Am 11. Juli ist Amazon Prime Day 2017. Mit etwas Glück könnt ihr bereits am 10. Juli ab 18 Uhr echte Schnäppchen machen. Aber nicht jeder Deal ist so gut, wie es auf den ersten Blick scheint.

Im stationären Handel gibt es den Sommer- und Winterschlussverkauf, im Online-Handel spezielle Tage, an denen man die Kunden mit Rabattaktionen überhäuft. Die beiden wohl bekanntesten dieser Tage sind der Black Friday und der Cyber Monday. Für ein paar Stunden jagt in unzähligen Online-Shops ein Schnäppchen das nächste. Sogar Konzerne wie Apple beteiligen sich an der Rabattschlacht.

Und dann gibt es da noch Unternehmen wie Amazon, die inzwischen so groß sind, dass sie einfach ihre eigenen Tage ins Leben rufen – beispielsweise den Amazon Prime Day, der am 11. Juli stattfindet. Dabei handelt es sich in erster Linie um ein cleveres Marketing-Instrument von Amazon, um neue Nutzer für Amazon Prime zu gewinnen. Aus diesem Grund sind die Deals an diesem Tag auch „exklusiv für Prime-Mitglieder“. Das Kalkül hinter der Aktion: Die Nutzer registrieren sich für eine kostenlose 30-tägige Prime-Mitgliedschaft, um Zugriff auf die Rabatte zu haben, und wandeln diese im Anschluss in eine kostenpflichtige um.

Was euch das bringt? Nun ja, für 69 Euro im Jahr könnt ihr den kostenlosen Premiumversand nutzen und habt zudem Zugriff auf Amazon Prime Video und Prime Music. Prinzipiell ist das kein schlechter Deal – wenn ihr die Dienste auch tatsächlich nutzt. Wer bereits ein Spotify- und Netflix-Abo hat, wird Amazon Prime Video allenfalls für Filme nutzen und Prime Music überhaupt nicht. Der kostenlose Premiumversand bringt nur denjenigen etwas, die oft bei Amazon bestellen.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf, werfen wir nun einen Blick auf die „Schnäppchen“.

Amazon Prime Day: Die Sache mit den unverbindlichen Preisempfehlungen

Die Angebote am Amazon Prime Day erscheinen auf den ersten Blick verlockend. Während es auf einige Artikel nur moderate Preisnachlässe gibt, winken an anderer Stelle 40 Prozent und mehr. Wer echte Schnäppchen machen will, sollte sich davon jedoch nicht blenden lassen.

Prinzipiell müsst ihr zwischen der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers und dem regulären Preis bei Amazon unterscheiden. Ein Fernseher mit einer UVP von 800 Euro kostet oft nicht mehr als 500 Euro bei Amazon. Am Prime Day wird euch allerdings nicht die Differenz zum regulären Preis, sondern zur UVP angezeigt. Auf diese Weise wirken die Rabatte gleich viel spektakulärer.

Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, eine Preissuchmaschine wie idealo zu Rate zu ziehen, denn nur so könnt ihr prüfen, wie gut der Rabatt am Amazon Prime Day wirklich ist. Es kann durchaus sein, dass ein bestimmtes Produkt bei einem anderen Anbieter noch weitaus günstiger ist. Deshalb nehmt euch die Zeit und lasst euch nicht von irgendwelchen Blitzangeboten überrumpeln.

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