Die TECHMASTER GmbH aus Hechingen ist seit Jahren auf Photovoltaikanlagen und Smart Home-Installationen spezialisiert. Wir haben uns mit Geschäftsführer Volker Pfister über die Auswirkungen der Digitalisierung auf seine tägliche Arbeit unterhalten.

Lieber Herr Pfister, Sie sind Geschäftsführer der Firma Techmaster in Hechingen. Worauf genau ist Ihr Betrieb spezialisiert?

Wir planen und realisieren Photovoltaikanlagen in Kombination mit Stromspeichern. Die Nachfrage nach solchen Lösungen nimmt stetig zu, da Sie Hausbesitzern einen Autarkiegrad von bis zu 80 Prozent ermöglicht – und in Zeiten steigender Strompreise ist die Unabhängig vom Netzbetreiber für viele unserer Kunden attraktiver denn je.

Unser zweiter Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung aller Komponenten einer Elektroinstallation – besser bekannt als Smart Home. Da alles im Haus miteinander kommuniziert, erhöht sich der Wohnkomfort deutlich. Außerdem werden Energieeinsparungen möglich.

Unsere Stärke liegt darin, jedem Kunden ein auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Konzept anbieten und auch umsetzen zu können.

Wie hat die ständig voranschreitende Digitalisierung Ihre Arbeit verändert?

TECHMASTER ist 2001 gegründet worden, weshalb wir bereits von der ersten Stunde an auf computergestützte Arbeitsabläufe gesetzt haben. Im Laufe der Jahre haben wir unsere technische Ausstattung konsequent weiterentwickelt, da es aus meiner Sicht gerade in unserer Branche wichtig ist, immer mit der Zeit zu gehen.

In unserem Showroom in Hechingen können die Kunden sowohl Photovoltaikanlagen als auch Smart Home-Lösungen in Aktion erleben. Zu sehen, wie man mit einer Smartphone-App die Rollläden im ganzen Haus öffnet, zugleich das Licht dimmt und die Raumtemperatur um ein Grad erhöht, ist etwas ganz anderes, als nur darüber zu lesen oder es von einem Techniker erklärt zu bekommen.

Im Photovoltaik-Bereich nutzen wir Echtzeit-Visualisierungen am PC, um den Kunden zu zeigen, wie viel Strom eine bestimmte Anlage just in diesem Moment produziert und wie viel Strom verbraucht wird. Interessant sind auch immer die Jahres- und Monatsstatistiken, da man nur auf diese Weise das Potential – aber auch die Grenzen – einer Photovoltaikanlage aufzeigen kann.

Darüber hinaus planen wir aktuell vor allem im Vertrieb verstärkt auf Online-Marketing und Social Media zu setzen. Gerade jüngere Menschen holen sich ihre Informationen inzwischen fast ausschließlich aus dem Netz – und genau dort wollen wir sie abholen.

Macht sich die Digitalisierung auch in der Solarbranche bemerkbar? Wie profitiert der Endkunde von dieser Entwicklung?

Am besten zeigt sich die Bedeutung der Digitalisierung im Photovoltaik-Bereich daran, dass inzwischen alle unsere Neukunden eine Online-Visualisierung der Betriebsdaten zusammen mit ihrer Anlage beauftragen und nutzen.

Der Kunde kann damit die Betriebszustände seiner Anlage weltweit per Internet auf dem PC und Smartphone kontrollieren. Man sieht in Echtzeit, wie viel Strom die Anlage produziert, wie viel im Haushalt verbraucht wird und wie viel in den Speicher fliest. Wenn dieser zu Hochzeiten zu 100 Prozent aufgeladen ist, kann man natürlich auch sehen, wie viel Strom ins Netz eingespeist wird.

Techmaster setzt auch Smart Home-Lösungen um. Ist das inzwischen bei Neubauten die Regel oder weiterhin die Ausnahme?

Gerade bei günstigeren Neubauten wird noch immer zu 100 Prozent die klassische Elektroinstallation mit Schalter und Steckdose verbaut – an der sich in den vergangenen hundert Jahren nichts verändert hat. Smart Home-Lösungen oder Bus-Installationen werden dagegen überwiegend – zu 90 Prozent – im gehobenen Wohn- und Industriebau realisiert, da hier gegenüber konventionellen Lösungen bereits ein deutlicher Kostenvorteil besteht.

Bereits wenn man nur das Licht, die Heizung und die Rollläden zentral steuern möchte, macht eine Smart Home-Installation Sinn. Diese kostet zwar etwas mehr, als die klassische Variante, aber dafür lässt sich ein Bus-System später unbegrenzt und vor allem problemlos erweitern. Eine herkömmliche Elektroinstallation dagegen ist in diesem Szenario bereits am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt. Weitere Komponenten zu integrieren ist nur mit sehr viel Kosten- und Arbeitsaufwand möglich.

Lassen Sie uns abschließend noch einmal zum Thema Solar zurückkommen – mit einem Klassiker: Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage heutzutage überhaupt noch und warum?

Bevor man diese Frage beantworten kann, muss man zunächst klären, welchem Zweck die Anlage dienen soll. Anlagen zum reinen Stromverkauf sind inzwischen nicht mehr so rentabel wie noch vor drei bis vier Jahren, da die Einspeisevergütungen stärker als die Anschaffungspreise gesunken sind.

Anders sieht es aus, wenn man Anlagen zur Herstellung von Strom für die Eigenversorgung betrachtet. Diese lohnen sich mehr denn je, da die Strompreise immer weiter steigen, während die Anlagenpreise ein historisches Tief erreicht haben. Zudem werden die Speicher und Solar-Module immer leistungsfähiger, wovon die Endverbraucher ebenfalls profitieren.

Volker Pfister, Jahrgang 1973, ist seit 1989 in der Elektrotechnik und im Bau von Photovoltaik-Anlagen tätig. Er ist gelernter Elektrotechniker und hat auf dem zweiten Bildungsweg Mechatronik studiert (Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau). TECHMASTER gründete Volker Pfister 2001, nachdem er sechs Jahre auf der Baustelle und weitere sechs Jahre bei einem Energieversorger gearbeitet hatte.

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