Was passiert in der Web-, Tech- und Startup-Szene? Wir präsentieren lesenswerte Meldungen der letzten Woche, die uns im Netz begegnet sind. Heute mit News zu Trump, Bot-Traffic, kriminellem Aussehen und Zenimax…

Das kriminelle Gesicht?

Forscher der Jiao Tong University in Shanghai haben ein künstliches neuronales Netz entwickelt, das, basierend auf Fotos von Gesichtern, einen Rückschluss auf Kriminalität zieht. The Long + Short nimmt dies zum Anlass für einen spannenden Exkurs: Von der Lehre der Physiognomie im alten Griechenland bis zur Selbstdarstellung in sozialen Netzwerkmedien – und vor allem bis zu den ethischen und moralischen Fragen, die damit zusammenhängen.

Diplomatische Beziehungen zur Digitalwirtschaft

Dänemarks Regierung will auf die geänderten Lebensbedingungen reagieren – mit einem neuen Botschafter-Posten. Ein Digital-Botschafter soll sich zukünftig für die dänischen Beziehungen zu großen IT-Firmen einsetzen, da diese einen ebenso großen Einfluss wie andere Staaten hätten. Diese Entscheidung ruft gemischte Reaktionen hervor. SHZ berichtet.

Bot-Traffic

Mehr als die Hälfte aller Webseiten-Besuche sollen laut einer Untersuchung auf Bots zurückgehen. Und davon sei wiederum ca. die Hälfte schädlichen Bots zuzurechnen. The Atlantic berichtet.

Roboter-Bewegung

Wem das zu abstrakt ist, der kann sich auch Videos von sehr greifbaren Robotern anschauen. Gizmodo veröffentlichte geleakte Videos, die wohl das neueste Modell von Boston Dynamics in Aktion zeigen.

Gaming und VR: Rund um Zenimax

Über Anlass für Schlagzeilen kann sich Zenimax derzeit nicht beschweren. Golem berichtet, dass Zenimax das Entwicklerstudio Escalation Studios übernimmt, welches unter anderem an Features für das 2016 erschienene Doom mitentwickelt hatte.

Wesentlich mehr Schlagzeilen gab es aber natürlich wegen der Entscheidung im Oculus-Prozess. Die Entscheidung der Jury (im Großen und Ganzen zu Zenimax‘ Gunsten) hat möglicherweise neben der nicht unerheblichen Geldstrafe für Facebook-Tochter Oculus ein Verkaufsverbot der VR-Brille Oculus Rift zu Folge. GameStar berichtet.

Kritik am geplanten Datenschutzgesetz

Das Kabinett hat den Entwurf des Datenschutzgesetzes durch Bundesinnenminister de Maizière angenommen. Mit dem Gesetz soll die EU-Datenschutzreform umgesetzt werden. Doch es hagelt Kritik: Bürgerrechte würden ausgehebelt werden, warnt heise. Die Zeit spricht von „Geschenken an die Wirtschaft“. Und netzpolitik kommentiert, dass der Datenschutz gerade für sensible Daten aufgeweicht werde.

Wie digital ist Deutschland?

Enorme Wachstumsraten in allen digitalen Bereichen – so könnte man den Digital Report 2016 der Agentur We Are Social zusammenfassen. Und die Bundesrepublik? Bei der Handynutzung liegt Deutschland im Vergleich an der Spitze. Was mobilen Internetverkehr betrifft, gebe es hingegen Nachholbedarf. Die wichtigsten Ergebnisse werden von We Are Social zusammengefasst.

Die Trump-Woche: Tech-Branche als Fünfte Gewalt?

US-Präsident Trump macht dauerhaft Schlagzeilen, auch in Bezug auf die IT- und Tech-Branche. Wer genug von Nachrichten aus den USA hat, der sollte daher nicht weiterlesen. Für alle anderen folgt der Wochenrückblick auf die Themen der US-amerikanischen Digitalbranche.

Präsident Trump eckt an und es macht den Anschein, als würde sich innheralb der Tech-Branche Widerstand formieren. Amazon und Expedia gaben bekannt, die Klage des Staates Washington zu unterstützen (Golem berichtete). Google, Airbnb und Netflix beraten, ob auch sie mitziehen werden (FAZ berichtete).

The Verge hat sich die Mühe gemacht, die Reaktionen auf Trumps Einwanderungspolitik zu sammeln und zu sortieren – von stark, beispielsweise von Tech-Inkubator Y Combinator, bis schwach, wie beispielsweise von Adobe.

Game-Publisher Devolver Digital setzt sich dafür ein, dass bei der Game Developers Conference in San Francisco auch die Entwickler vertreten sind, die nicht einreisen dürfen (Motherboard berichtet).

Airbnb bot kostenlose Unterkunft für alle, die durch die geänderten Einreisebedingungen festsitzen (z. B. BBC).

Facebook-Chef Marc Zuckerberg veröffentlichte einen persönlich anmutenden Post auf seinem sozialen Netzwerk, in dem er die Immigration seiner Ur-Großeltern und der Eltern seiner Frau hervorhob (z. B. heise) .

Recode prophezeit (oder hofft?), dass die Kooperation zwischen Trump und dem Valley wenig harmonisch verlaufen wird.

Wer nun verstehen will, wer wie mit wem zusammenhängt – für das Geschäftsnetzwerk des US-amerikanischen Präsidenten gibt es eine Datenbank inklusive interaktiver Infografik. WIRED stellt Trump Connections vor. Und hofft auf noch mehr Tech-Bosse gegen Trump, die für das alte Google-Motto einstehen: Don’t be evil.

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