Heutzutage kann jeder mit seinem Smartphone gute Bilder machen. Ihr müsst nur ein paar einfache Regeln beachten. Wir verraten euch, welche das sind – und wie aus euren Schnappschüssen erstklassige Aufnahmen werden.

Welches Smartphone macht die besten Bilder?

„Mein Smartphone ist uralt, mit dem kann ich keine guten Bilder machen!“ – dieser Satz ist der Klassiker unter den Ausreden und entspricht nur in den wenigsten Fällen der Wahrheit. Freilich macht ein iPhone 7 bessere Bilder als ein iPhone 5, aber das heißt nicht, dass das ältere Modell für die Smartphone-Fotografie gänzlich ungeeignet ist. Letztendlich kommt es immer auf den an, der den Auslöser drückt. Doch dazu später mehr.

Vorab noch ein paar Empfehlungen für all diejenigen, die momentan mit dem Gedanken spielen, sich ein neues Smartphone zu kaufen und Wert auf qualitativ hochwertige Bilder und Videos legen:

  • iPhone 7: Mit dem iPhone macht man nie etwas verkehrt. Die Bedienung der Kamera ist einfach und intuitiv. Die Automatik liefert stets gute Bilder ab.
  • LG G6: Dank Dual-Kamera werden hier einzigartige Weitwinkelaufnahmen möglich. Kein anderes Smartphone bietet vergleichbares.
  • Huawei P10: Auch hier kommt eine Dual-Kamera zum Einsatz. Die RGB-Kamera erfasst das Motiv in Farbe und löst mit 12 Megapixeln auf. Die zweite Kamera sieht nur Schwarzweiß und löst mit 20 Megapixeln auf. Auf diese Weise wird der Kontrastumfang erhöht und die Auslösezeit verkürzt. Die Daten beider Sensoren werden im Anschluss zu einem Bild kombiniert.
  • Samsung Galaxy S8: Ein Dual Pixel-Sensor mit 12 Megapixeln und einer F 1.7-Blende sorgt für gestochen scharfe Bilder – und das auch bei schlechten Lichtverhältnissen.

Für die meisten Einsatzzwecke reicht allerdings auch die Kamera eines Samsung Galaxy S6 oder iPhone 5s völlig aus. Ihr müsst nur ein paar einfache Regeln beachten.

Huawei P10

Erst denken, dann den Auslöser drücken

Bevor ihr ein Foto macht, solltet ihr euch ein paar Sekunden Zeit nehmen und darüber nachdenken, was genau ihr mit dem Bild ausdrücken wollt. Das Smartphone entsperren und den Auslöser drücken, funktioniert in 99 Prozent aller Fälle nicht – vor allem, wenn das Foto im Anschluss auf der Facebook-Seite eines Unternehmens veröffentlicht werden soll.

Betrachtet das Motiv auf dem Bildschirm eures Smartphones: Sind wichtige Elemente verdeckt? Schneidet ihr den Personen die Beine ab? Stört ein Objekt die Bildkomposition? Passt der Winkel? Totale, Halbtotale oder Nahaufnahme?

Auf den ersten Blick sind das ziemlich viele Dinge, die es zu beachten gilt. Aber mit etwas Übung hakt ihr diese schon nach kurzer Zeit innerhalb weniger Sekunden ab.

Macht so viele Bilder wie möglich!

Mein Großvater hatte früher im Urlaub immer 36er-Filme dabei, die er im Anschluss beim örtlichen Fotohändler entwickeln ließ. Jedes geschossene Foto kostete bares Geld. Wenn der Film voll war, war er voll. Heutzutage kann man mit einem Smartphone tausende Bilder aufnehmen – und wieder löschen. Kostenlos. Man kann die Fotos sogar direkt auf dem Smartphone nachbearbeiten, alles innerhalb weniger Sekunden.

Warum ich das erzähle? Ganz einfach: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das erste Bild gleich ein Volltreffer wird, ist unwahrscheinlich. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, immer mehrere Bilder zu machen – und das aus verschiedenen Perspektiven. Nur so könnt ihr sicherstellen, dass niemand die Augen zu hat. Ebenfalls ein Klassiker sind verwackelte Bilder. Wenn ihr nun aber 20 Bilder von einem Motiv gemacht habt, ist – im Regelfall – zumindest eines dabei, das scharf ist.

Die Minute, die ihr braucht, um das beste Bild aus einer Serie auszuwählen, ist besser investiert, als im Nachhinein festzustellen, dass ihr kein einziges Bild verwenden könnt.

Mein Begleiter auf #Sylt: das #HuaweiP10 ❤️

Ein Beitrag geteilt von Frank Feil (@ffeil) am

Licht, Licht, Licht!

Professionelle Fotografen haben immer einen Blitz oder andere Lichtquellen im Gepäck. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass ihnen auch in dunklen Räumen oder bei Gegenlicht erstklassige Aufnahmen gelingen. Wer mit dem Smartphone fotografiert, muss auf solche Hilfsmittel für gewöhnlich verzichten. Zwar haben inzwischen fast alle Smartphones einen LED-Blitz integriert, allerdings macht dieser die Fotos mit seinem grellen Licht meist unbrauchbar.

Was also tun? Die Antwort ist denkbar einfach: Wenn ihr die Möglichkeit habt, sucht euch eine gut ausgeleuchtete Umgebung für eure Aufnahmen. Nutzt alle Lichtquellen, die ihr finden könnt. Wenn kein Tageslicht zur Verfügung steht, haltet nach künstlichen Lichtquellen – beispielsweise Deckenstrahlern – Ausschau und platziert die Menschen dementsprechend.

Dabei sollten die Personen niemals vor der Lichtquelle stehen, sondern von dieser angeleuchtet werden (frontal oder von der Seite). Warum? Fotografiert doch einfach mal eine Person, die in einem dunklen Raum vor einem Fernseher steht, dann seht ihr es selbst ;)

Denkt immer daran: Ihr steht hinter der Kamera, ihr müsst die Initiative ergreifen!

Weitere nützliche Tipps

  • fotografiert stets im Querformat. Dank Snapchat und ähnlicher Apps hat sich in den vergangenen Monaten die Unsitte eingeschlichen, Fotos im Hochformat aufzunehmen. Diese lassen sich aber in aller Regel weder auf Webseiten noch auf Facebook optisch ansprechend einbinden. Wenn ihr also nicht gerade direkt vor einem Leuchtturm steht und diesen komplett aufs Bild bekommen wollt, verzichtet auf Hochformat-Aufnahmen.
  • Fokussiert auf das gewünschte Objekt, bevor ihr den Auslöser drückt. Bei Smartphones reicht dazu eine kurze Berührung des entsprechenden Objekts auf dem Bildschirm aus.
  • sucht euch vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen einen Stativ-Ersatz. Das kann vom Brückengeländer, über die Armlehne eines Stuhls alles sein. Wichtig ist nur, dass ihr eine ebene Fläche habt, die eurem Smartphone Stabilität verleiht.
  • macht so viele Bilder wie möglich!!! ;)
Inhalte nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies durch ein Klick auf Akzeptieren.