Mit einem Minenarbeiter Geld verdienen – in diesem Fall ist das sowohl für die Spieler als auch für die Spielentwickler zutreffend. „Idle Miner Tycoon“ heißt das Spiel des Karlsruher Startups Fluffy Fairy Games.

Fluffy Fairy Games: Im Februar 2016 wurde das Mobile Games Studio gegründet, das sich im Oktober einen Platz im Karlsruher Accelerator CyberLab sicherte. Mittlerweile sind 13 Mitarbeiter damit beschäftigt, das erste Spiel stetig weiterzuentwickeln.

Idle Miner Tycoon kann dem Genre der Idle bzw. Clicker Games zugerechnet werden. Der Spieler betreibt einen Minenkonzern, gibt seinen Angestellten per Klick Anweisungen und sammelt Gold. Damit können mehr Arbeiter eingestellt werden, Arbeitsprozesse können optimiert und automatisiert werden, wodurch der Umsatz steigt.

Und wie läuft das hinter den Kulissen ab? Wir haben bei Janosch und Daniel von Fluffy Fairy Games nachgefragt.

Fluffy Fairy Games im Interview

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Fluffy Fairy Games, ein neues Startup in Karlsruhe mit aktuell 13 Mitarbeitern. Wir entwickeln Mobile Games für iOS und Android und legen dabei vor allem Wert auf hohe technische Standards.

Außerdem ist unsere Fangemeinde, die immer schneller wächst, für uns von essenzieller Wichtigkeit. Jeder Spieler hat die Möglichkeit, uns direkt zu kontaktieren, Fragen zu stellen und Ideen und Anregungen einzubringen.

So konnten wir in wenigen Monaten bereits über zwei Millionen Menschen begeistern. Auch wir als Unternehmen wachsen täglich an unseren Aufgaben, um das Spielerlebnis und die Langzeitmotivation immer weiter zu steigern.

Wie kamt ihr dazu, ein Spiel zu entwickeln?

Wir wussten schon, dass wir auf jeden Fall wieder ein Startup gründen wollten, da wir mit Uberachiever bereits wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Im nächsten Schritt haben wir uns Gedanken gemacht, was wir schon immer mal machen wollten und was uns auch privat interessiert.

Die Antwort auf diese Frage haben wir schnell gefunden: Games!

Besonders in der mobilen Spieleentwicklung sahen wir große Chancen. Also holten wir uns zwei weitere Gründer an Bord und schon ging’s los.

Was unterscheidet euch von anderen Startups?

Besonders ist bei uns, dass wirklich jeder einzelne Mitarbeiter mit Leidenschaft dabei ist. Wir arbeiten sehr diszipliniert und haben feste Arbeitszeiten, was bei Startups nicht unbedingt üblich ist.

Screenshot von Idle Miner Tycoon
Screenshot von Idle Miner Tycoon

Alle unsere Mitarbeiter, natürlich auch Praktikanten, bekommen die einmalige Chance, von Anfang an bei etwas Großem dabei zu sein. Sie können hautnah erleben, wie sich kleinste Änderungen am Spiel auf unsere Millionen Fans auswirken und lernen, schnell und effektiv zu arbeiten.

Außergewöhnlich an Fluffy Fairy Games: Wir haben keinen Game Designer! Und warum nicht? Weil unsere zuverlässige Community jederzeit in direktem Kontakt mit uns steht und mitentwickelt.

Die Arbeit an unserem Spiel Idle Miner Tycoon ist lange kein Hobbyprojekt mehr, sondern benötigt unsere volle Aufmerksamkeit, um Erfolg zu haben. Wir haben früh erkannt, dass ein paar Stunden Arbeit pro Woche unseren Usern und deren Bedürfnissen nicht gerecht werden können. Die Arbeit in unserem Team ist schnell, produktorientiert und iterativ. Jeder hat eine hohe Verantwortung und wir arbeiten alle zusammen am gleichen Ziel: unser Spiel immer weiter zu verbessern.

Fluffy Fairy Games ist nicht eure erste Gründung – welche Erfahrung nehmt ihr aus Uberachiever mit?

Geschwindigkeit ist alles, denn auch ein minimales Produkt kann hohe Aufmerksamkeit generieren. Kombiniert mit einem motivierten, energiegeladenen Team, das auf das gleiche Ziel hinarbeitet, ist das der Schlüssel zum Erfolg.

Wie sieht euer normaler Arbeitstag aus?

Spätestens um 9 Uhr morgens sind alle im Büro, kurz darauf gibt es unsere erste Teambesprechung, in der wir darüber reden, an was gearbeitet wurde und was als nächstes in Angriff genommen wird. Jeder hat seine festen Aufgaben und normalerweise eine lange To-Do-Liste mit Dingen, die erledigt werden müssen. Da wir ein kleines Team sind, trägt jeder Mitarbeiter bereits von Anfang an Verantwortung.

Manchmal, besonders in der Weihnachtszeit, gibt es Kekse, die am Montagmorgen die Motivation des ganzen Teams steigern und einen guten Start in eine neue Arbeitswoche garantieren. Zum Mittag essen wir immer gemeinsam und spielen auch gerne mal ein Spiel zusammen.

Nach der Pause geht es mit voller Konzentration weiter. Gegen 18 Uhr ist Feierabend, wobei wir alle gern länger bleiben, da es immer noch etwas zu tun gibt. Wir arbeiten zwar bis zum Umfallen, aber wenigstens gibt’s manchmal Süßigkeiten. Am Ende gehen wir mit dem Gefühl nach Hause, wirklich etwas an einem Tag geschafft zu haben und dass die harte Arbeit sich auszahlt.

Wie kann man sich den Alltag als Praktikant bei euch vorstellen? Was macht die Atmosphäre des Fluffy Fairy Büros aus?

Wir sind wie eine kleine Familie, die eng beieinander in einem großen Büro arbeitet. Da wir konstant wachsen, werden wir bald neue Büroräume beziehen. Die Aufgaben sind vielfältig, das Team jung und motiviert. Die Hierarchien hier sind sehr flach, sodass es sich anfühlt, als würde man mit Freunden zusammen arbeiten und nicht mit strengen Vorgesetzten. Wir fördern und unterstützen unsere Praktikanten in allen Bereichen und geben Einblicke in die Spieleindustrie, sowie in den Unternehmensaufbau und die damit verbundenen Wachstumsphasen.

Wer bei uns anfangen möchte, sollte die Schule abgeschlossen haben, zuverlässig arbeiten können und idealerweise immer neugierig auf mehr sein.

Warum habt ihr euch für einen Accelerator beworben?

Das CyberLab bietet uns viele Vorteile. Insbesondere von dem Mentorenprogramm haben wir bereits profitiert. Es ist sehr motivierend zu wissen, dass man Ansprechpartner zur Verfügung hat, die bei anfallenden Problemen oder Unsicherheiten mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zusätzlich gibt es viele andere Startups im CyberForum, mit denen wir uns austauschen und ihre eigenen spannenden Gründungsgeschichten und Ziele erfahren. Aber auch, woran sie verzweifeln oder womit sie hohe Erfolge verzeichnen.

Wie ist der Markt für Mobile Games derzeit?

In der Spieleindustrie herrscht allgemein viel Konkurrenz, der Markt wächst konstant und extrem stark an, gerade der mobile Bereich ist hart umkämpft. Allerdings gibt es wenige größere Firmen in Deutschland, die sich explizit und erfolgreich auf die Entwicklung von Mobile Games spezialisiert haben.

Wir haben mit Idle Miner Tycoon eine Nische gefunden, die sehr vielversprechend ist und viele Millionen Spieler umfasst. Besonders durch Keyword Optimierung ist es uns gelungen, Idle Miner Tycoon in den App Stores sichtbar zu machen.

Wie ist Karlsruhe als Standort für ein Startup im Gaming Bereich?

Der Standort Karlsruhe ist wirklich ein großer Vorteil für uns. Hier haben sich einige namhafte IT- und Softwareunternehmen niedergelassen, was qualifizierte und technikaffine Arbeitskräfte in die Region bringt. Außerdem gibt es noch das KIT gleich um die Ecke, das viele Studenten anzieht.

In der Spieleindustrie gibt es ebenfalls größere Unternehmen in der Gegend, von und mit denen wir lernen können. Was das Ganze noch abrundet, ist die Indiegame-Szene hier in Karlsruhe. Es gibt zahlreiche Events, bei denen Projekte vorgestellt werden und man in einer entspannten Atmosphäre ins Gespräch kommt. Der Standort Karlsruhe ist also für uns perfekt.

Und wann wird es euer zweites Spiel geben?

Wir arbeiten noch an den finalen Planungen und fokussieren uns bis Ende des Jahres ausschließlich auf die Optimierung unseres ersten Titels Idle Miner Tycoon, wobei wir noch tatkräftige Unterstützung in verschiedenen Bereichen gebrauchen können.

Aber so viel sei verraten: im Frühjahr 2017 werdet ihr auf jeden Fall von uns hören!