Ihr habt eine Geschäftsidee und wollt euch damit bei einem Accelerator bewerben oder Investoren überzeugen? Dann braucht ihr in der Regel ein richtiges Pitchdeck. Wir zeigen euch im Folgenden, welche Bestandteile ein gutes Pitch Deck ausmachen und welche Informationen ihr in den verschiedenen Folien unterbringen solltet. So steigen eure Chancen in einem Accelerator Programm aufgenommen zu werden oder ein Investment zu erhalten!

Das Cover

Die erste Folie eures Pitch Decks sollte schlicht und einfach gehalten werden. Sie enthält meist den Startup-Namen, das Logo, ein ansprechendes Bild und den Slogan bzw. die Vision des Startups. Wichtig ist: Der erste Eindruck zählt! Das Deckblatt sollte Lust auf mehr machen.

Das Problem

Nach dem Intro geht es normalerweise um das Problem, was euer Produkt oder eure Dienstleistung für einen potenziellen Markt löst. Vermeidet hier komplizierte Formulierungen oder diskutable Argumente. In der Regel sind drei sehr klare und unwiderlegbare Aussagen völlig ausreichend. Lasst keine Zweifel aufkommen und formuliert diese Folie so, dass jeder das Problem nachvollziehen kann.

Die Lösung

Für jedes Problem, das ihr in eurem Pitch Deck aufzeigt, solltet ihr auch schlagkräftige Lösungen präsentieren. Diese Folie muss so konzipiert sein, dass ihr schnell und verständlich den Nutzen eures Produktes oder eurer Dienstleistung kommunizieren könnt. Auf diese Weise solltet ihr ebenfalls sehr klare Aussagen darüber treffen, wie die zuvor dargestellten Problemen durch eure Technologie gelöst werden. Keine Verkomplizierung! Haltet es einfach und auf den Punkt!

Die Produkt Demo

Falls ihr schon einen ersten Prototypen, Klick-Dummy oder sonstiges Vorzeigbares habt – her damit! Es ist immer sinnvoll Bilder oder Videos eures Produktes zu zeigen, um eure Lösung und euren Nutzen zu verdeutlichen und mögliche Zweifel zu eliminieren. Hebt die Produkteigenschaften hervor, hinterlasst bleibenden Eindruck und – noch wichtiger – Verständnis für eure Idee.

Die Marktgröße

Die Folie über eure potenzielle Marktgröße ist enorm wichtig, denn sie gibt uns erste Eindrücke darüber, wie ihr eure Geschäfts- und Wachstumsmöglichkeiten einschätzt. Es gibt hier verschiedenste Möglichkeiten eure Marktanalyse darzustellen. Ob Bottom Up, Top Down, TAM, SAM, SOM oder Szenario-Analysen – eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Größe eures Zielmarktes realistisch berechnet ist und das damit verbundene Potential ersichtlich wird.

Das Geschäftsmodell

Die Zahlen sind das Herzstück eures Pitch Decks, daher solltet ihr hier nachvollziehbare Annahmen über euren Business Case liefern. Euer Erlösmodell in einfachen Worten zu präsentieren ist mit Sicherheit nicht die einfachste Aufgabe – schon gar nicht ohne euer verbales Zutun.  Macht verständlich, wie euer Startup funktioniert und ihr Geld verdienen wollt.

Die Wettbewerbssituation

Bei dieser Folie sollte die Grafik bzw. die Tabelle deutlich machen, wie die Funktionen eurer Lösung dazu beitragen, dass ihr euch von euren Mitbewerber*innen in wesentlichen Punkten unterscheidet. Das Analysieren und Anerkennen eurer Konkurrenz ist wichtig. Es zeigt, wie informiert ihr über euer Geschäftsfeld seid und wie kompetitiv euer Markt einzuschätzen ist.

Die Underlying Magic

Was macht euch und euer Geschäft einzigartig? Bis hierhin sollte es einfach zu verstehen sein, was eure Stärken sind und welche Vorteile ihr bieten könnt. Welche Technologien oder Innovationen setzt ihr ein, die euer Startup einzigartig machen?

Die Go-To-Market Strategie

Hauptaugenmerk dieser Folie ist die Präsentation von Strategien zur Markteinführung. Es handelt sich hierbei um eure Pläne und Ideen, wie ihr euer Produkt oder eure Dienstleistung am besten auf den Markt bringt. Je konkreter und realistischer desto besser – orientiert euch dabei sowohl an eurem Budget als auch an euren Wettbewerbern.

Das Team

Die Team-Folie ist für uns essenziell. Wir wollen sehen, wen wir womöglich in die CyberLab Community aufnehmen. Diese Folie zeigt die Gründer*innen und die Schlüsselpersonen, die euer Startup voranbringen sollen. Hier ist es wichtig zu zeigen, welche Aufgabenbereiche ihr in eurem Unternehmen habt und dass ihr ein komplementär aufgestelltes Team seid. Wir möchten also kurz und bündig sehen, welche Personen sich zusammengefunden haben, um das Startup zu langfristigen Erfolg zu bringen.

Die Traction / Milestones / Roadmap

Solch eine Folie am Ende des Pitch Decks erzeugt Glaubwürdigkeit. Hier solltet ihr zeigen was ihr bis zum Status Quo alles erreicht und unternommen habt, um eure Idee zu validieren. Genauso interessant ist es auch zu wissen, was eure nächsten Schritte sind bzw. sein könnten. Solltet ihr bis dato schon Erfolge oder relevante Zahlen, wie Umsatz, Anzahl Kunden und/oder Nutzer, etc. generiert haben: platziert sie präsent auf dieser Folie.

Der Call-To-Action

Leider wird diese Folie oft vergessen. Egal ob ihr euch für das CyberLab bewerbt oder euer Startup vor Investoren oder anderen Wettbewerben vorstellt: Jeder möchte wissen, was ihr mit der Präsentation bezwecken wollt. Warum seid ihr hier? Was wollt ihr erreichen? Und für uns am wichtigsten zu wissen: Warum wollt ihr ins CyberLab?

Wenn ihr diese Strukur beim Erstellen eures Pitch Decks einhaltet, werdet ihr automatisch einen positiven Eindruck erzeugen. Bringt eure Geschäftsidee auf den Punkt und trefft klare, deutliche Aussagen, sodass alle Informationen nachvollziehbar und verständlich sind. Wir hoffen der Artikel hat euch gefallen und freuen uns sehr auf eure Bewerbung für den CyberLab Accelerator. Bis bald!

Titelbildistockphoto.com/vitranc
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Nico Hildmann arbeitet in der Abteilung Unternehmensentwicklung des CyberForum. Während seines Masterstudiums Technologie-Entrepreneurship mit Fokus auf Startups gründete er selbst ein Social Startup. Seit 2019 betreut und berät er junge Wachstumsunternehmen als Startup Consultant im CyberLab. Seine Schwerpunkte sind: Business Modelling, Präsentationen/Pitches und B2B-Sales. 2020 etablierte er die Veranstaltungsreihe CyberSessions, für die er hauptverantwortlich als Organisator und Moderator fungiert.