Was passiert in der Web-, Tech- und Startup-Szene? Wir präsentieren lesenswerte Meldungen der letzten Woche, die uns im Netz begegnet sind. Heute mit dem Faktenfinder der ARD, UNESCO-Appell zur Erhaltung von Software und Orwells Rückkehr in die Kinos.

Faktenfinder: ARD startet Portal gegen Desinformation

„Der Kampf gegen gezielte Falschmeldungen und Desinformation lässt sich nicht durch Gesetze gewinnen. Es ist vielmehr Aufgabe von Journalisten und Medien, über dieses Problem aufzuklären“, so ARD-Chefredakteur Ralf Gniffke. Mit dem Portal Faktenfinder will sich die ARD dieser Aufgabe stellen – denn besonders im Wahljahr können Falschinformationen spürbare Folgen verursachen. WIRED berichtet.

UNESCO: Software-Erhaltung ist Regierungssache

Software ist die Architektur der digitalen Welt, in der wir leben. Der Einfluss auf unsere Kultur ist substanziell – und wie jedes Kulturgut sollte Software daher bewahrt und erhalten bleiben. Das fordert die UNESCO und sieht diese Aufgabe bei Regierungen. MOTHERBOARD berichtet.

Das Wetter macht die Musik

Was hört man auf Spotify bei Regen, Schnee oder Sonne? t3n berichtet über Climatune, eine Seite, die genau das zeigt.

Das Smartphone als Tresor für Erinnerungen

Das letzte Foto vom eigenen Haus, bevor es durch Bomben zerstört wurde; Oder das letzte Selfie des Sohns, bevor er bei einem Angriff ums Leben kam. Ein britischer Fotograf dokumentierte Schicksale von Flüchtlingen, indem er sich die Geschichte hinter ihren liebsten Smartphone-Fotos erzählen ließ. WIRED hat mit ihm gesprochen.

Social Media: Geheim gibt’s nicht

Der FBI-Direktor James Comey forderte das Internet mit Aussagen über seine privaten Social Media Accounts nahezu heraus – es dauerte nur vier Stunden, dann waren seine „geheimen“ Accounts von einer Journalistin gefunden. Ohne Hacks, eigentlich nur mit Google und der Twitter-Suche. Die Zeit berichtet über die Recherche – und erklärt, warum soziale Netzwerke nicht für Anonymität gemacht sind.

China: Methoden der Internet-Zensur

Im Internet-Freiheits-Ranking der NGO Freedom House belegt China den letzten Platz. Es werden aber nicht einfach Posts gelöscht, die chinesische Zensur folgt einer ausgereifteren Strategie. Die Regierung lässt Regimekritik häufig zu. Schnell zensiert hingegen werden Beiträge, die zu Zusammenschlüssen und Protesten führen könnten. Ein weiterer Zensur-Mechanismus: Ablenkung durch mehrere Millionen Posts, die von Regierungsmitarbeitern verfasst werden. Im Netzpiloten Magazin werden Ergebnisse aus Untersuchungen der chinesischen Internetzensur zusammengefasst.

Freiheit: „zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist“

Der 4. April war bewusst gewählt – an diesem Datum beginnt die von George Orwell erdachte Romanfigur Winston Smith sein Tagebuch. „1984“ war nach Trumps Amtsantritt plötzlich wieder ein Bestseller und am Dienstag wurde in zahlreichen US-amerikanischen Kinos die Verfilmung von Michael Radford gezeigt – als Appell für demokratische Verantwortung. Und als Protest gegen eine Welt der alternativen Fakten. Der Deutschlandfunk berichtet.

KI: Motor der digitalen Revolution

Während Angela Merkel 2013 noch vom Internat als Neuland sprach, war Google bereits mitten im Rennen um künstliche Intelligenz. Netzökonom beschreibt die Rolle, die KI als Motor der digitalen Entwicklung spielen wird.

Fachkräftemangel: Sicherheitsbehörden suchen Hacker

Besonders in Deutschland ist das Bild, das Hacker von Sicherheitsbehörden haben, nicht besonders positiv. Das wird auch an einem prekären Fachkräftemangel sichtbar. Behörden wie BND und BKA brauchen immer mehr IT-Spezialisten in ihren Reihen, können die offenen Stellen jedoch kaum besetzen. Nicht nur die moralisch oder ideologisch bedingte Abneigung ist ein Hindernis – auch das vergleichsweise schlechte Gehalt und die bürokratische Atmosphäre schrecken meist ab. Die Süddeutsche Zeitung berichtet.

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