Bislang definierten sich Smartphones in erster Linie über ihr Design, die Auflösung der Kamera und die Taktrate des Prozessors. Beim am Montag vorgestellten Huawei Mate 10 Pro dreht sich hingegen alles um das Thema Intelligenz.

Binnen weniger Jahre hat sich das chinesische Unternehmen Huawei im Mobilfunkbereich einen Namen gemacht – und so wird das neue Mate 10 Pro in den Medien in einem Atemzug mit einem Samsung Galaxy Note 8 und einem iPhone X genannt.

Das Huawei Mate 10 Pro verfügt über ein 6 Zoll OLED-Display im 18:9-Format (HDR 10-fähig, 2.160 x 1.080 Pixel), eine Leica Dual-Kamera (12 Megapixel RGB- und 20 Megapixel-Monochrom-Sensor, F/1.6-Blende), einen 4.000 mAh Akku (SuperCharge Schnell-Ladetechnik) sowie den auf der IFA vorgestellten Kirin 970-Prozessor. On top gibt es noch Dual-SIM (beide SIM-Karten-Slots sind sowohl LTE- als auch VoLTE-fähig) und einen PC-Modus. Letzterer benötigt kein spezielles Dock. Ein Kabel reicht, um das Mate 10 Pro mit einem Bildschirm zu verbinden und auf diesem zu arbeiten.

Das war jetzt der typische Überblick über die Smartphone-Features, wie wir ihn seit Jahren kennen. Mehr Megapixel, mehr Speicher, höhere Taktraten und immer schmaler werdende Displayränder – an diesen Zahlen mussten sich Smartphones bislang messen lassen. Mit dem Huawei Mate 10 Pro (und anderen Neuerscheinungen) ändert sich das.

Huawei Mate 10 Pro

„Wie intelligent ist dein Smartphone?“

Bei der Vorstellung des Pixel 2 erklärte Google, dass man gute Fotos nicht ausschließlich mit guter Hardware mache, sondern mit Software und künstlicher Intelligenz (KI). Apple setzt beim iPhone X auf eine Neural Engine getaufte KI, die unter anderem für die intelligente Gesichtserkennung via Face ID zuständig ist.

Auch der Kirin 970-Prozessor von Huawei verfügt über eine spezielle KI-Einheit (Neural Network Processing Unit, kurz NPU). Durch diese wird maschinelles Lernen möglich. Selbst komplexe Algorithmen, bei denen herkömmliche Chips an ihre Grenzen kommen, sollen für die NPU im Mate 10 Pro kein Problem sein.

Mit dem Kirin 970 wird das HUAWEI Mate10 Pro schneller, intelligenter und anpassungsfähiger. […] Datenschutz und Effizienz bleiben dabei stets gewahrt: die NPU des HUAWEI Mate10 Pro agiert unabhängig von der standardmäßigen Cloud-basierten Datenverarbeitung. Alle Informationen werden in einem besonders geschützten und verschlüsselten Bereich des Gerätes abgelegt und nur dann abgerufen, wenn sie benötigt werden. NPU ist ein technologischer Durchbruch: bis zu 50x mehr Effizienz und 25x mehr Leistung bei gleichzeitiger Unterstützung von KI-bezogenen komplexen Berechnungen.

In der Praxis macht sich das für den Nutzer bislang allerdings kaum bemerkbar. Beim Huawei Mate 10 Pro beispielsweise hilft die KI dabei, vor der Kamera befindliche Objekte zu erkennen (Person, Essen, Pflanze, etc.) und die optimalen Aufnahmeeinstellungen für die jeweilige Situation vorzunehmen. Von der technischen Seite aus betrachtet, ist das freilich spannend, vor allem wenn man die komplexen Prozesse kennt, die dahinterstecken. Die meisten Nutzer machen sich darüber aber erst gar keine Gedanken. Für sie zählt nur das Foto, das rauskommt, wenn sie den Auslöser drücken.

Huawei Mate 10 Pro

Und dennoch: Das Thema Künstliche Intelligenz wird im Smartphone-Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnen. Mit einer ausgefeilten KI sind die Möglichkeiten schier grenzenlos: Spracherkennung, Textanalyse, Fotos- und Videos, Anpassung von Prozessen an das individuelle Nutzerverhalten – all das sind Dinge, die von einer leistungsfähigen künstlichen Intelligenz profitieren können. Face ID und Co. sind erst der Anfang.

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