NEO2018 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhen sucht in diesem Jahr bundesweit die innovativsten und in der Realität erprobten Ideen für Zukunftsquartiere. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, Wissenschaftseinrichtungen sowie Institutionen, Unternehmen und Vereine aus Deutschland. Einsendeschluss für die Kurzbewerbung ist der 3. Juni 2018.

Zukunftsquartiere – Wohnen, Arbeiten, Produzieren

„Wir loben den NEO zum Thema Zukunftsquartiere aus. Damit möchten wir in diesem Jahr Beispiele für modernes Wohnen, Arbeiten und Produzieren finden, präsentieren und auszeichnen“, erläutert Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, „Die Entwicklungen bei den Quartieren der Zukunft sind in den letzten Jahren beeindruckend. Dies können wir auch bei uns in der Region beobachten, wo durch das Zusammenspiel der Kernkompetenzen Mobilität, Energie und Digitalisierung bereits wichtige Lösungen entstanden sind.“

„Der NEO hat sich in den letzten Jahren zu einem renommierten Markenzeichen für die Preisträger entwickelt. Innovationen und insbesondere die Menschen dahinter erfahren mit dem mit 20.000 Euro dotierten Preis eine hohe Aufmerksamkeit.“, so Ehlgötz weiter.
In diesem Jahr sollen mit dem NEO Zukunftsquartiere ausgezeichnet werden und damit den Fragen nachgegangen werden: Welche baulichen und technologischen Voraussetzungen sind notwendig und förderlich? Wie kann ein solches Zukunftsquartier energieautark oder CO2-frei sein? Welche Vernetzung ist heute sinnvoll, wie hilft sie Bewohnern und Nutzern, nicht auch zuletzt in finanzieller Hinsicht?

NEO – seit diesem Jahr erstmals bundesweit

Mit dem NEO, dem Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe, werden seit 2010 Innovationen für die Welt von morgen ausgezeichnet. Jedes Jahr steht unter einem aktuellen Zukunftsthema, seit 2018 werden bundesweit Bewerbungen angenommen. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen und weitere Hintergründe finden Sie unter: www.trk.de/neo2018

Stimmen und Zitate zum Thema „Zukunftsquartiere“

„Zukunftsquartiere sind die Antwort auf den vielfältigen Wandel, dem unsere Städte gegenüberstehen und zugleich eine Herausforderung für Stadtplanung und Technologie, für die Karlsruhe mit der Entwicklung des Räumlichen Leitbilds ein strategisches Konzept entwickelt hat. Zukunftsquartiere entwickeln heißt – begleitet durch einen zeitgemäßen Beteiligungsprozess – für Themen wie Klimaanpassung, sozialgerechtes Wohnen, Mobilität, Anforderungen der grünen Stadt, zukunftsweisende Arbeitsstandorte, technologischen Wandel, demografische Entwicklung mit hoher Relevanz in guter Erreichbarkeit (5-Minuten Stadt) eine Lösung zu finden.“ Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.

„Ein Zukunftsquartier funktioniert weitgehend klimaneutral und bietet Lebensqualität für Jung und Alt. Ziel sind Quartiere mit wenig Lärm, sauberer Luft, artenreichen Grünflächen, guter Nahversorgung, Barrierefreiheit und sozialem Zusammenhalt. Das ist unsere gemeinsame Herausforderung und die Politik kann und muss den Rahmen dafür schaffen.“ Dr. Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg.

„Ein Zukunftsquartier vereint Altes mit Neuem. Die gewohnte bebaute Umgebung, mit der sich die Bürgerinnen und Bürger identifizieren, wird mit den Errungenschaften der Digitalisierung und den Möglichkeiten der Smart City verknüpft. Dieser anspruchsvolle Spagat zwischen Bewahren und Fortentwickeln kann nur gemeinsam mit den Betroffenen gemeistert werden. Das erfordert Mitwirkung, Kommunikation und vorausschauende Stadtentwicklung und -erneuerung. Das Zukunftsquartier muss für die dort lebenden und arbeitenden Menschen lebenswert sein, denn nur dann wird es auch wirklich dauerhaft zukunftsfähig sein.“ Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.

„Das Quartier der Zukunft ist integriert, intelligent und zukunftsweisend. Moderne Lebenswelten sind wie komplexe Organismen, die sich ständig an neue Anforderungen anpassen und die Bedürfnisse der Menschen aufnehmen. Mit der Planung und dem Bau eines neuen Quartiers entsteht die Zukunft. Neue Lösungen und technischer Fortschritt gehören dabei zu den entscheidenden Faktoren. Ob Energie, Kommunikation, Smarte Services oder Sicherheitslösungen – die EnBW schafft die Infrastruktur für das Quartier der Zukunft, den Lebens- und Wirtschaftsraum von Morgen und damit mehr Lebensqualität.“ Michael Gutjahr, Leiter EnBW Regionalzentrum, EnBW Energie Baden-Württemberg AG und stv. Aufsichtsratsvorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.

„In unseren Stadtquartieren von morgen sollten die vielfältigen Funktionen des Stadtlebens wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Versorgung in kommunikativer Nachbarschaft vereint sein. Die Arbeitswelten der Zukunft lassen die traditionellen Trennungen auflösen, um die work-life-balance zu optimieren. Als Kontrapunkt zur zunehmenden Digitalisierung sollte im Zukunftsquartier der direkte Dialog der Bewohner und Nutzer befördert werden durch Plätze und Orte der Begegnung. Quartiere dieser Art werden ansatzweise realisiert in Baden-Baden im Wohnquartier Wörthstraße, dem neuen Quartier Ooswinkel oder im künftigen Quartier ‚Wohnen am Tannenhof‘ beim SWR.“ Margret Mergen, Oberbürgermeisterin der Stadt Baden-Baden und Mitglied im Aufsichtsrat der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.

„Ein Ort, an dem der lebendige Austausch zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft selbstverständlich ist – das macht für mich ein Zukunftsquartier aus. Große Herausforderungen wie Energiewende, Mobilität der Zukunft, Informationsgesellschaft und Digitalisierung, aber auch das weite Thema Nachhaltigkeit kann die Wissenschaft nicht allein lösen. Sie braucht dazu den intensiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Reallabore sind dafür ideale Beispiele. Dazu zählt auch ‚KIT findet Stadt‘ in der Karlsruher Oststadt. Eingebettet in das Projekt ‚Quartier Zukunft‘ des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT entwickeln Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern und anderen lokalen Akteuren Konzepte dafür, wie wir unser Leben in Städten organisieren können. Dabei lernen alle Beteiligten voneinander.“ Prof. Dr. Thomas Hirth, Vizepräsident für Innovation und Internationales am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Mitglied im Aufsichtsrat der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.

Quelle: Pressemitteilung, TechnologieRegion Karlsruhe