Im GründerView stellen wir in regelmäßigen Abständen die StartUps der Region vor. Mit dem emissionsfreien Volocopter schaffte das Team von e-volo nicht nur einen großen Schritt in Richtung grüne Fortbewegung, auch im Crowdfunding konnte das Karlsruher StartUp auf voller Linie überzeugen. Was man mit einem Invest in Höhe von 1,2 Millionen Euro so macht und was einen Gründer sonst noch beschäftigt, verrät Alex Zosel von e-volo hier im GründerView.

Euer StartUp in einem Tweet!

16.07.2014: e-volo Video vom historischen Erstflug knackt die 10.000.000 Marke auf YouTube

Wer oder was inspirieren dich?

Das Fliegen mit meinem Gleitschirm und Luftfahrtpioniere wie Charles Lindbergh.

Wie und wo kam dir deine Geschäftsidee?

Die Idee hatte mein Partner Stephan Wolf, als er Seinem Sohn ein Spielzeug-Quadrocopter kaufen wollte.

Euer Volocopter konnte binnen kürzester Zeit per Crowdfunding bei Seedmatch die fantastische Summe von 1,2 Millionen Euro erreichen wofür setzt ihr diese Summe ein?

Wir haben einen detaillierten aufwendigen Finanzplan hierfür erstellt. Die eingeworbenen Gelder werden im Wesentlichen für die folgenden Positionen eingesetzt:
–    Materialaufwand Optimierung des bestehenden Prototyp 1 des VC200
–    Patentierungen
–    Personalkosten
–    Zulassungs-Gebühr und Aufwendungen Testflugprogramm
–    sonstige operative Kosten
–    Bau eines seriennahen, gewichtsoptimierten Prototypen 2 des VC200
–    Formenbau für die Serie

e-volo wurde mit diversen Preisen, unter anderem als CyberChampion in der Kategorie Sonderpreis Hightech Pioneer, ausgezeichnet. Wie kann man als StartUp von solchen Auszeichnungen profitieren?

Eigentlich als PR-Instrument. Doch da über uns, auf Grund der Zukunftsvisionen, welche durch unsere Erfindung in den Köpfen entstehen, immer wieder in der Weltpresse berichtet wird, ist das für uns kein Faktor. Für uns ist der Kontakt in das Netzwerk, das hinter solchen Auszeichnungen steht, der wirkliche Mehrwert eines Preises. Wir haben z.B. durch den CyberChampion Award weitere, für uns in Zukunft eventuell wichtige Unternehmerpersönlichkeiten aus der Region Karlsruhe kennen gelernt.

Was glaubst du, wie lange es noch dauert, bis die emissionsfreie Fortbewegung auch auf Langstrecken möglich ist?

Na, mit dem Tesla S geht das doch schon jetzt. Für unseren grünen Hubschrauber gehen wir davon aus, dass in spätestens 10 Jahren die Technik der Batterien sich dahin entwickelt haben.

Welche App darf auf keinem Smartphone fehlen ?

RegenRadar

Was ist deine Empfehlung für die Mittagspause?

Coffee Boxx (Moltkestrasse 44): Marco der Chef kocht selbst Probe und kreiert Hammerrezepte. Seine Salatsauce mit rosa Pfefferkörner ist ein Gedicht!

Karlsruhe ist für Gründer …

… ein heisses Pflaster …

Was ist dein Rat für jeden Gründer?

Tu es, und zwar jetzt. Frage, frage, frage. Der Rat von erfahrenen Unternehmer und deren Netzwerken nutzen. Nicht aber Geld in externe Finanz- und Unternehmensberater investieren – diese machen (ertragsgetrieben) nur bei größeren Unternehmen gute Arbeit.

In deiner Playlist läuft gerade … rauf und runter.

Nix, ich höre DLF, DW und SWR1

Alex und Stephan von e-volo (Bild: e-volo)
Alex und Stephan von e-volo (Bild: e-volo)

Über e-volo und den Volocopter:

Der Volocopter von e-volo ist ein umweltfreundlicher und emissionsfreier bemannter Hubschrauber. Anstatt von einem Verbrennungsmotor wird er von achtzehn elektrisch betriebenen Rotoren angetrieben. Die Steuerung erfolgt sehr einfach mit einem Joystick. Im Unterschied zu jedem anderen Fluggerät ist die Handhabung kinderleicht. Mit dem 2-Sitzer wurden Ende 2013 der Jungfernflug in Karlsruhe durchgeführt. Momentan wird die Serienproduktion vorbereitet.

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