018. In diesem Zuge wurde es verstärkt möglich, neue grüne Anlagen wie Green Bonds auszugeben, um beispielsweise Investitionen in grüne IT-Systeme zu finanzieren.

Die IT ist nicht nur Teil des Problems, sondern Teil der Lösung

Gleichzeitig sind IT-Systeme und die Digitalisierung ganz allgemein nicht ausschließlich als Faktoren zu bewerten, die den Energieverbrauch in die Höhe treiben. Allein durch das papierlose Büro und New-Work-Lösungen, die Video-Konferenzen und Kollaborations-Plattformen möglich machen, werden auch wertvolle Ressourcen eingespart.

Die Transformation zu einem nachhaltigen Unternehmen ist ein umfassender Prozess, bei dem es an vielen Stellschrauben zu drehen gilt. Entsprechend kann es hier hilfreich sein, sich die entsprechende Expertise von externer Seite aus zu sichern. Gerade freiberufliche Experten aus dem IT- und Engineering-Bereich können hier wertvolle Erfahrung und Know-how einbringen.

Digitalisierung als Lösung

Die IT ist keinesfalls ein Problem auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Vielmehr sollte das Potenzial beispielsweise von KI-basierten Lösungen erkannt und genutzt werden. Die Green IT ist in diesem Sinne ein weiterer Beweis, dass die IT und technologisches Know-how einen wertvollen Beitrag auf dem Weg zu einer nachhaltigen modernen Wirtschaftsweise liefern können.

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Oliver Koch
Oliver Koch ist Geschäftsführer der SOLCOM GmbH, eine der besten Adressen wenn es um die Besetzung von IT- und Engineering-Projekten mit freiberuflichen Spezialisten geht. Als Pionier dieses Modells ist das Unternehmen darauf spezialisiert, hochqualifizierte Experten bei namhaften Kunden in allen Branchen und Technologien einzusetzen. Aus dieser Erfahrung heraus schreibt Oliver Koch über den Projektmarkt und die Trends bei IT und- Engineering-Projekten.