Vom 5. bis 10. September steht Berlin wieder im Blickpunkt des IT-Interesses. Dann präsentieren Hersteller aus der ganzen Welt auf der Internationalen Funkausstellung das Neueste aus der Unterhaltungselektronik. Wer nicht in den Messehallen vorbeischauen kann, erhält hier einen Überblick über die wichtigsten Trends und Produkte.

Größer, schärfer und vor allem gebogen

Auf der IFA werden in diesem Jahr einmal mehr Fernseher eine zentrale Rolle spielen. So hat der koreanische Elektronik-Riese LG seinen ersten 4K-OLED-Fernseher im Gepäck. Die „Zukunft des Fernsehens“ soll mit 196 Zentimeter Bildschirmdiagonale sowie dem einst von Palm entwickelten WebOS-Betriebssystem im Anschluss an die IFA in die Regale der Händler kommen.

Bild: LG
Bild: LG

Der Konkurrent Samsung nutzt ebenfalls die IFA als Bühne für neue Produkte, allen voran der im Kinoformat 21:9 produzierte UE105S9W. Der Fernseher beeindruckt vor allem mit seiner enormen Größe: Ganze 266 Zentimeter Bildschirmdiagonale misst Samsungs hochauflösendes Heimkino-Monster. Das Rahmen-Design, die Verwendung von Holz auf der Rückseite sowie eine externe Box zum Anschluss anderer Geräte soll das Arrangement in der Mitte des Raumes ermöglichen.

Bild: Samsung
Bild: Samsung

An die Mitte des Home Entertainments denkt hingegen Philips mit dem Razor Slim FHD TV. Der niederländische Elektronikhersteller will nicht durch Größe überzeugen, sondern durch das gewohnte Ambilight-Erlebnis und integriertem Android. Dadurch ist der Zugriff auf sämtliche Unterhaltungs-Apps des Google Play Stores möglich.

Neue Smartphone-Highlights

Das Smartphone, auf das eigentlich alle warten, soll erst am 9. September im Rahmen einer Apple-Keynote präsentiert werden. Für Android-Fans gibt es hingegen auf der IFA jede Menge Neues zu entdecken. Huawei hat für den 4. September eine Pressekonferenz mit CEO Richart Yu anberaumt, die kryptische Einladung lässt jedoch nur auf ein Gerät mit Fingerabdruckscanner schließen.

Bild: Huawei
Bild: Huawei

Samsung will allen anderen zuvorkommen und bereits am 3. September, also einen Tag vor der offiziellen Eröffnung, das Galaxy Note 4 vorstellen. In einem Teaser-Video heben die Koreaner kurioserweise besonders die Bedienung mit einem Stift hervor, zur technischen Ausstattung soll Gerüchten zufolge ein Octa-Core-Prozessor und ein Display mit 1.440 x 2.560 Bildpunkten zählen.

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Der Konkurrent HTC wird mit dem HTC Desire 820 ebenfalls am 4. September ein neues Smartphone vorstellen, das als erstes Android-Smartphone überhaupt mit einem 64-bit-Prozessor ausgestattet ist. Konkrete Details verrät HTC aber noch nicht.

Auch Microsoft hat die Presse am 4. September unter dem Motto „ready for more?“ eingeladen. Vermutlich werden die Redmonder die neuen Mittelklasse-Smartphones Lumia 730 und 830 vorstellen – die ersten „Microsoft Mobile“-Smartphones.

Smarte Uhren …

Ob Apple die iWatch noch in diesem Jahr veröffentlichen wird, steht in den Sternen. LG hat hingegen konkrete Pläne und teasert diese bereits in einem ersten Video an.

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Sehr wahrscheinlich wird LG die Android-Wear-basierte runde LG G Watch R präsentieren. Sony soll mit seiner SmartWatch 3 hingegen einen eigenen Weg gehen und statt auf Android Wear auf ein eigenes Betriebssystem setzen. Weiterhin mit Android, dafür aber dank einer eigenen SIM-Karte soll Samsung Galaxy Gear Solo auch ohne ein verbundenes Smartphone funktionieren. Ein weiterer heiß erwarteter Kandidat, der bereits im Juni angekündigt und nun endlich im Rahmen der IFA auf den Markt kommen könnte, ist Motorolas runde Android-basierte Smartwatch Moto 360.

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… und smartes Zubehör

In Sachen Zubehör könnte die IFA 2014 einige echte Highlights zutage bringen. Man munkelt, dass Samsung mit der Galaxy VR eine Virtual Reality Brille zeigt, bei der das Smartphone oder Phablet als Bildschirm dient. Zusammen mit dem Samsung Gamepad könnten die Koreaner aus dem Smartphone so eine veritable Spielekonsole machen. Nicht weniger geekig, dafür etwas schmaler soll die Smartbrille Galaxy Glass sein, deren erste Entwürfe stark an Googles Datenbrille Glass erinnern.

Weiteres Zubehör zielt weniger auf den technikvernarrten Smartphone-Besitzer und mehr auf die digitale Familie. Der Online-Händler Pearl zeigt beispielsweise einen per App steuerbaren Wasserkocher. Wer während des Tatorts Lust auf einen Kamillentee bekommt, muss künftig nur noch zwei, drei Mal mit dem Finger tippen, um heißes Wasser vorzubereiten. Das Zähneputz-Ritual versucht Oral-B hingegen mit einer neuen Zahnbürste zu verbessern, indem individuelle Anweisungen am Smartphone dargestellt werden.

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Um anschließend im Bett das Licht auszuschalten, soll laut Philips ein „Tap“ genügen. Der hue tap genannte netzwerkfähige Lichtschalter ermöglicht so die Steuerung der hue-Lampen auch ohne Smartphone. Waschmaschinen mit WLAN-Anbindung und funkende Kaffee-Maschinen werden auch dieses Jahr den Weg in die smarten vier Wände ebnen. Die IFA 2014 dürfte also vermutlich wenig Revolutionäres, dafür aber vieles Bekanntes bieten das nun endlich marktreif ist. Warten wir’s ab.

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