Unmanned Aerial Vehicles (UAV), auch als Drohnen bekannt, erobern den Luftraum. Dabei geht es keineswegs nur darum, atemberaubende Bilder aus der Luft aufzunehmen. Drohnen sind viel mehr als das. Sie sind ein Teil der digitalen Transformation. Wir zeigen euch, in welchen Bereichen Drohnen kommerziell genutzt werden und welche Rolle dabei die künstliche Intelligenz spielt.

Eines meiner Highlights auf der CeBIT 2017 war zweifelsohne der Intel Drohnen Park. Das liegt zum einen daran, dass ich seit einiger Zeit selbst Drohnenpilot bin. Zum anderen finde ich es faszinierend, welchen Mehrwert kommerzielle Quadro- und Multicopter Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen schon heute bieten.

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Drohnen sehen, denken – und sind zunehmend autonom

Noch vor einigen Jahren waren Drohnen für viele Menschen nicht mehr als ein Spielzeug. Eine Art Modellflugzeug, das jeder ganz einfach mit seinem Smartphone steuern kann. Das hat sich inzwischen geändert. Gibt man bei Google News das Suchwort „Drohne“ ein, erscheinen Meldungen wie „Feuerwehr sucht mit Drohne nach Flächenbrand“ oder „Polizei arbeitet zunehmend mit Drohnen“.

Dazu muss man wissen, dass moderne Drohnen mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet sind, mit deren Hilfe sie eine Unmenge an Daten erfassen können. Derweil gewährleisten schnelle Prozessoren, dass diese sinnvoll verarbeitet, analysiert und interpretiert werden. Je nach Umgebungssituation reicht das allein jedoch nicht aus. In diesem Fall sorgt eine zunehmend leistungsfähigere KI (künstliche Intelligenz) dafür, dass Daten priorisiert werden und die Drohnen so selbst gefährliche Situationen (autonom) meistern können.

Auch der neue Mobilfunkstandard 5G spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da zur Übertragung der Daten hohe Bandbreiten notwendig sind.

Intel Drohnen Park

Intel zeigt unterschiedliche Szenarien auf der CeBIT 2017

Auf dem Freigelände der CeBIT hat Intel in diesem Jahr einen Drohnen Park errichtet, in dem reale Anwendungsbeispiele für kommerzielle Drohnen demonstriert wurden. Bei täglichen Flugshows wurde beispielsweise eine – im Maßstab 1:15 nachgebaute – Ölplattform durch eine Intel Falcon Drohne inspiziert. Ein weiterer Anwendungsfall war die Kontrolle von Solarmodulen in großen Solarparks.

Beide Einsätze erfordern eine extrem präzise Navigation und Positionierung sowie die Fähigkeit, Betriebseinstellungen schnell an die Umgebungsbedingungen anzupassen. In der „Kommandozentrale“ des Drohnen Parks konnten die Besucher schließlich sehen, wie die riesigen Mengen erzeugter Daten verarbeitet, analysiert und gewinnbringend genutzt werden können.

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Drohnen sind ein wichtiger Bestandteil der Digitalisierung

Wo früher teure Hubschrauber für Luftaufnahmen und Kontrollflüge eingesetzt wurden, kommt die Drohne heutzutage immer häufiger zum Einsatz. Die unbemannten Fluggeräte verfügen unter anderem über eine vollständig redundante Elektronik für die Akkus, die Kommunikation zwischen allen flugrelevanten Komponenten und die Sensoren. Fällt eine Komponente aus, schaltet sich die andere hinzu. So wird sichergestellt, dass die Drohnen zuverlässig ihre Arbeit erledigen.

Gleichzeitig sind die Drohnen mit hochmodernen Kameras ausgestattet, die eine millimetergenaue Bodenauflösung liefern und sich sowohl für Vermessungen als auch für 3D-Rekonstruktionen eignen. Dank GPS und Wegpunkte können die Flüge zudem präzise reproduziert und damit automatisiert werden.

Die Zeiten, in denen Menschen die kilometerlangen Solarparks ablaufen und warten mussten sind vorbei. Hier zieht nun eine Drohne vollautomatisiert ihre Bahnen.

Intel CeBIT Drohnen Park

Ölplattformen und Solarparks sind freilich nur zwei Beispiele, die sich auf Messen wie der CeBIT vergleichsweise einfach visualisieren lassen. In der Praxis kommen kommerzielle Drohnen auch in vielen anderen Bereichen zum Einsatz und liefern wertvolle Daten zur Inspektion und Wartung:

  • Flugzeuge
  • Windräder
  • Ölpipelines
  • Landwirtschaft
  • Industrieanlagen
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