Amazon Alexa, Google Home – im Zusammenhang mit dem Thema „Smart Home“ liest man diese Begriffe am häufigsten und auch im letzten Weihnachtsgeschäft waren die digitalen Sprachassistenten der Renner. Das Thema Smart Home bietet allerdings viel mehr Möglichkeiten. Da ist es im ersten Schritt nicht relevant, ob man sich nun für einen digitalen Assistenten entscheidet oder nicht – Smart Home spielt vor allem beim Thema Energiemanagement eine immer wichtiger werdende Rolle.

Die Dezentralisierung der Stromerzeugung ruft neue Marktteilnehmer hervor und gerade Startups entdecken diesen Bereich in den letzten Jahren immer mehr für sich. Acceleratoren, Inkubatoren und andere Netzwerke für die „Green Startup Economy“ schießen aktuell wie Pilze aus dem Boden. Viele haben sich zum Ziel gesetzt, nicht nur den Wohnkomfort deutlich zu erhöhen, sondern besonders auch Energie und Kosten zu sparen.

Effizientere Energienutzung in privaten Haushalten: Smart Home kann helfen

Aber wie lässt sich mit Smart Home Geräten tatsächlich Geld sparen? Schaut man auf die Zahlen sieht man, dass über 36% der Deutschen bereits Smart Home Produkte nutzen, mehr als 40% sind interessiert zumindest interessiert daran. Der Einstieg erfolgt zumeist über das Thema Licht- oder Heizungssteuerung, weil es in diesem Bereich die günstigsten Einsteigersets bzwbeziehungsweise. Produkte gibt. Eine smarte Glühbirne einbauen, die man mit seinem Smartphone steuern kann, das ist ein einfacher Anwendungsfall.

Die Kosten für eine intelligente Heizungssteuerung sind moderat

Wie sieht es aber aus mit komplexeren Systemen, beispielsweise im Bereich der Heizungssteuerung? Es gibt sehr zuverlässige Geräte verschiedener Hersteller zu günstigen Preisen. Diese sind einfach einsetzbar und für die Installation muss man weder Heizungsbauer noch IT-Fachmann sein. Im Alltag ist die tatsächliche Einsparung natürlich auch davon abhängig, wie fein die Einstellungen vorgenommen werden.
Die Anschaffungskosten für eine dazu notwendige Steuerzentrale, Tür- und Fenstersensoren sowie digitale Heizkörperthermostate liegen für einen Drei-Personen-Haushalt mit einer Wohnfläche von 70 Quadratmetern je nach gewähltem System und der Anzahl der Thermostate und Sensoren zwischen knapp 240 und 550 Euro. Geht man von einer mittleren Einsparung von 15 Prozent aus und durchschnittlichen Kosten von rund 420 Euro, so haben sich die Investitionen schon nach 3 bis 4 Jahren amortisiert.

Deutliche Einsparungen sind möglich

Nach dem Heizkostenspiegel 2015 der gemeinnützigen co2online gGmbH liegen die Brennstoffkosten für Öl, Gas, Fernwärme oder Holz für einen Haushalt mit einer 70 Quadratmeter großen Wohnung durchschnittlich bei rund 830 Euro im Jahr. Legt man eine Einsparung von mindestens 5 und bis zu 30 Prozent durch eine smarte Heizungssteuerung zugrunde, könnte ein entsprechender Haushalt seine Kosten zwischen etwa 41 und 250 Euro pro Jahr senken. Bei rund 41 Millionen Haushalten könnten die deutschen Haushalte so insgesamt zwischen 1,5 und 9 Milliarden Euro im Jahr einsparen. Hinzu kommt ein ordentlicher Beitrag zum Klimaschutz mit einer massiven CO2-Einsparung durch den geringeren Verbrauch fossiler Energieträger.

Fazit

Beim Thema Smart Home geht es nicht nur um mehr Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden, sondern letztendlich auch darum, den Geldbeutel zu schonen. Wer also darüber nachdenkt, sein Zuhause „smart“ zu machen, wird unweigerlich auch auf die Themen Energiemanagement und Heizungssteuerung stoßen. Smart Home wird größtenteils bereits positiv aufgefasst, die Themen Kosten, Zweifel am Datenschutz und der tatsächliche Mehrwert, den Smart Home-Produkte bringen, beschäftigen die Nutzer, hindern sie aber nicht daran, smarte Produkte in ihrem Haushalt einzusetzen. So wird das Thema Smart Home früher oder später den Massenmarkt erreichen. Und wenn man dabei noch seinen CO2-Fußabdruck reduzieren und aktiven Klimaschutz leisten kann, ist das doch eine gute Sache.

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