„Büro ist, wie unter den Haien zu schwimmen“, sagte Bernd Stromberg einst in der nach ihm benannten Fernsehserie. So schlimm wird es bei den meisten von uns wahrscheinlich nicht sein, dennoch kennt sicher jeder, der schon einmal im Büro gearbeitet hat, so manche unangenehme Kleinigkeit: die Luft ist stickig, die Tastatur staubig, hier und da quält man sich durch Kabelsalat und zusätzlich dazu lässt man sich von eingehenden E-Mails ablenken. Wer damit Schluss machen möchte, muss keine großen Geschütze auffahren. Ein paar einfache Kniffe bewirken manchmal Wunder.

Office Hacks: Kleine Kniffe mit großer Wirkung

Das „Do-it-yourself“ für besseren WLAN-Empfang

Wer Zuhause einen WLAN-Router hat, wird es vielleicht kennen: nicht in allen Räumen ist das Signal gleich gut. Gerade im Home Office kann ein WLAN-Verstärker daher sehr hilfreich sein. Für den Anfang geht es aber auch einfacher: Mit einem Stück Pappe und Aluminiumfolie kann das Signal des Routers in die richtige Richtung gelenkt werden. Eine „Bauanleitung“ gibt es hier:

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Schluss mit wilden Kabeln!

Wo viele elektrische Geräte im Einsatz sind, da mangelt es nicht an Kabeln. Großraumbüros sind damit naturgemäß der perfekte Lebensraum für Kabelsalat. Jeder der schon einmal seinen Laptop einstöpseln wollte und wieder mal zehn ineinander verdrehte Kabel vorfand, wird es nur zu gut kennen. Wer beim nächsten Mal nicht schon wieder gefühlte Stunden mit Entknoten verbringen möchte, der kann sich Abhilfe mit Kabelbindern aus leeren Klopapierrollen verschaffen. Dazu reicht es, die wilden Kabel aufzuwickeln und diese in den leeren Rollen zu platzieren. Das Ganze ordentlich in einer Schublade oder einem Karton verstaut, spart Zeit und Nerven.

Sauber, auch zwischen den Tasten

Wenn die Tasten bei jedem Tastenanschlag klemmen oder zu sehen ist, was es in der letzten Zeit zu essen gab, dann ist höchste Zeit für eine Reinigung. Wer nicht mühsam alle Tasten einzeln ausbauen möchte, kann sich alternativ ein Post-it, als alternatives Reinigungsgerät schnappen. Dabei genügt es, mit der klebenden Seite zwischen den Tastaturreihen entlangzufahren.

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(Bild: Julie Johnson / Unsplashphotos)

Kugelschreiberfedern: metallisch, praktisch, gut!

Wackelkontakt adé: Kopfhörer und Ladekabel haben die Eigenschaft, dass sie an der Verbindung zum Stecker abknicken, was langfristig zu Verschleiß und damit zum Wackelkontakt führt. Die Lösung des Problems wird wahrscheinlich jeder auf seinem Schreibtisch liegen haben: Kugelschreiberfedern. Dazu genügt es,das Kabel in die Feder zu fädeln und am Steckerende zu platzieren. Die sensiblen Kabel sind damit künftig geschützt.

Office Hacks: arbeite smart, statt hart!

Das grüne Büro: Pflanzenfreu(n)de für den Schreibtisch

Fristen in eurem Büro Pflanzen ihr Dasein als Staubfänger? Zeit etwas zu ändern, denn Pflanzen sind nicht nur schön, sondern auch durchaus praktisch. So fand eine Studie der University of Exeter heraus, dass Büropflanzen das Wohlbefinden bis zu 47% steigern können. Je nach Größe können Pflanzen obendrein den Lärmpegel senken. Wer keinen Platz oder keinen grünen Daumen hat, muss dennoch nicht verzagen. Kräuter, wie beispielsweise Minze oder Basilikum, eignen sich hervorragend für jeden noch so kleinen Schreibtisch und sind dazu pflegeleicht. Neben neu gewonnenem Sauerstoff, kann man auch so einfach sein Mittagessen nachwürzen.

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(Bild: Sam X / Unsplashphotos)

Pomodoro-Technik: Konzentration im Intervalltakt

Produktivitätstechniken und Selbstmanagement Methoden, um fokussierte zu arbeiten, gibt es wie Sand am Meer. Allerdings ist im hektischen Büroalltag vieles schnell vergessen: man muss ein wichtiges Projekt fertig machen, wird allerdings ständig durch Anrufe, Kollegen oder E-Mails abgelenkt. Die Pomodoro-Technik hilft ein imaginäres „Bitte nicht stören“-Schild aufzuhängen und sich im Intervalltakt auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Die Methode ist dabei denkbar einfach: Vor dem Beginn der Aufgabe notiert ihr euch, was alles zu erledigen ist. Danach wird der Wecker oder eine Stoppuhr auf 25 Minuten gestellt. In diesem Zeitabschnitt heißt es: konzentriert arbeiten. Nach Ablauf der Zeit, schreibt ihr auf, was ihr von euren Aufgaben erledigt habt. Danach ist eine fünf-minütige Pause erlaubt. Auf diese Weise wird in vier Intervallen weitergearbeitet. Nach vier solcher Intervalle folgt eine halbstündige Pause. Die Methode eignet sich besonders bei wichtigen Aufgaben, bei denen eine Deadline gesetzt wird.

Leistungskurven: nicht gegen den eigenen Rhythmus arbeiten

Im Laufe des Arbeitstages kommen wir in verschiedene Phasen unserer Aufmerksamkeit – mal arbeiten wir konzentriert, in anderen Momenten fühlen wir uns müde und können uns einfach nicht fokussieren. Daher macht es Sinn, seine Aufmerksamkeit zu beobachten: ist man eher ein Tagesmensch (Lerche) oder geht die Arbeit erst gegen Nachmittag richtig gut von der Hand (Eule)? Wer seine Arbeitszeiten flexibel gestalten kann, der sollte daher die Chance nutzen und seine Aufgaben möglichst an der jeweiligen Leistungskurve ausrichten.

Bewegtes Sitzen, statt Bewegungsmangel

Wir verbringen einen Großteil unseres Lebens sitzend – Schreibtischarbeiter kommen sogar auf bis zu elf Stunden am Tag. So viel zu sitzen ist allerdings alles andere als gut für unseren Körper. Bewegungsmangel hat weitreichende Folgen und kann, neben Verspannungen und Rückenproblemen, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Stoffwechselstörungen erhöhen. Umso wichtiger ist es, seinen Arbeitsplatz ergonomisch einzurichten – bestenfalls mit höhenverstellbaren Schreibtischen. Ebenso sind bewegte Pausen hilfreich. Wieso nicht einfach einmal Telefonate im Stehen erledigen, Arbeitsmittel nicht direkt am Arbeitsplatz lagern oder sich mit Kollegen einfach zu kleinen Bewegungspausen verabreden?