Ein bisschen aufgeregt war ich ja schon, als der ICE um 6:51 Uhr aus dem Karlsruher Hauptbahnhof rollte. Zur CeBIT 2015 sollte es gehen – da war ich noch nie! Das Ziel: Blogrecherche, Kontaktpflege, Trends einfangen.

Als Nicht-Techie kann man da schon mal kalte Füße bekommen, denn schließlich ist die CeBIT die weltweit größte Fachmesse für Informationstechnik und eher B2B-lastig als auf Endkunden ausgerichtet. Und ein Blogartikel über eine Messe, gespickt mit spannenden Fotos? Der stellt normalerweise die frischen Trends und neuesten technischen Gadgets vor, wie Christoph Strobel es beim MWC 2015 in Barcelona gemacht hat.

Auf den Spuren der heimlichen CeBIT-Stars – erfolglos

Die diesjährige CeBIT überzeugte also mit der kleinsten Fritzbox aller Zeiten, extrem hochauflösenden Flachbildfernsehern für das besondere Kinoerlebnis, viel Cloud, viel Industrie 4.0, vielen Smart Home-Lösungen und extrem schlauen Robotern. Und auch die IT-Sicherheit war in allen Hallen, wie bei uns im Blog, ein präsentes Thema.

Auf den Spuren dieser Gagdets wollte ich also wandeln – und wurde enttäuscht. Als heimlichen CeBIT-Star betitelte der Fokus einen grünen Dino, der sich am IBM-Stand präsentierte. Verbunden mit dem IBM-Supercomputer „Watson“ und mithilfe der Cloud kann und soll der Dino, ein sogenanntes „cognitoy“, Kindern Fragen beantworten und Ihnen spielerisch bei der Entwicklung helfen. Der Dino war aber schon auf dem Rückweg nach New York, mein erstes Fotomotiv außer Reichweite. Stattdessen nutzte ich die IBM urban art cloud um die Skyline von Shanghai nach meinem Gusto zu gestalten – statt Dino knuddeln also Pinsel schwingen.

Auch der IO Hawk war unauffindbar. Dieses Segway im Handtaschenformat wurde unter anderem von der ComputerBild näher vorgestellt und sollte mich als Endnutzer umhauen. Leider gab noch nicht mal die Herstellerwebseite Aufschluss über die Präsenz auf der CeBIT, sodass ich auch hier kein Fotomotiv gewinnen konnte.

CeBIT für Einsteiger – Roboterarme und Cocktailmaschinen

Was blieb? Witzige Ideen, intelligente Ansätze, dynamische Roboter und ein Meer aus Hardware in der Halle des Gastlandes China. Der Barobot mixt eigenständig Cocktails – bekannte Rezepte und neue Mischungen. Google stellt ein Set von Wearables aus. Microsoft stellt mit Jack Wolfskin und Sensoria eine Socke vor, die über Sensoren und Laufproben den perfekten Schuh finden lässt. Und die Telekom fotografiert ihre Standbesucher und lässt sie von einem Kuka Roboter malen.

Ein ganz besonderes Highlight sind aber definitiv die Robochops. In der abgedunkelten CODE_n-Halle tanzen vier Kuka Roboter ihr ganz eigenes Ballett. Sie schneiden die unterschiedlichsten Formen aus hellen Schaumstoff-Würfeln, basierend auf Input und Designs aus der ganzen Welt – die per App an die Roboter in Hannover geschickt werden können. Das Prinzip des Internet der Dinge zum Mitmachen!

Kuka Robochop
Die Robochops schneiden die unterschiedlichsten Formen aus hellen Schaumstoff-Würfeln. (Bild: Svb CyberForum)

Am Ende eines langen Messetages galt es also, viele Eindrücke zu sortieren, das Erlebte einzuordnen. Trotz bequemer Schuhe waren die Füße heiß gelaufen. Und das hätte ich wirklich einfacher haben können: Das französische Team von Digitsole, welches in der CODE_n-Halle ausstellte, hat eine Einlegesohle entwickelt, die Schritte zählt, die gelaufenen Höhenmeter berechnet – und die sich auf bis zu 50°C aufwärmen lässt. Nie mehr kalte Füße vor der CeBIT!

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