Wer im Home Office arbeitet, sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Dennoch ist produktives Arbeiten zuhause möglich. Man muss nur ein paar einfache Dinge berücksichtigen.

1. Ein Stehschreibtisch wirkt wahre Wunder

Wenn es eine Sache gibt, die die Bezeichnung „absolutes Must-Have im Home Office“ verdient, dann ein Stehschreibtisch. Was im Büro vielfach als Luxus angesehen wird, ist daheim eine absolute Notwendigkeit.

Das liegt ganz einfach daran, dass man sich in den eigenen vier Wänden noch weniger bewegt, als auf der Arbeit. Der eigentliche Weg ins Büro, Besuche in anderen Abteilungen, Kaffee- und Mittagspausen mit Kollegen in der Kantine – all das fällt weg. Wer eine Smartwatch hat und die tägliche Schrittzahl im Home Office mit der im Büro vergleicht, wird schnell feststellen, wie groß die Unterschiede sind.

Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, nicht den ganzen Tag im Sitzen zu verbringen – und nein, die fünf Meter zur Kaffeemaschine in der Küche sorgen nicht für den notwendigen Ausgleich. Stehschreibtische schaffen hier schnell und effizient Abhilfe. Gute Modelle mit elektrischem Antrieb sind inzwischen bereits ab etwa 400 Euro erhältlich. Alternativ findet man bei Google unter dem Begriff „Stehschreibtisch Aufsatz“ kompakte Lösungen, mit denen sich jeder Tisch in einen ergonomischen Arbeitsplatz verwandeln lässt.

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2. Eine gute Beleuchtung ist wichtig für Geist und Körper

Zugegeben, die Überschrift klingt auf den ersten Blick etwas abgedroschen, aber tatsächlich ist gutes Licht am Home Office-Arbeitsplatz nicht nur für die Augen wichtig, sondern auch für die Psyche – vor allem im Herbst und Winter.

Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Lösungsansätze, angefangen von einer hellen Deckenleuchte, über eine Tageslichtlampe bis hin zur LED-Leiste über dem Monitor. Wer allerdings möglichst flexibel sein möchte, greift zu einer smarten Schreibtischlampe. Maßstäbe hat in diesem Zusammenhang sicherlich Dyson mit der Lightcycle Morph gesetzt, die mit 629 Euro dann aber doch etwas teuer ist. Anbieter wie Xiaomi bieten eine ähnliche Funktionalität bereits ab 40 Euro. Konkret bedeutet das, dass die Lampe nicht nur dimmbar sein, sondern auch unterschiedliche Lichtfarben (Kalt- bis Warmweiß) unterstützen sollte. Kaltweißes Licht wirkt am Morgen stimulierend. Warmweißes Licht eignet sich dagegen für die Abendstunden.

Ein netter Nebeneffekt: Mit einem guten Licht seid ihr auch auf Videocalls optimal vorbereitet.

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3. Ablenkung aktiv vermeiden

Fast alle Studien zum Thema Home Office kommen zu dem Ergebnis, dass die Produktivität am heimischen Arbeitsplatz höher ist, als im Büro. Das gilt insbesondere im Vergleich zu Großraumbüros. Aber natürlich ist man auch daheim Ablenkungen ausgesetzt, die man mit ein paar einfachen Tricks minimieren beziehungsweise komplett vermeiden kann.

Akustische Reize (Straßen- und Baustellenlärm, laute Nachbarn, telefonierende Familienmitglieder, etc.) kann man einfach und effektiv mit einem Noise-Cancelling-Kopfhörer ausblenden – der sich zudem auch noch für Videocalls verwenden lässt. Gute Einstiegsmodelle sind ab etwa 80 Euro erhältlich. Wer auch Wert auf guten Klang beim Musikhören legt, solle zwischen 150 und 300 Euro investieren.

Bleibt noch die Ablenkung durch das Surfen im Internet oder die Nutzung sozialer Netzwerke. Mit Disziplin kommt man hier in der Regel nicht weiter, da es einfach zu verlockend ist, „mal eben kurz“ bei Facebook reinzuschauen oder das Lieblings-Nachrichtenportal aufzurufen. Auch das Deaktivieren von Benachrichtigungen bringt wenig.

Aber wie für alles, gibt es natürlich auch für dieses Problem inzwischen eine App. Ganz viele sogar. Wer bei Google nach „Ablenkungsfrei Arbeiten + Software“ sucht, findet eine Reihe von Tools, die die Verwendung bestimmter Apps oder das Aufrufen einzelner Websites für bestimmte Zeiträume blockieren. Will man beispielsweise eine Stunde lang konzentriert an einer Power Point-Präsentation arbeiten, kann man für diesen Zeitraum nur die Verwendung von Power Point und das Aufrufen relevanter Dokumente zulassen. Klingt gewöhnungsbedürftig, hilft in der Praxis aber ungemein.

4. Pflanzen sorgen für ein gutes Raumklima

Selbst wenn man keinen grünen Daumen hat, sollte man sich fürs Home Office ein paar Pflanzen anschaffen. Dabei geht es weniger um das Thema Dekoration, sondern vielmehr um das Raumklima. Egal, ob Gummibaum, Yucca-Palme oder Ficus – all diese Pflanzen sorgen für reinere Luft und eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Das wiederum wirkt sich positiv auf die Produktivität im Home Office aus, da man bei einer guten Luftqualität konzentrierter Arbeiten kann. Einfaches Beispiel: Wenn im Winter die Heizung auf Hochtouren läuft, sinkt die Luftfeuchtigkeit mit unter auf 30 Prozent. Pflanzen wirken dem auf natürliche Weise entgegen.

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5. Kleinere Trainingseinheiten in den Alltag integrieren

Bewegung ist wichtig – und genau deshalb reicht der eingangs erwähnte Stehschreibtisch allein nicht aus. Tipps wie „Geh joggen!“ helfen nur wenigen Menschen weiter, denn wer vor Corona nicht schon regelmäßig Sport getrieben hat, wird in der Regel auch im Home Office nicht zum Marathonläufer.

Durchaus hilfreich sind hingegen die Übungen, die man unter „Fit am Schreibtisch“ oder „Fit im Büro“ findet. Dabei handelt es sich um kurze, effektive Trainingseinheiten, die man problemlos in den Arbeitsalltag integrieren kann. Ob man dafür nun eine App, ein Video oder eine PDF-Anleitung nutzt, ist im Endeffekt egal. Hauptsache man bringt etwas Bewegung ins Home Office.

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Frank Feil
Frank Feil, Jahrgang 1986, berät und schult regionale sowie überregionale Unternehmen in den Bereichen Social Media und Corporate Publishing. Zudem ist er als freier Autor tätig. Schon von Kindesbeinen an fasziniert ihn alles, was mit Technik und dem Internet zu tun hat. Seit 2006 ist er als Blogger und Community Manager im Netz unterwegs.