Unter dem Motto „Love out loud“ steht die mittlerweile elfte re:publica. Die Digitalkonferenz, die inzwischen weltweit zu den wichtigsten Konferenzen zum Thema digitale Gesellschaft zählt, hat sich in diesem Jahr dem Thema Hass im Netz angenommen. Fake News, die sich im Netz wie von selbst verbreiten und Hassreden, die Menschen radikalisieren sollen sind große Probleme unserer Zeit, denen sich keiner entziehen kann. Aber auch die Presse- und-Meinungsfreiheit sind nichts Gegebenes und in diesen Zeiten besonders schützenswert.

Dass Pressefreiheit in unserer so aufgeklärten Welt sogar etwas ist, das zurück erkämpft werden muss, zeigten nicht zuletzt die eindringlichen Keynotes von Can Dündar, Ramy Raoof, Márton Gergely und Katarzyna Szymielewicz. Was kann also jeder Einzelne von uns tun, um sich nicht in den Sog von Fake News und Hassreden ziehen zu lassen? Sich vernetzen,solidarisieren, informieren und einfach wieder nett zueinander sein. Für techtag war ich unterwegs auf der re:publica, einer Konferenz die aufwecken möchte. Im Folgenden findet ihr meine Eindrücke des ersten Konferenztages.

1. Buntes Publikum, buntes Programm

Bei dieser Anzahl an Besuchern kann man schon einmal den Überblick verlieren (Bild: techtag)

Ein Konglomerat aus Messe, Workshops, Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Feierei ist die re:publica auch in diesem Jahr. Über fünftausendfünfhundert Programmpunkte und tausendeinhundert Sprecher und achtzehn Tracks erwarten die Gäste an drei Tagen.

2. Loving out loud for those who are being silenced

Demokratie ist nichts, was uns geschenkt wird. (Bild: techtag)

Auf Stage 1 versammelte sich das ganze Publikum zur ersten Keynote, die zur Zivilcourage aufrief. Speaker waren Can Dündar, ehemals Chefredakteur der Zeitung „Cumhuriyet“, der wegen einem Artkel über Waffenlieferungen im türkischen Gefängnis saß. Der Sicherheitsforscher und Netzaktivist Ramy Raoof aus Ägypten, dessen Smartphone staatlich ausgespäht wurde. Márton Gergely, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der ungarischen Tageszeitung „Népszabadság“, die vom Regime eingestellt wurde und die Polin Katarzyna Szymielewicz, Vorsitzende der Panoptykon Foundation, die gegen fehlende Beteiligung von Bürgern bei politischen Entscheidungsfragen kämpft.

3. Heimatgefühle auf der re:publica

Der Messestand des Landes Baden-Württemberg (Bild: techtag)

Auch das Ländle hatte im fernen Berlin seinen eigenen Messestand. Bei #freubier, #BigApple und #InstaGold konnte man sich über den digitalen Standort Baden-Württemberg informieren.

4. Ohne Filter sieht man besser

Einmal durch die rosarote Brille schauen (Bild: techtag)

Den Begriff Filterblase bekommt man beim Messestand des ZDF passend vorgeführt. Dank verschiedenfarbiger, transparenter Folien in rot, blau und grün bekommt man 3 mal verschiedene Bilder angezeigt.

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