Die 5G-Technologie verfügt über ein enormes Potenzial, die digitale Transformation der Wirtschaft weiter voranzutreiben. Neben zahlreichen IT-Anwendungen, die dadurch verbessert oder erst möglich gemacht werden, können insbesondere Freelancer von dieser Entwicklung profitieren. Denn 5G stellt letztlich nur die neue Infrastruktur, die zur Wertschöpfung genutzt werden kann.

Die Einführung des neuen 5G-Standards ist ein Versprechen, die Lösung für zahlreiche Herausforderungen zu sein, die sich im Rahmen der digitalen Transformation stellen. In vielen Regionen Deutschlands mangelt es nach wie vor an einer schnellen, verlässlichen Anbindung ins Internet – der neue Mobilfunkstandard verspricht, flächendeckend schnelles Netz bereitzustellen.

Viele Branchen klagen über Probleme hinsichtlich der Konnektivität. In den Bereichen Logistik und Transport, Energieversorgung sowie der industriellen Fertigung gilt 5G darum als Hoffnungsträger. Es wird immer deutlicher, dass die bestehenden Infrastrukturen durch die digitale Vernetzung an ihre Grenzen stoßen.

Das Industrial Internet of Things (IIoT) steht sicher beispielhaft für die exponentiell wachsenden Datenmengen und die Steigerung des Vernetzungsgrades von Maschinen, Dingen und Systemen. Die entscheidende Frage angesichts der neuen Kommunikationsinfrastruktur für das digitale Zeitalter ist: Wie lässt sich das 5G-Netz zur Wertschöpfung nutzen?

Die Vorteile von 5G in Zahlen und Fakten

Ein einfacher Vergleich von 5G und 4G beziehungsweise LTE macht den enormen Unterschied der beiden Standards deutlich. Das beinahe zehn Jahre alte Mobilfunknetz arbeitet mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde, während das 5G-Netz mit 10 Gigabit pro Sekunde bietet – das entspricht einer hundertfach höheren Datenrate.

Weitere Vorteile von 5G sind der um knapp 90 Prozent geringere Stromverbrauch sowie eine tausendfach höhere Netzkapazität: pro Funkzelle sind mehrere hunderttausend Teilnehmer möglich. Im Alltag werden sich vor allem die niedrigeren Latenzzeiten bemerkbar machen. Die verkürzte Austauschzeit von Signalen im Millisekunden-Bereich kommt aber nicht nur Smart-Home-Bewohnern zugute, sondern allen voran der industriellen Produktion.

Die Überlegenheit von 5G zeigt sich auch im Vergleich zu WLAN, LAN, Bluetooth oder anderen netzbasierten und kabellosen Übertragungssystemen – je nachdem mal stärker, mal schwächer ausgeprägt. Effizienz, Komplexität, Sicherheit und die Kostenfrage sprechen mittel- und langfristig für eine Umstellung auf 5G.

Neue Möglichkeiten durch das 5G-Netz

Mit der Zunahme von vernetzten „Dingen“ und Systemen steigt seit Jahren auch die Datenmenge stark an. Allein schon dieser Datenumfang stellt viele Unternehmen vor die Herausforderung, die Kosten für deren Speicherung mit wertschöpfenden Use Cases zu rechtfertigen. Bereits heute zeichnen sich immer deutlicher die Grenzen der aktuell verwendeten IT-Infrastruktur als Nadelöhr bei der Umsetzung von neuen Projekten ab.

Das 5G-Netz trägt zum einen dazu bei, dass bestehende Anwendungen in einer Art und Weise verbessert werden, die den praktischer Einsatz in Zukunft lohnenswerter machen. Zum anderen werden neue Anwendungsbereiche erschlossen, die bisher außerhalb des technisch möglichen lagen. Wesentliche Verbesserungen bestehender Lösungen bahnen sich beispielsweise in folgenden Anwendungsbereichen an:

  • Echtzeit Videoüberwachung mit hochauflösenden Bildern
  • Steuerung und Automatisierung von KI-basierten Robotersystemen
  • Fernsteuerung in der verteilten Produktion
  • Mobile Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Anwendungen
  • Medizinische Fern-Diagnostik oder -Operationen
  • Steuerung von komplexen Prozessen in der intelligenten Fabrik

Der 5G-Standard verhilft aber auch neuen, anspruchsvollsten Technologien zum Durchbruch. Zum Beispiel Edge-Computing, bei dem besonders sensible Daten nicht mehr zentral gespeichert und verarbeitet werden, sondern direkt vor Ort an der Peripherie der Systeme. Edge-Computing wird durch eine unternehmenseigene 5G-Infrastruktur einen enormen Schub bekommen: Das verzögerungsfreie Erheben, Senden, Empfangen und Verarbeiten von großen Datenmengen macht völlig neuen Anwendungen wie Echtzeit-Edge-Analysen möglich.

Einfluss von 5G auf den Freelancer- und Projektmarkt

Neben diesen zweifellos wichtigen Bereichen, in denen die Schlüsseltechnologie 5G Abhilfe oder neue Perspektiven verschaffen kann, wird derzeit vielfach vergessen, dass allen voran auch der Freelancer- und Projektmarkt von der Einführung von 5G profitieren wird – und zwar aus mehreren Gründen. Allen voran werden natürlich die Grundvoraussetzungen für Freelancer- und Remote-Working verbessert.

Nicht nur für Freelancer im IT-Bereich sind hohe Übertragungsraten sowie ein sicheres und stabiles Netz unverzichtbar. Sensible Daten und große Datenmengen spielen in zahlreichen Berufsgruppen eine immer wichtiger werdende Bedeutung. Insbesondere Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Anwendungen sind sehr datenintensiv. Als mobile Anwendungen wie beispielsweise zur Wartung und Reparatur von Maschinen on-site oder zu Bildungszwecken galt der praktische Einsatz dieser Technologien deswegen bisher als unrealistisch.

Das 5G-Netz stellt aus dieser Perspektive eine verlässliche Kommunikationsinfrastruktur dar, die zur Wertschöpfung in unterschiedlichsten Bereichen dienen wird. Neben diesem direkten Zusammenhang, von denen der Freelancer- und Projektmarkt profitieren wird, kommt noch ein indirekter. Denn durch die Einführung von 5G wird der Bereich Automation maßgeblich vorangetrieben. Dadurch sind nicht nur kurz- und mittelfristig mehr Digitalisierungsprojekte zu erwarten. Auch einzelne Standorte wie Smart Factorys zur automatisierten Produktion werden langfristig auf die Expertise von Fachleuten angewiesen sein, die in Zukunft verstärkt situationsbezogen eingesetzt werden.

Das Potential von 5G: Die Revolution der IT

Betrachtet man aktuelle Studien (wie beispielsweise von Gartner oder Capgemini), in denen Entscheider weltweit zu der Bedeutung der aktuellen Schlüsseltechnologien befragt werden, fällt eines besonders auf. Noch vor den derzeit viel diskutierten Möglichkeiten, die zukünftig durch Artificial Intelligence und Machine Learning erwartet werden, liegt die 5G-Technologie. Manchen gilt 5G gar als die Schlüsseltechnologie der kommenden fünf Jahre. Da der neue Netzwerkstandard kein spezifisches Problem löst, sondern eine neue Infrastruktur bereitstellt, auf der zahlreiche andere Technologien aufsetzen, kann mit Recht erwartet werden, dass 5G zu einer weiteren Revolution der IT und damit der datengetriebenen Wirtschaft insgesamt führen wird.

 

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Oliver Koch
Oliver Koch ist Geschäftsführer der SOLCOM GmbH, eine der besten Adressen wenn es um die Besetzung von IT- und Engineering-Projekten mit freiberuflichen Spezialisten geht. Als Pionier dieses Modells ist das Unternehmen darauf spezialisiert, hochqualifizierte Experten bei namhaften Kunden in allen Branchen und Technologien einzusetzen. Aus dieser Erfahrung heraus schreibt Oliver Koch über den Projektmarkt und die Trends bei IT und- Engineering-Projekten.