Das CyberLab-Team SipTogether hat die Vision, dass man schnell neue Freunde kennenlernen kann, wenn man in eine neue Stadt gezogen ist. Mit ihrer App erhält man eine Übersicht über anstehende Events und hat die Chance, Freunde fürs Leben zu finden. In diesem Interview sprachen wir mit Founder Jan Hecker und stellten ihm die bekannten zehn Gründerview-Fragen.


Euer Startup in einem Tweet?

SipTogether ist eine Plattform für spontane, freundschaftliche Treffen und
Aktivitäten in der Umgebung –
für echte Treffen statt Swipen, Scrollen & Small
Talk!

Wie ist eure Geschäftsidee entstanden; was war der initiale Funke?

Ich war mit Freunden bei einem Workshop in Hamburg – wir kannten
niemanden dort, wollten aber trotzdem neue Leute kennenlernen in unserer
Altersgruppe. Leider gab und gibt es keine etablierte Plattform, um sich
spontan und unkompliziert zu verabreden oder zu sehen, was so in der
Umgebung für Events & Aktivitäten stattfinden. Seitdem arbeiten wir daran,
genau diese Mission in Form von SipTogether umzusetzen.

Wie groß ist euer Team, wer gehört dazu und wie habt ihr euch gefunden?

Aktuell sind besteht unser Team aus 15 Personen, die Hälfte arbeitet gerade
vor Ort in Köln, ansonsten sind wir remote unterwegs. Wir haben vier
Entwickler im Team und die ganze Entwicklung geschieht in-house. Unser
Kern-Team (5 Personen) ist schon seit zwei Jahren mit dabei.

Wer profitiert von eurer Idee und warum?

Von SipTogether profitieren junge Menschen (aktuell hauptsächlich
Studierende), die entweder neu in eine Stadt gezogen sind oder auch so Lust
haben, sich mit neuen Leuten zu vernetzen und, gerade nach Corona, wieder
das Leben zu erleben, nach draußen zu gehen & Spaß zu haben!

Wie sieht euer Arbeitsalltag – gibt es überhaupt schon so etwas wie einen „Alltag“?

Wir waren bisher ein kleiner, chaotischer, aber auch intrinsisch motivierter
Haufen von jungen Leuten – mittlerweile machen wir es alles etwas
professioneller. Wir haben bspw. seit dieser Woche neue Meeting-Zeiten
eingeführt, uns in Teams unterteilt und ein paar weitere organisatorische
Schritte eingeführt (wie OKRs), um das Team und unsere Arbeit in Richtung
unserer Vision zu lenken und auch Schranken zu geben – ohne jedoch das
Startup Flair und unsere Freiheit und Selbstständigkeit einzuschränken!

Weshalb habt ihr euch für einen Accelerator wie das CyberLab entschieden?

Vor allem ist das Netzwerk und die Berater / Mentoren unfassbar hilfreich. Bei
den Workshops teilen wir uns meistens so auf, dass immer derjenige aus dem
Team hingeht, für den das Thema am relevantesten ist – sodass wir wenig
Zeit „verlieren“ und den größtmöglichen Mehrwert daraus ziehen. Wir freuen
uns super, beim CyberLab dabei sein zu dürfen und auch auf weitere
spannende Vorträge, Events und den Austausch mit den anderen Startups.

Welches Startup hat euch am meisten begeistert oder inspiriert?

Ich bin seit langem schon ein großer Fan von simpleclub und deren (nach
außen hin jedenfalls) Unternehmenskultur – gerade in einem 100% Remote
Startup. Ich verfolge die beiden Gründer Nico und Alex auf Instagram und man

bekommt spannende Einblicke in die täglichen Aufgaben und auch die
Organisation hinter deren Lernapp mit.

Was ist der nächste große Schritt?

Unser nächster großer Schritt ist die Marketing-Kampagne für die komplette
DACH Region im Oktober 2022 (und die bis dahin erfolgte nächste
Finanzierungsrunde, damit wir uns den ganzen Spaß auch leisten können).
Wir werden uns bis Ende 2022 als Plattform in der DACH-Region etabliert
haben und schon 2023 nächste Expansionsschritte angehen.

Über welche Stolpersteine musstet ihr während der Gründung steigen?

Vor allem die Unüblichkeit in Deutschland, mit jungen Jahren zu gründen, statt
„was vernünftiges zu machen / lernen“. Aber auch die rechtliche Seite. Man
bekommt von Familie, Freunden und irgendwelchen anderen Leuten so
unglaublich viel Input – wichtig dabei ist es, nicht den Fokus zu verlieren.
Beispiel: keinen 20-Seiten Business Plan schreiben und 2 Monate drüber
nachdenken, ob sich das Geschäftsmodell lohnt, sondern direkt mit der
Umsetzung anfangen und ein kleines Budget rein zu investieren.

Habt ihr einen Rat/Tipp an andere Gründer?

Baut von Anfang an ein gutes Netzwerk auf – z.B. durch Startup Events,
LinkedIn oder Acceleratoren. Das ist super hilfreich, egal für welches Thema
(Finanzierung, Hiring, etc.).
Außerdem: Holding gründen, bevor man die eigentliche GmbH / UG beim
Notar anmeldet. Das ist aber nur eine steuerliche Geschichte.