Vom 18. bis 19. November findet die AIxIA 2021 statt. In diesem Jahr dreht sich bei der deutsch-französischen Konferenz alles um die Artificial Intelligence of Things, kurz AIoT. Aber was verbirgt sich hinter dem Begriff überhaupt?

Künstliche Intelligenz (KI) ist einer jener Begriffe, die uns heutzutage in allen möglichen Bereichen begegnet – sei es nun bei Smartphones, Fernsehern oder Autos. Irgendwie ist alles „intelligent“ geworden. Im Kern geht es bei der Forschung im KI-Bereich darum, Maschinen zu befähigen, Aufgaben mithilfe von Algorithmen eigenständig zu lösen – und auch auf unbekannte Situationen adäquat zu reagieren. Anders ausgedrückt: Die Maschinen führen nicht wiederholt eine Aufgabe auf dieselbe Art und Weise aus, sondern lernen dazu. Ganz wie der Mensch.

Beim Internet of Things (IoT) dreht sich derweil alles um die zunehmende Vernetzung unserer Welt. So kann beispielsweise ein Fitnessarmband unserem Auto mitteilen, ob wir gestresst sind. Wenn wir dann einsteigen, spielt das Fahrzeug Musik zum Entspannen und aktiviert die Massagefunktion der Sitze. Wir fahren los – und kurz bevor wir zu Hause ankommen, sendet das Smartphone einen Befehl an unser Smart Home, sodass schon einmal die Garage geöffnet und die Heizung höher gestellt wird.

Die Artificial Intelligence of Things, kurz AIoT, bringt nun diese beiden Dinge zusammen.

Die Zukunft gehört der AIoT

Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass es 2020 weltweit bereits 30 Milliarden IoT-Geräte gab. Für das Jahr 2025 werden 75 Milliarden prognostiziert. Zusammengenommen generieren diese Geräte Unmengen an Daten, die dabei helfen können, die unterschiedlichen Prozesse und Produkte weiter zu verbessern. Das Problem dabei: Sie bleiben häufig ungenutzt. Größtenteils liegt das daran, dass die Sensordaten lediglich erfasst und an eine zentrale Einheit weitergeleitet werden, die dann wiederum eine bestimmte Aktion auslöst. Beispiel: „Wenn der Messwert des Helligkeitsensors am Gebäude Wert X unterschreitet, dann schließe alle Rollläden.“ Das mag im allgemeinen Sprachgebrauch „smart“ sein, hat aber wenig mit Künstlicher Intelligenz zu tun.

Deshalb kombiniert man bei AIoT das Beste aus zwei Welten: Die IoT-Geräte sammeln die Daten, eine entsprechende KI wertet sie direkt aus. Dadurch können AIoT-Geräte aus Erfahrungen lernen, sich an neue Situationen anpassen – und sogar bestimmte Aufgaben eigenständig lösen. Praktische Anwendungsgebiete für AIoT sind beispielsweise die Predictive Maintenance in der Industrie, selbstfahrende Autos oder die Fernüberwachung von Patienten. Wie Letzteres mittels AIoT in der Praxis aussehen kann, zeigt TytoCare:

Inhalte nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies durch ein Klick auf Akzeptieren.

AIoT und der Datenschutz

Eine der größten Herausforderungen, die AIoT-Technologien insbesondere in Europa zu meistern haben, ist der Datenschutz. Denn nur wenn gewährleistet werden kann, dass mit all den generierten Daten verantwortungsvoll umgegangenen wird, werden viele Anwendungsszenarien überhaupt erst möglich sein.

Diesbezüglich herrscht derzeit noch große Unklarheit. Technisch ist vieles bereits machbar, rechtlich jedoch nicht. Die Europäische Kommission arbeitet allerdings an einem rechtlichen Rahmen und hat dazu in einem ersten Schritt das Weißbuch zur Künstlichen Intelligenz vorgestellt.

Inhalte nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies durch ein Klick auf Akzeptieren.
Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.