Am 15. und 16. November findet die AIxIA bereits zum vierten Mal statt – diesmal unter dem Motto „From No-Code Machine Learning to Artificial General Intelligence“. Aber was genau ist No-Code Machine Learning überhaupt?

Wir leben in einer Welt, in der Künstliche Intelligenz (KI) allgegenwärtig ist. Man findet sie in Suchmaschinen, Social Networks, Sprachassistenten, Smartphones und vielen anderen Dingen, die uns Tag für Tag das Leben leichter machen.

Was viele nicht wissen: Die Ursprünge der Künstlichen Intelligenz als akademisches Fachgebiet reichen zurück bis in die 1950er-Jahre. Natürlich war man damals noch weit von den technologischen Möglichkeiten entfernt, die uns heute zur Verfügung stehen, aber im Kern ist der Grundgedanke derselbe geblieben: Die Künstliche Intelligenz als Wissenschaftsbereich befasst sich mit der Entwicklung von Computern und Maschinen, die dazu in der Lage sind, logisch zu denken, zu lernen und eigenständig Entscheidungen zu treffen – ganz wie wir Menschen.

Grundsätzlich basieren moderne KI-Systeme auf Algorithmen, die ständig dazulernen. Dazu sind einerseits Trainingsdaten notwendig, denn erst durch sie wird maschinelles Lernen überhaupt möglich. Andererseits muss aber auch der Code für die jeweilige Anwendung geschrieben werden – und genau das stellt vor allem kleinere und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen, die keine hochqualifizierten Progammierer*innen für derartige Projekte beschäftigen können.

Ein möglicher Lösungsansatz: No-Code und Low-Code KI.

No-Code und Low-Code KI: Künstliche Intelligenz auch ohne Programmierkenntnisse nutzen

Wer in den 1990er-Jahren eine Website online stellen wollte, musste im Regelfall zumindest einen HTML-Code schreiben oder anpassen können. Ohne grundlegende Programmierkenntnisse kam man nicht weit, erst recht als mit der Zeit weitere Programmiersprachen dazukamen. Heutzutage kann sich dagegen jeder innerhalb kürzester Zeit mit sogenannten No-Code-Website Buildern eine erstklassige Homepage oder sogar einen Online-Shop bauen. Ganz ohne Vorkenntnisse. Programmieren muss man selbst gar nichts, da der Code mithilfe von selbsterklärenden, visuellen Bausteinen generiert wird.

Natürlich sind No-Code und Low-Code KI-Anwendungen etwas komplexer, aber das Prinzip ist dasselbe: Sie ermöglichen jedem, der sich dafür interessiert, KI-Applikationen zu entwickeln – und das ganz ohne Programmierkenntnisse.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Online-Plattformen, auf denen man sich seine eigene KI-Anwendung „zusammenklicken“ kann. Im Anschluss ist es möglich, die Algorithmen zu trainieren, Daten auszuwerten und Vorhersagen zu treffen.

Auf der AIxIA 2022 mehr über No-Code Machine Learning erfahren

Mit No-Code KI geht eine ganze Reihe von Vorteilen einher: Zunächst machen die Anwendungen das Potenzial der Künstlichen Intelligenz für viele Unternehmen überhaupt erst nutzbar. Gleichzeitig erhöhen sie durch ihre hohe Benutzerfreundlichkeit die Produktivität und reduzieren die Kosten, da die Automatisierung mittels KI deutlich einfacher wird. Zu guter Letzt profitieren No-Code KI-Plattformen auch von ihrer enormen Skalierbarkeit.

Wie all das in der Praxis aussieht, beleuchten am 15. und 16. November zahlreiche Vorträge auf der AIxIA 2022. Hier geht’s zum Programm.

Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.