Im Gründerview stellen wir in regelmäßigen Abständen spannende Startups vor. Das Cyberlab – Team secondbikelife hat eine Plattform entwickelt auf der gebrauchte Fahrräder angeboten und verkauft werden können. Zu den Nutzer*innen zählen sowohl Privatkunden als auch registrierte Händler. Im Interview sprachen wir mit Co-Founder Marco Gargiulo und stellten ihm die bekannten Gründerview-Fragen.

Euer Startup in einem Tweet?

Der Fahrradmarktplatz für Fahrradshops, Werkstätten & Privaten mit dem Ziel den digitalisierten Fahrradverkauf zu vereinfachen und diese deutschland- und europaweit zu vernetzen. Einfach, intuitiv und Nachhaltig!

Wie ist eure Geschäftsidee entstanden; was war der initiale Funke?

Nach einem Bike-Ausflug in Österreich im letzten Jahr waren wir auf der Suche nach „neuen“ gebrauchten Bikes. Wir begaben uns auf die Suche in verschiedenen Portalen.Leider war die gezielte Suche nach unseren Wunschrädern nicht einfach. Kein Portal bot uns die Möglichkeit einer gezielten Suche.
Also setzten wir uns über unseren Weihnachtsurlaub hin und ertüftelten uns ein Portal. Es sollte intuitiv für den Nutzer, gut kategorisiert und mit sinnvollen Filtern aufgebaut sein.

Wie groß ist euer Team, wer gehört dazu und wie habt ihr euch gefunden?

Wir sind Markus, Marco und Tobi. Markus und ich sind seit 20 Jahren gute Freunde. Markus kam im November mit der Idee und einem Rotwein zu mir und wir haben uns entschlossen gemeinsam das Ding zu starten. Der Name secondbikelife und das Design unseres Logos kam Markus, ganz klassisch während dem Duschen. Ich (Marco) hab mich dann hingesetzt und die ersten Tests mit dem Aufbau eines Marktplatzes gemacht. Teammitglied Tobi kam durch einen glücklichen Umstand zu uns.

Wer profitiert von eurer Idee und warum?

Fahrradgeschäfte, Werkstätten und Privatpersonen die auf der Suche nach gebrauchten Fahrrädern sind und diese kaufen oder verkaufen wollen. Wir wollen mit secondbikelife.de versuchen den Gebrauchtfahrradmarkt zu vereinfachen. Gerade im Segment der Mountainbikes und Rennräder wenn wir es schaffen könnten den Nachhaltigkeitsgedanken zu fördern. Denn neu ist nicht immer besser!

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus – gibt es überhaupt schon so etwas wie einen „Alltag“?

Secondbikelife besteht aus Markus und Marco als Gründer und Tobi als unseren Informatiker. Wir machen das aktuell alle noch in Nebentätigkeit. Etwas wie einen geregelten “secondbikelife Arbeitsalltag” gibt es daher nicht.

Wir haben im Team Ziele festgelegt und terminiert und wissen was jeder einzelne zu erledigen hat, um diese auch zu erreichen.

In welches Startup würdest du gerne mal einen Tag Einblick in den Arbeitsalltag bekommen?

Snocks finden wir ganz cool, liegt aber wohl am Gründer und bei Etsy (kein StartuP) würden wir gerne mal reinschauen. Etsy ist ein riesiger Marktplatz für selbstgemachte Dinge. Deren Geschäftsmodell finden wir sehr interessant, da es auch zu uns passen könnte. Wir würden einfach gerne die Strukturen und die Entwicklung neuer Tools sehen. Auch cool wäre der Einblick in die Logistikabteilung von Canyon.

Was ist der nächste große Schritt?

Unser größter Schritt wird es sein unseren Marktplatz zu monetarisieren. Hierfür müssen wir allerdings noch einiges an unserem Marktplatz umsetzen. Der Hauptaugenmerk wird daher bis Ende des Jahres in der Erstellung von secondbikelife 2.0 liegen. Gerade unseren Partnershops wollen wir mehr Möglichkeiten in der Verwaltung ihrer online Darstellung bieten.

Über welche Stolpersteine musstet ihr während der Gründung steigen?

Kommt darauf an wie man Stolpersteine definiert. Im Endeffekt war alles Neuland für uns. Angefangen mit der Wahl der richtigen Gründungsform bis hin zu den technischen Finessen bei der Erstellung unserer Marktplatzes.

Ich denke aber das die Thematik die uns am meisten beschäftigt und für die wir bislang noch keine definitive Antwort gefunden haben, die Wahl nach dem passenden Geschäftsmodell ist.

Habt ihr einen Rat/Tipp an andere Gründer?

Zwei unserer Philosophien sind:

  1. Einfach machen!
  2. Testen durch Probieren!

Von mangelnder Erfahrung sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Wenn ihr Eure Idee für gut genug empfindet dann MACHT!

Aber testet eurer Idee und euer Produkt frühzeitig und regelmäßig. Prüft, ob ihr auf dem richtigen Weg seid. Geht raus und SPRECHT mit euren potenziellen Kunden.

Über secondbikelife:

secondbikelife.de bietet die Möglichkeit Fahrräder, Custombikes, Ersatzteile, Zubehör und Kleidung zu inserieren und ihnen ein zweites Leben zu ermöglichen.

Dein Startup im GründerView? Mail an info(at)techtag.de