Was passiert in der Web-, Tech- und Startup-Szene? Wir präsentieren lesenswerte Meldungen der letzten Woche, die uns im Netz begegnet sind. Heute mit digitaler Gefühls-Achterbahn, deutschen Gründer-Hochburgen und Musikmaschinen aus Matrjoschkas…

Begriffsklärung: Troll-Armeen und besorgte Eier

In der aktuellen Debatte um Fake-News und Social Bots begegnen uns jede Menge Begriffe – und nicht immer werden sie korrekt verwendet. Netzpolitik.org will weiterhelfen und bietet Definitionen der wichtigsten Ausdrücke.

Kartografie des Internets: Das Ökosystem der Fake-News

Man diskutiert über Fake-News, ihre Rolle, ihre Verbreitung durch Facebook – doch wo kommen sie genau her? Ein Wissenschaftler der Elon University North Carolina hat Daten gesammelt, ausgewertet und genau hingesehen.

Fortune fasst die Untersuchung zusammen.

Rückkehr zum Text: Soziale Medien als Diskurs-Killer

„Wir amüsieren uns zu Tode“ – mit diesem Titel beeinflusste Neil Postman ab 1985 einen großen Teil des Diskurses über Medien. Oberflächliche Information, als Unterhaltung verpackt. Dies führe zu einem falschen Gefühl der Informiertheit. Und das sei gefährlich für eine Demokratie. Postman bezog sich damals auf das Fernsehen –  doch sein Gedanke lässt sich auch auf das Medium Internet übertragen.

Das ursprüngliche, ideale Internet habe eher der Welt der Bücher angehört: Viel Text und Quellenarbeit in Form von Hyperlinks. Doch dies habe sich geändert. Das „neue“ Internet sei bildlastig. Und zusätzlich verschärfe die Personalisierung des Internets der sozialen Medien und Algorithmen Postmans ursprüngliche Kritik.

Sorgen „Neue“ Medien für ein Komplettversagen des gesellschaftlichen Diskurs? Hossein Derakshan mit einem interessanten Beitrag zur aktuellen Debatte bei MIT Technology Review.

Bildungssystem: Facebook auf den Lehrplan

Wenn sich im Bildungssystem nichts ändert, haben wir das Problem einer digital abgehängten Generation. Christian Stöcker präsentiert in seiner Spiegel-Kolumne drei Themen, die alle Schüler im Unterricht behandeln sollten, um für das Leben in der digitalisierten Welt gewappnet zu sein.

Deutschland, digital gescheiterter Staat?

Tobias Burkhardt hat Sorge, dass Deutschland den digitalen Anschluss verliert. Und hat dabei nicht nur technische, sondern vor allem politische und soziale Folgen im Auge.

Seine Lösung: eine Akademie für digitale Transformation. Im Interview mit enorm stellt er diese vor.

Deutschland, digital doch nicht so schlecht?

Ganz so düster sind die Aussichten vielleicht auch nicht. Den Zahlen des „State of European Tech 2016“-Berichts kann man für Deutschland auch Positives entnehmen. Zumindest was das digitale Potenzial betrifft, zeigt Wired.

Kampf der Kulturen: Digitalisierung von Nachrichten

Automation verändert viele Bereiche – aber besonders im Nachrichtensektor ist diese Veränderung eine Revolution. Tech-Unternehmen ersetzen Medienhäuser als Nachrichtenlieferanten. Und der Wert von Facebook, Google und Co habe eine Entwertung des politischen Kapitals klassischer Nachrichtenmedien zur Folge.

Dass sich klassische Zeitungen digitalisieren müssen, ist klar. Über die Strategie herrscht hingegen keine einheitliche Meinung. Und wenn es eine Strategie für die Digitalisierung eines Verlagshauses gibt, dann wird ein entscheidendes Problem sehr sichtbar: „kulturelle Unterschiede“ zwischen (traditionellen) Journalisten und Technologen.

Emily Bell analysiert und präsentiert in der Columbia Journalism Review interessante Einblicke.

Startup-Ländle? Deutsche Gründer-Hochburgen

Die Idee für das Startup ist da – aber wo soll es hingehen? Deutschlands Gründerszene ist mehr als nur Berlin. ze.tt hat sich umgesehen und stellt Deutschlands Startup-Hochburgen vor. Natürlich mit dabei: Stuttgart / Karlsruhe.

Researchgate-Gründer: Verkauf ist Misserfolg

Von Nobelpreisen, Werbung für wissenschaftliche Produkte und der Möglichkeit eines Börsengangs: t3n interviewte Iljad Madisch.

Digitale Assistenz: Datenkraken im Wohnzimmer?

Wenn es um Digitale Assistenz geht, beispielsweise von Google, Apple und Amazon, so geht es meist um diesen Konflikt: Privatsphäre vs. Komfort. Egal seien den meisten Bürgern ihre Daten nicht – der Bruch der Privatsphäre geschehe im digitalen Zeitalter allerdings meist unbemerkt.

„Ich habe ja nichts zu verbergen“ – die Zeit argumentiert dagegen.

Abhören: Politischer Wille und Gesetz

Der politische Wille zum Abhören von WhatsApp und anderen Messenger-Diensten sei da – die juristische Grundlage auch? Deutschlandfunk liefert einen Überblick über die derzeitigen Positionen und Rahmenbedingungen im Überwachungs-Streit.

Musikmaschinen: Murmeln und Matrjoschkas

Zum Schluss: Musikinstrumente der Moderne. Eine sehens- und hörenswerte Sammlung der verrücktesten Exemplare bei WIRED.

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