Facebook wächst und wächst. Die Gewinne steigen kräftig – und das vor allem dank Werbeeinnahmen. Für Unternehmen bleibt das soziale Netzwerk eine der wichtigsten Marketing-Plattformen im Internet.

„Ich habe gehört, dass Facebook schon wieder out ist und jetzt alle bei Snapchat sind! Macht es überhaupt noch Sinn, Facebook für unser Marketing zu nutzen oder sollen wir gleich mit Snapchat einsteigen?“ – diesen Satz habe ich inzwischen schon mehrfach gehört. Er macht deutlich, wie schnell sich ein vorübergehender Hype in den Köpfen der Menschen festsetzt. Richtig ist, dass Snapchat in den vergangenen Monaten ein beachtliches Wachstum hingelegt hat. Aus Marketing-Sicht ist die Plattform allerdings nach wie vor nur für wenige Unternehmen geeignet – und wenn überhaupt, dann nur als Kür.

Also doch lieber mit Facebook anfangen? Ja! Warum? Deshalb:

Facebook wächst und wächst und wächst

Werfen wir doch mal einen Blick auf die aktuellen Zahlen aus dem Facebook-Hauptquartier: Im vergangenen Quartal verdiente das soziale Netzwerk 3,06 Milliarden US-Dollar – und damit 77 Prozent (!) mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 49 Prozent auf 8,03 Milliarden US-Dollar. Allein in den vergangenen Quartal verzeichnete Facebook 80 Millionen Neuanmeldungen und kommt jetzt im Monat auf 1,94 Milliarden aktive Mitglieder.

Von entscheidender Bedeutung ist hier das Wort „aktiv“, denn wir sprechen nicht von irgendwelchen ungenutzten Accounts, sondern von fast 2 Milliarden Menschen, die jeden Monat auf Facebook mit Unternehmen, Marken und ihren Freunden interagieren. Das ist rund ein Viertel der Weltbevölkerung!

Rund 1,28 Milliarden Nutzer greifen derzeit sogar täglich auf die Plattform zu.

Ohne Werbebudget und Mobile-Optimierung geht es nicht

Aus den neuen Zahlen von Facebook lassen sich aber auch andere Erkenntnisse ableiten. Zum Beispiel, dass Unternehmen beim Facebook-Marketing zwar weiterhin auf hochwertige Inhalte achten sollten, sie es aber ohne den Einsatz eines monatlichen Werbebudgets schwer haben werden, Reichweite zu erzielen. Die oben genannten Gewinne von Facebook gehen nämlich fast vollständig auf Werbeeinnahmen zurück, die das sozialen Netzwerk inzwischen zu 85 Prozent (!) mit Ads auf Smartphones und Tablets erzielt. Der Facebook-Algorithmus liebt (und belohnt) gute (native) Inhalte, aber selbst diese werden in vielen Fällen nur noch an einen Bruchteil der Fans einer Seite ausgespielt. Wer all seine Fans erreichen will, muss den entsprechenden Beitrag bewerben. Wer Facebook-Nutzer außerhalb seiner Fangemeinde erreichen will, erst recht.

Ebenfalls interessant: Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat Facebook diesmal darauf verzichtet, die Nutzerzahlen in Desktop- und mobile Nutzer zu unterteilen. Das signalisiert, dass Facebook die mobile Nutzung der Plattform nun als Standard ansieht. Will heißen: Facebook ist ein soziales Netzwerk, dessen Nutzerinteraktionen maßgeblich auf Smartphones und Tablets stattfinden. Dementsprechend müssen Unternehmen darauf achten, dass ihre Inhalte (insbesondere Fotos und Videos) für Mobile optimiert sind. So sind beispielsweise kleinere Texte auf Bildern ein No-Go.

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