Online Gaming rückt immer mehr in den Trend. Allerdings ist es oftmals mit Schwierigkeiten verbunden, einen Gameserver schnell und korrekt aufzusetzen. Diesem Problem widmen sich die drei Gründer des CyberLab-Teams Pockethost. Wir sprachen mit den Foundern Marco, Christian und Theresa und stellten ihnen die bekannten zehn Gründerview-Fragen.

Euer Startup in einem Tweet?

Pockethost revolutioniert Gameserver! Unser flexibles On-Demand Modell und die intuitive App ermöglichen jedem Gamer den Zugang zum eigenen Gameserver – ganz ohne Vorkenntnisse oder technisches Vokabular. So bringen wir Gamer auf der ganzen Welt zusammen.

Wie ist eure Geschäftsidee entstanden; was war der initiale Funke?

Die Gaming Branche boomt – besonders Multiplayer Games. Um Spieler online zu verbinden, bedarf es eines Gameservers. Langwierige Einrichtung, Anmeldung, hohe Preise – bisher hier der Standard. Als Gamer waren wir selbst mit diesen Problemen konfrontiert – das musste einfacher gehen! Mit unserer App haben wir das Problem nicht nur für uns gelöst, sondern einen spannenden Markt entdeckt. Zur Lösung hat die Entwicklung im Bereich Cloud Computing der letzten Jahre zusätzlich beigetragen.

Wie groß ist euer Team, wer gehört dazu und wie habt ihr euch gefunden?

Den Prototyp der App hat Marco entwickelt – unser CTO & Co-CEO. Damit gewann er 2019 den Gründungswettbewerb GROW. Christian und Marco lernten sich dann über ein gemeinsames Projekt kennen. Begeistert von der Idee übernimmt er seitdem den Bereich des Marketings und der Kommunikation. Theresa kam dann als weiterer Gaming-Nerd und Gründungsmitglied für den Bereich Business Development als Co-CEO dazu. Seitdem steht das motivierte Gründungsteam und bereitet Pockethost für den globalen Launch vor.

Wer profitiert von eurer Idee und warum?

Gamer weltweit! Pockethost lässt langwieriges Einrichten der Gameserver, Registrierungsprozesse und technisches Einlesen zur Vergangenheit werden. Mit unserer App kann wirklich jeder einen Gameserver erstellen und bezahlt nur für die tatsächlich genutzte Zeit. Unser On-Demand Modell ermöglicht eine stundengenaue Abrechnung und innoviert das herkömmliche Mietmodell traditioneller Anbieter. Das bedeutet maximale Flexibilität für unsere Nutzer bei deutlich geringeren Kosten. 

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus – gibt es überhaupt schon so etwas wie einen „Alltag“?

Unser Alltag im Startup ist geprägt von Kommunikation, Kreativität und Feedback. Wir arbeiten in einem agilen SCRUM-Modell zusammen, in das wir Pair- und Mob-Programming integrieren. Jeder aus dem Team engagiert sich auch im Customer-Support und spricht jeden Tag mit Kunden – meist über das Ticket System unseres Discords. So stellen wir sicher, dass unsere Kunden immer im Mittelpunkt stehen. Nach Feierabend entspannen wir uns dann gerne im Team als Kunden unseres eigenen Produktes.

Weshalb habt ihr euch für einen Accelerator wie das CyberLab entschieden?

Gerade in der Großregion Karlsruhe ist das CyberLab unserer Ansicht nach die Anlaufstelle für innovative Startups. Besonders das kompetente Netzwerk, der spannende Input vom CyberLab selbst und das Kennenlernen vieler anderer Startups haben uns die Entscheidung leicht gemacht. Wir konnten bereits viel aus dem Accelerator Programm mitnehmen und wertvolle Kontakte knüpfen – darüber freuen wir uns sehr.

Welches Startup hat euch am meisten begeistert oder inspiriert?

Besonders eindrücklich war für uns ein Vortrag von Carsten Waldeck von Shift im Rahmen des Accelerator Programms. Wir waren fasziniert davon, wie bodenständig der Gründer geblieben ist und wie souverän er aufgetreten ist. Die Wertekultur von Shift und ihr nachhaltiger Ansatz entlang der gesamten Lieferkette hat uns sehr beeindruckt. Es ist leicht, sich in der schnellen Welt der Startups zu verlieren. Er hat uns verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich den eigenen Werten bewusst zu sein.

Was ist der nächste große Schritt?

Der globale Release! Mit dem Umzug zu einem Hyperscaler haben wir nun technisch alle Weichen gestellt, um weltweit Server anbieten zu können. Der globale Launch startet gemeinsam mit unserer Marketingkampagne nun zum Ende des Jahres. Bereits fast 150.000 Downloads erzielten wir ohne Marketing auf wenigen freigegebenen Märkten – daher freuen wir uns jetzt riesig auf den globalen Release und sind gespannt auf alles, was die Zukunft bereithält.

Über welche Stolpersteine musstet ihr während der Gründung steigen?

Bereits mit dem Release des MVP bauten wir unsere Support Struktur auf und erhielten früh viel wertvolles Kundenfeedback. Wir merkten, dass wir in der Entwicklung schneller werden mussten. So entschlossen sich Christian und Theresa unter Marcos Anleitung in die Frontend-Entwicklung einzusteigen. Schnell wurde im Team voneinander gelernt und es konnten die Nutzerwünsche nun mit Tempo realisiert werden. Die anfängliche Challenge des Mob-Programmings wurde für uns zum Top Ereignis der Woche.

Habt ihr einen Rat/Tipp an andere Gründer?

A drop in team spirit is way worse than a drop in revenue! Eine wertschätzende Kommunikation, viel Feedback und gute Stimmung – das ist unser Geheimrezept. Feiert auch kleine Erfolge und gebt euch bei Rückschlägen im Team Rückhalt.

Jeder Tag im Startup bringt neue Challenges und so Möglichkeiten für Verbesserung und Wachstum. Das macht das Startup-Leben einzigartig. Daher leben wir: Learning as a Lifestyle.

Über Pockethost:
Die Pockethost GmbH wurde 2021 gegründet und revolutioniert Gameserver. Nutzer können weltweit private Gameserver in nur wenigen Klicks erstellen und mit ihren Freunden spielen. Ganz ohne Vorkenntnisse oder technisches Vokabular, stattdessen mit einem flexiblen On-Demand Modell bringen wir Gamer auf der ganzen Welt zusammen.

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Fabienne Garke ist seit Juni 2021 in der Marketingabteilung des CyberForums als Werkstudentin aktiv. Sie studiert derzeit "Kommunikations- und Medienmanagement" an der Hochschule Karlsruhe und konnte schon vor dem Studium ihre ersten Erfahrungen im Marketing sammeln.