Künstliche Intelligenz ist nicht länger nur ein Buzzword, sondern hält zunehmend Einzug in die Arbeitswelt. Vor allem im Marketing sieht man viel Potenzial in KI-basierten Technologien.
Beim Begriff „Künstliche Intelligenz“ denken viele sofort an futuristische Roboter in irgendwelchen Science-Fiction-Filmen. Dabei sind KI-gestützte Technologien längst Realität. Das Europäische Parlament etwa definiert Künstliche Intelligenz wie folgt:
„Künstliche Intelligenz ist die Fähigkeit einer Maschine, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen, Planen und Kreativität zu imitieren. KI ermöglicht es technischen Systemen, ihre Umwelt wahrzunehmen, mit dem Wahrgenommenen umzugehen und Probleme zu lösen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Der Computer empfängt Daten (die bereits über eigene Sensoren, z. B. eine Kamera, vorbereitet oder gesammelt wurden), verarbeitet sie und reagiert. KI-Systeme sind in der Lage, ihr Handeln anzupassen, indem sie die Folgen früherer Aktionen analysieren und autonom arbeiten.“
Diese praxisnahe Definition spiegelt ganz gut wieder, um was es im Kern geht – und macht deutlich, dass uns KI in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen das Leben erleichtern kann. Smart Cities, Cybersicherheit, Gesundheitsfürsorge, Umweltschutz – die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Oft bekommen wir gar nicht mit, dass Prozesse KI-gesteuert sind. Zum Beispiel im Marketing.

KI-gestütztes Marketing lernt vom Menschen

Spricht man mit Marketing-Experten, so sehen viele in der Künstlichen Intelligenz eine der wichtigsten technologischen Innovationen der jüngsten Vergangenheit. Und das aus gutem Grund.
Datengetriebenes Marketing ist grundsätzlich nichts Neues. Durch  das Internet und insbesondere die sozialen Netzwerke steht Marketingstrategen heutzutage eine schier endlose Menge an Daten zur Verfügung, die genutzt werden kann, um potenzielle Kunden gezielt anzusprechen. Das Problem ist vielmehr die Analyse dieser Daten. Und genau hier kommt die KI ins Spiel.
Dank leistungsfähiger Cloud-Rechenzentren können inzwischen Millionen von Daten nahezu in Echtzeit ausgewertet werden. Daraus kann die KI dann beispielsweise eine Prognose der Customer Journey erstellen. Oder personalisierte Werbeanzeigen und Suchergebnisse ausspielen. Daraus ergeben sich dann neue Daten, etwa wie sich der Nutzer verhält und ob er die vorhergesagte Aktion ausführt. Durch diesen Lernprozess werden die KI-basierten Content Strategien immer präziser. Davon profitieren Werbetreibende, aber auch die Nutzer selbst, denen im Idealfall nur das angezeigt wird, was für sie auch tatsächlich relevant ist.
Ein anderes Beispiel für KI im Marketing, mit dem wahrscheinlich jeder von uns schon einmal in Berührung gekommen ist, sind Chatbots. Heutzutage erwarten Kunden von Unternehmen eine nahezu uneingeschränkte Erreichbarkeit rund um die Uhr. Mit menschlichen Support-Mitarbeitern lässt sich das kaum – oder nur verbunden mit hohen Kosten – bewerkstelligen. Aus diesem Grund setzen immer mehr Unternehmen Chatbots ein, die mithilfe von intelligenten Algorithmen automatisiert auf die Anfragen der Kunden reagieren und ihnen weiterhelfen. Durch Machine Learning werden die Chatbots kontinuierlich trainiert und immer besser. Zum Teil ist für den Nutzer gar nicht mehr ersichtlich, ob er mit einem Chatbot oder einer echten Person schreibt.

KI übernimmt „Fleißarbeit“ im Marketing

Letztendlich übernimmt die KI im Marketing vor allem jene Aufgaben, bei denen die Auswertung von Daten im Mittelpunkt steht. Etwa die Analyse von KPIs, das Messen von Interaktionen oder das Erstellen von Reportings. Alles Dinge, die in der Regel unter „Fleißarbeit“ laufen und viel Zeit kosten, wenn sie von Menschen erledigt werden müssen.
Dadurch werden Ressourcen frei, die für die Entwicklung von Kreativ-Kampagnen oder die Erstellung von Content (Videos, Grafiken, etc.) genutzt werden können – also in Bereichen, in denen KI-basierte Lösungen zumindest bislang noch keine Alternative darstellen.
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Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.