Glaubt man einer Studie des Softwareanbieters Sage, kostet ineffiziente Software dem Mittelstand ein Vermögen. Europaweit sollen es 9,6 Milliarden Euro sein, die jährlich bei den KMUs verschwendet werden.

Insgesamt wurden europaweit 600 IT-Unternehmen befragt. Und das Ergebnis ist niederschmetternd und teuer zugleich: Denn im Durchschnitt setzt jeder der mehr als 222.000 europäischen Mittelständler 43.138 Euro pro Jahr in den Sand. Für kleinere KMUs ein enormes Kapitalrisiko. Auf das gesamte Jahr gesehen macht das glatte 9,6 Milliarden Euro. Dabei setzen 88 Prozent der Unternehmen zwar auch bekannte Software ein, holen aber zu wenig Effizienz aus dieser heraus. Das Potenzial des Unternehmens bleibt so unberührt.

Gründe für Fehleinsatz von Business-Software

Bei den Gründen des Fehleinsatzes von Businesssoftware führt Sage drei entscheidende Punkte auf. Zum einen werden nach eigenen Angaben die Funktionen der jeweiligen Software nicht benötigt, zum anderen wird zu wenig auf Schulung dieser Software gesetzt – andererseits sollen die Software-Pakete meist auch nutzerunfreundlich sein. Die Mitarbeiter verlieren so schnell den Anreiz, ihre Arbeit weiter zu verbessern; die Motivation fällt jedes Mal mit noch anspruchsvolleren Aufgaben.

Und aus diesen drei Schwerpunkten resultieren zwei weitere Fakten für die Euro-Verschwendung: unzureichender Support der Softwareanbieter und die mangelnde Nachfrage des Kunden. Zum Teil wird den KMUs daher auch das Blaue vom Himmel versprochen. Am Ende zahlt das Unternehmen drauf.

Laut Heise sind es 35 Prozent der deutschen Firmen, die besonders die Überschneidung der Funktionen innerhalb der unterschiedlichen Programme beklagen. „Hinsichtlich der Erwartungen an eine Software sagen 63 Prozent, sie halten deren unternehmerische Effizienz für die wichtigste Herausforderung. Interessanterweise glauben momentan nur rund ein Drittel der Umfrageteilnehmer (35 Prozent), dass Software sie auf dem Weg zum Geschäftserfolg unterstützen kann“ so die Kollegen des Online-Magazins.

Die Anforderungen sind dabei recht unterschiedlich. Die Faktoren, die im vergangenen Jahr den Kauf beeinflusst haben waren mit 53 Prozent der Preis, 52 Prozent kauften zwecks der integrierten Funktionen die Software und 45 Prozent suchten in der Software die leichte Inbetriebnahme.

Dabei ist wohl für jeden Softwareanbieter die wichtigste Zahl noch nicht genannt; denn nur 49 Prozent der Unternehmen Europas wollen 2014 weniger für Software ausgeben. Immerhin wollen 76 Prozent in günstige Cloud-Software investieren – die Sicherheit bremst allerdings auch diese Entwicklung.

Grafik zur Studie

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