MDM, BYOD, BPO oder EDI: Die Verwendung von Akronymen und ein gemeinsamer Jargon erlauben eine schnelle Kommunikation in der täglich fortschreitenden IT-Welt. Da die heutige Arbeitskultur immer weniger Zeit für „too much information“ hat und von Basisinformationen lebt, ist es unvermeidbar, sich die grundlegenden Buzzwords anzueignen und über deren Verwendung Bescheid zu wissen. 

9. Cloud Computing

Cloud Computing gehört weiterhin zu den Toptrends der IT und „bezeichnet einen revolutionären Ansatz zur Veränderung der gesamten IT-Landschaft“, so Frank Roth, CEO der AppSphere AG, Anbieter für ganzheitliche IT-Lösungen und -Konzepte. Gerade wenn es um das moderne Arbeiten geht, ist eine zentrale Bereitstellung von Anwendungen und Daten als Voraussetzung zu sehen. Daher greifen Unternehmen auf die virtuelle Wolke zurück, damit zum Beispiel alle Mitarbeiter jederzeit standortunabhängig ihrer Arbeit nachgehen können – ohne aber, dass dafür horrende Kosten anfallen.

8. Design Thinking

„Beim „Design Thinking“ ist der Kunde der Schlüssel für die Produkt- und Dienstleistungsentwicklung, da diese an seinen Bedürfnissen ausgerichtet werden“, erklärt Thomas Reinhold von der ITstrategen GmbH. Im Wesentlichen besteht das „Design Thinking“ aus sechs Schritten: die Definition der Anforderung der Zielgruppe, die Beobachtung dieser, die Verdichtung der gesammelten Beobachtungen, die kreativen Lösungsfindung, das Erstellen von Prototypen und zuletzt dem Test dieser innerhalb der Zielgruppe. Ein Tipp vom Experten: „Vertrauen Sie zum Beispiel bei der Software-Entwicklung mit Unterstützung des ‚Design Thinking‘ auf externe und fachmännische Unterstützung. Auch soziale Netzwerke können bei der Definition und Beobachtung helfen, indem Meinungen und Bedürfnisse der Kunden direkt abgefragt werden.“

7. Big Data

Zu „Big Data“ gehört mittlerweile nicht mehr „nur“ die komplexe Menge großer Daten, sondern auch die Technologie, die zum Sammeln und Analysieren dieser Datenmengen verwendet wird. Unternehmen setzen diese gezielt ein, um ihre internen Abläufe effektiver zu gestalten oder näher an den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden zu sein. Wer „Big Data“ erfolgreich umsetzen möchte, sollte jedoch hinsichtlich der Vorgehensweise und Tools einige Punkte beachten: Unternehmer müssen sich darüber bewusst sein, welche Daten sie erfassen, welche Ergebnisse sie erzielen und wie sie Datenschutzgesetzen entsprechen können. „Außerdem sollten die eingesetzten Hardware-Lösungen skalierbar sein, das heißt, sie müssen mit den Anforderungen und Datenmengen mitwachsen können“, gibt Sebastian Rausch, Geschäftsführer der Rausch Netzwerktechnik GmbH, zu bedenken.

6. Outsourcing

Unternehmen nutzen das Outsourcing, um sich einerseits auf ihre zentralen Geschäftsprozesse konzentrieren und andererseits auf das Fachwissen ihres Partners verlassen zu können. Dabei können ganze Dienstleistungen in andere Hände gelegt werden. „Der elektronische Datenaustausch (EDI) liefert Unternehmen eine Reihe von Vorteilen wie gesteigerte Präzision, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit bei der Übermittlung von Geschäftsdokumenten“, sagt Andrea Weiß, Geschäftsführerin der EDIGrid GmbH. Doch statt auf die Einführung teurer Hard- und Software zu setzen, kann EDI ebenfalls ausgelagert werden: „Unsere Partner lagern ihren EDI in unsere Cloud aus – beziehungsweise übernehmen wir das für sie. Die Anbindungsrate an Geschäftspartner ist hoch, während die Kosten niedrig gehalten werden.“ Unternehmen müssen damit kein spezifisches Know-how aufbauen oder Ressourcen binden.

5. Collaboration

Es ist zu einer Aufgabe der IT geworden, die effiziente Zusammenarbeit von Teams, Abteilungen oder auch externen Partnern eines Unternehmens zu unterstützen. Die zu diesem Zwecke entwickelten Collaboration-Tools tragen dazu bei, die unternehmensinterne und -externe Produktivität zu steigern. „So können Mitarbeiter in einem Social Workplace gemeinsame To-Do-Listen abarbeiten, Mindmaps erstellen, Projekte besprechen, auf Wikis zugreifen oder Kundendaten pflegen – ohne dabei am selben Ort sein zu müssen“, erklärt Dr. Daniel Wilhelm, Vorstand der blueend web:applications AG. „Das steigert die Effektivität um ein Vielfaches und treibt Erfolge voran.“

4. Mobile Marketing

Im Mobile Marketing wird der Trend zur Mobilität genutzt: Werbekampagnen werden per Smartphone oder Tablet an den Konsumenten herangetragen, um die direkte Kommunikation mit bestehenden oder potenziellen Kunden zu verbessern. Auch der Trend zur Personalisierung darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden. „Um potenzielle Botschaften an die richtigen Personen zu bringen, nutzen wir bspw. mehrstufige, kundenindividuelle Programme für personalisierte Inhalte und Angebote“, erklärt Jean Hamacher, Geschäftsführer der Objektkultur Software GmbH. „Wer zukunftsweisende Marketing-Ansätze plant, sollte auch die Lokalität miteinbeziehen – ‘Location-aware-advertising‘ wird als Mobile-Marketing-Trend auch 2016 eine große Rolle spielen.“

3. Workplace Transformation

Mit der Digitalisierung einher gehen die universelle Vernetzung und automatisierte Geschäftsprozesse. So öffnet das „Internet der Dinge“ Unternehmen die Tür für die Gestaltung der künftigen Arbeitsplätze. Mobiles Arbeiten, ein direkter Zugriff auf wichtige Kundendaten und eine schnelle Reaktion auf Anfragen sind mit der „Workplace Transformation“, der Anpassung des Arbeitsplatzes an digitale Fortschritte, elementar geworden. „Vor allem der Außendienst profitiert von der neuen Mobilität“, weiß Gernot Dähne, Geschäftsführer der DeDeNet GmbH. „Neue Aufträge oder Kundenanfragen können direkt über das mobile Endgerät in das System eingepflegt und unternehmensintern schneller weiterverarbeitet werden. Auch Fahrtrouten und Einsatzzeiten im Bereich des Vertriebs sind anhand der erhobenen Daten viel einfacher zu optimieren.“

2. Migration

In der IT-Welt steht die Migration für einen Austausch von Bestandteilen eines Systems: Überholte Systeme werden durch moderne Komponenten ersetzt, um Abläufe effizienter zu gestalten. Ein Umzug betrifft meist neben Hard- und Software auch die vorhandenen Daten, da alle drei Bereiche eng zusammenhängen. Laut Frank Dengler, Geschäftsführer der audriga GmbH, bedeutet die Durchführung einer Migration viel Zeitaufwand und sollte von einem Fachmann unterstützt werden, damit eine funktionstüchtige Infrastruktur gewährleistet ist. „Unser Unternehmen zum Beispiel migriert E-Mails und Groupware-Konten, da ist es enorm wichtig, dass kein Kalendereintrag, keine Aufgabe und kein Ordner verloren geht – und Kunden schnell wieder mit ihren Daten arbeiten können!“

1. MSS (Managed Security Service)

Nicht nur der IT-Markt strebt nach dem Outsourcing – auch die Security-Branche steuert immer mehr auf die Auslagerung relevanter Aufgaben zu. Anwenderunternehmen profitieren dabei neben geringeren Investitionskosten auch von einem geringen Aufwand, indem ein spezialisierter Dienstleister sowohl den Betrieb als auch die Überwachung von Security-Lösungen übernimmt. Gleichzeitig trägt der MSS-Provider dazu bei, dass Cyber-Bedrohungen schnell erkannt und effizient dagegen vorgegangen werden kann. „Wichtig ist es, bei der Auslagerung einen kompetenten Partner an seiner Seite zu wissen, der der auch die Daten nach europäischem Recht schützt und dank seiner umfassenden Kenntnis passgenaue Lösungen für die IT-Sicherheit liefern kann“, rät Jürgen Kolb, Managing Partner der iQSol GmbH.

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