Elektroautos sind so gefragt wie nie. Das liegt vor allem an den zahlreichen Förderprogrammen, die Bund und Länder aufgelegt und im Zuge der Corona-Krise nochmals erhöht haben. Ein Überblick.

Mit Blick auf die Elektromobilität markiert das Jahr 2020 einen Wendepunkt. Lange Zeit galten Elektroautos als überteuert, es gab kaum Modelle zur Auswahl und auch die Ladeinfrastruktur war alles andere als ausgereift. Doch nun kommt langsam aber sicher Bewegung in den Markt: Der VW ID.3 steht in den Startlöchern, Polestar hat gerade die erfolgreiche Markteinführung des Polestar 2 hinter sich gebracht, und Peugeot beginnt mit der Auslieferung des 208e. Tatsächlich hat inzwischen so gut wie jeder Autohersteller ein vollwertiges Elektroauto im Angebot – oder zumindest vorgestellt.

Gleichzeitig bauen Unternehmen wie Ionity ihr Netz mit Schnell-Ladestationen entlang europäischer Autobahnen aus, um den Verbrauchern die „Reichweitenangst“ zu nehmen. Bleibt nur noch ein Problem: Im Vergleich zu klassischen Verbrennern sind Elektroautos in der Anschaffung noch immer recht teuer. Doch auch hier haben sind Bund und Länder eine Lösung einfallen lassen.

Umweltbonus mit bis zu 9.000 Euro Förderung

Bereits im Jahr 2016 hat die Bundesregierung unter der Bezeichnung „Umweltbonus“ eine Kaufprämie für Elektroautos ins Leben gerufen – und diese sukzessive erhöht. Zuletzt durch eine „Innovationsprämie“. Derzeit beläuft sich die Förderung, die sich aus einem Bundes- und einem Herstelleranteil zusammensetzt, auf bis zu 9.000 Euro.

Die Rahmenbedingungen:

  • Bis zu einem Basis-Nettolistenpreis* von 40.000 Euro (BMW i3, Renault Zoe, VW ID.3,
    Peugeot 208e, etc.) erhalten Käufer vollelektrischer Fahrzeuge den Höchstsatz
    von 9.000 Euro.
  • 7.500 Euro gibt es für Elektroautos, deren Basis-Nettolistenpreis (BMW iX3, Mercedes EQC, Polestar 2, etc.) zwischen 40.000 und 65.000 Euro liegt.
  • Plug-in-Hybride bis zu 40.000 Euro werden mit 6.750 Euro gefördert.
  • Käufer von Plug-in-Hybriden zwischen 40.000 und 65.000 Euro erhalten immerhin noch 5.625 Euro.

*Ausschlaggebend für die Höhe der Förderung ist der Netto-Listenpreis des Basismodells. Kosten für etwaige Sonderausstattung spielen hier keine Rolle.

Beantragt wird der Umweltbonus über das entsprechende Formular beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Berücksichtigen werden sollte, dass der Herstelleranteil direkt vom Kauf- beziehungsweise Leasingpreis (als Sonderzahlung) abgezogen wird. Der Bundesanteil muss zunächst aus eigener Tasche vorgestreckt werden, bis einige Wochen später die Auszahlung erfolgt.

BW-e-Gutschein mit bis zu 3.000 Euro Förderung

Den Umweltbonus des Bundes kann jeder in Anspruch nehmen, der sich für ein Elektroauto entscheidet. Was viele jedoch nicht wissen: In Baden-Württemberg erhalten Gewerbetreibende und Freiberufler zusätzlich noch den BW-e-Gutschein in Höhe von 3.000 Euro:

In Baden-Württemberg soll der Anteil an PKW mit Elektroantrieb steigen. Das Ministerium für Verkehr versteht den BW-e-Gutschein als Anreiz, sich für einen mit Elektroantrieb ausgestatteten PKW zu entscheiden.

Die Rahmenbedingungen:

  • gefördert werden Unterhalts- sowie Ladeinfrastrukturkosten für Elektrofahrzeuge mit Elektroantrieb bis zu einem maximalen Nettolistenpreis von 65.000 €.
  • die Fahrzeuge müssen mindestens drei Jahre in Baden-Württemberg zugelassen sein.
  • beim Kauf eines Elektroautos werden die 3.000 Euro direkt ausbezahlt, bei einem geleasten Fahrzeug beträgt der Zuschuss 1.000 Euro pro Jahr (maximal drei Jahre).

Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Interessierte auf der Website der L-Bank.

Derzeit sind somit gerade bei kleineren Elektroautos wie dem Renault Zoe oder BMW i3 Förderungen von bis zu 12.000 Euro möglich. Je nach Ausstattung und Laufzeit beträgt die Leasingrate für diese Fahrzeuge dadurch nur ein paar Euro pro Monat, was die Elektromobilität insbesondere für Pflege- und Lieferdienste, aber auch andere Berufsgruppen äußerst attraktiv macht.

Inhalte nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies durch ein Klick auf Akzeptieren.
Frank Feil
Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.