Smartphone-Apps sind kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken. Der Umsatz mit den kleinen Anwendungen wächst jährlich, ebenso wie die Zahl der unterschiedlichen Einsatzgebiete. Jetzt entdecken immer mehr Unternehmen die Vorteile von Apps im industriellen Umfeld für sich. B2B-Apps könnten bereits die Hälfte des weltweiten Umsatz mit mobilen Anwendungen ausmachen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an entsprechender Qualitätssicherung.

Sie sind praktisch überall: Mit Apps, den kleinen Software-Anwendungen für das Smartphone oder das Tablet, können heute Gesundheitsdaten ermittelt, Autos oder sogar ganze Einfamilienhäuser gesteuert werden. Die Nutzungsszenarien sind endlos, die App-Wirtschaft boomt. 2015 stieg der Gesamtumsatz laut Digitalverband Bitkom allein in Deutschland auf 1,3 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Weltweit, das zeigen Statista-Zahlen, lag der Umsatz sogar bei rund 45 Milliarden Euro.

Mit Apps zu effizienteren Betriebsabläufen

Kein Wunder also, dass sich im vergangenen Jahr auch verstärkt die Industrie dem Thema Smartphone-Anwendungen angenommen hat. Mittlerweile, das zeigen aktuellen Statista-Zahlen, bilden Business-Apps im deutschen Android-App-Store das zweit größte Segment nach den Smartphone-Spielen, bei Apple verhält es sich ähnlich.

Denn: Wie im Privaten können Apps auch im Business-Umfeld dabei helfen, Prozesse zu beschleunigen und zu zentralisieren. Bestes Beispiel ist hier der Einzelhandel. Warum werden Bestellungen von Händlern eigentlich größtenteils immer noch via Fax, E-Mail oder Telefon bei großen Handelsunternehmen aufgegeben? Ein paar Klicks über eine entsprechende App genügen, die Bestelldaten sind übermittelt und befinden sich sofort im jeweiligen IT-System – eine umständliche manuelle (und damit fehleranfällige) Pflege von Tabellen entfällt.

Daneben können entsprechende Apps, ähnlich wie Dropbox für den privaten Gebrauch, auch das Dateienmanagement von Unternehmen deutlich erleichtern und flexibler gestalten. Sie ermöglichen es, wichtige geschäftliche Dokumente ganz einfach und sicher zwischen unterschiedlichen Geräten wie einem Laptop oder Tablet zu synchronisieren. Lästige und zeitraubende Zwischenschritte entfallen.

Markt mit Zukunft

Derlei Anwendungsbeispiele gibt es unzählige. Kaum ein betrieblicher Ablauf, der nicht mittels App optimiert werden könnte. Dabei haben große IT-Konzerne wie IBM und SAP den Trend längst erkannt und fluten den Markt mit hunderten Business-Apps unterschiedlichster Couleur.

Aus gutem Grund, bergen Unternehmen als Zielgruppe doch ein enormes wirtschaftliches Potential. Klar ist: Wer sich hier als Branchenprimus etablieren kann, dem steht ein riesiger Markt offen. In den nächsten zwei Jahren, so die Einschätzung vieler Analysten, könnten B2B-Apps bereits die Hälfte des weltweiten Umsatz mit mobilen Anwendungen ausmachen – Tendenz steigend.

Bottleneck zum B2B-Erfolg

Doch klar ist auch: Durchsetzen werden sich auf lange Sicht nur Anbieter, die ausreichend dafür Sorge tragen, dass ihre Anwendungen auch ohne Probleme funktionieren. Denn anders als bei Privatnutzern, die bei Unzufriedenheit im Zweifel in Sekundenschnelle zur Konkurrenz-App wechseln, können fehlerhafte Anwendungen im Industrie-Umfeld auch große wirtschaftliche Schäden bedeuten.

Man stelle sich nur vor, durch Probleme in der Software würden vertrauliche Dokumente versehentlich öffentlich. Oder durch einen Systemfehler würden Bestellvorgänge von Geschäftskunden falsch übermittelt – die finanziellen Einbußen sowie der Reputationsverlust wären enorm, das Vertrauen der Kunden zur Recht zerstört.

Qualitätschecks vor Marktstart

Umso wichtiger sind entsprechende Software-Testings vor Marktstart, wollen Anbieter von B2B-Apps gewährleisten, dass die App in den Händen der Business-User reibungslos funktioniert. So gilt es, die Anwendungen im Vorfeld auf folgende Aspekte hin zu überprüfen:

1.    Funktionalität – Funktioniert alles wie beabsichtigt?
2.    Usability – Ist die Bedienoberfläche der App intuitiv?
3.    Sicherheit – Sind sensible Kundeninformationen sicher?
4.    Belastbarkeit – Wie gut läuft die App unter hoher Belastung?
5.    Lokalisierung – Sind die Inhalte über nationale Grenzen hinweg verständlich?

Nur wenn Anbieter wesentliche Qualitätschecks vor Marktstart der App durchführen, ist ihnen die langfristige Loyalität ihrer Kunden sicher. Nur dann können sie am Ende auch auf ein möglichst großes Stück vom Kuchen des boomenden Marktes für B2B-Apps hoffen.

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