Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Individuell, mit wenigen Vorgaben für den Mitarbeiter oder komplett reglementiert; sprich, der Arbeitnehmer hat sich gefälligst anzupassen. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden. Die Arbeit selbst und die Anforderungen des Kunden werden auf jeden Fall anspruchsvoller und der Arbeitnehmer benötigt geeignete Tools und Prozesse – die IT ein dickes Fell.

Speziell für den Mittelstand ist es noch immer ein diskussionswürdiges Thema: der Arbeitsplatz der Zukunft. Neue notwendige Technologien, Kommunikationskanäle, gegebenenfalls ortsunabhängige Flexibilität sowie standort- und länderübergreifende Kollaborationen, Vertrauensarbeitszeit oder das Home-Office sind wohl die meist genannten Hindernisse, die einen moderneren Arbeitsplatz erschweren. Dennoch dürfte in naher Zukunft auch für die meisten Mittelständer klar sein, dass in der modernen Arbeitswelt, in der Mitarbeiter immer häufiger von unterwegs oder von zuhause aus arbeiten, die Bedeutung des festen Arbeitsplatzes abnimmt. Vielmehr wandelt das eigentliche Büro sich zu einem Ankerpunkt für Infrastruktur, Austausch und soziale Kontakte.

Soziale Netzwerke und der Mittelstand

Elementar; zu aller erst muss sich die IT darauf einstellen. Sie muss die bestehenden Interna vor fremden Blicken schützen, eben weil außerhalb der eigentlichen Unternehmensstrukturen gearbeitet werden soll. Sie müssen sich aber gleichzeitig öffnen und beispielsweise jüngeren Beschäftigen, die mit Facebook, Twitter, Google+ sowie mit mobilen Endgeräten aufgewachsen sind, zum einen das bestehende Risiko erklären, zum anderen neue Kommunikationswege sinnvoll mit in die bestehende sowie in die neue IT-Infrastruktur berücksichtigen. Die einfachste Lösung ist zweifelsohne den jungen Mitarbeitern die Chance zu geben, „jederzeit mobil auf Anwendungen und Daten zuzugreifen, die passenden Apps installieren und über Chats und Posts mit Kollegen zu kommunizieren. Das fördert deren Motivation und gibt den gewissen Ausgleich zu den offenen Kanälen. Klar, dürfen soziale Netzwerke im Unternehmen genutzt werden, führt an einer Sensibilisierung kein Weg vorbei. Das gilt für jede Generation“. So zumindest schreibt es die Computerwoche 25-2014.

Wenn beide Seiten auf einer Wellenlänge funken, wird es auch mit dem modernen und flexiblen, vielleicht sogar mit dem mobilem Arbeitsplatz funktionieren. Denn Sicherheit ist den meisten mittelständischen Unternehmen mehr Wert, als beispielsweise ein Tablet oder moderne Arbeitstools. Derzeit ist der Mittelstand hinsichtlich der möglichen Cyberbedrohungen aber noch eher schlecht vorbereitet. Daher gilt: Externer Zugang zum internen Server ja, aber nur via VPN und verschlüsselter Hardware. Zudem müssen Laptop, Smartphone, Tablet und Co. mit der richtigen Software ausgestattet sein, bevor sie in den Außeneinsatz dürfen. Außerdem sind Punkte wie unterschiedliche Benutzerrechte, mobilen Lokalisierung der Geräte, die Möglichkeit, gespeicherte Daten direkt löschen zu können und der Schutz, per Verschlüsselung Dokumente vor Langfingern zu schützen – nicht unwichtig. Die IT-Sicherheit ist allerdings auch eine Chance für die IT-Abteilung.

Arbeitsplatz der Zukunft: VPN und Verschlüsselung unverzichtbar

Wird der Arbeitsplatz der Zukunft somit dadurch geprägt sein, dass jeder Mitarbeiter nach Belieben eigene IT-Systeme, Apps und Cloud-Speicher-Dienste nutzen darf – mit dem Argument, er sei dadurch produktiver und zufriedener? Nein, sagt Acronis-Managerin Sandra Adelberger. Laut des Datenschutz-Spezialisten muss noch mehr Aufklärung betrieben werden; speziell in Sachen Bring Your Own Device (BYOD). „Private Geräte haben auf positive Weise dauerhaft unseren Arbeitsplatz verändert. Dies gilt vor allem für die Art, wie Mitarbeiter standortübergreifend zusammenarbeiten und wie sie mit Unternehmensdaten interagieren“, kommentiert Adelberger, Director Product Management EMEA bei Acronis. BYOD ist also eine große Chance für Unternehmen, aber viele dieser Unternehmen unterschätzen die Gefahren, die mit BYOD einhergehen – geeignete Maßnahmen werden meist vernachlässigt. Das sagt zumindest die hauseigene Studie zum Thema BYOD.

Bei aller Skepsis: Über die Grenzen von Gerätekategorien hinweg wird künftig noch einfacher kommuniziert. Egal ob sich Mitarbeiter an verschiedenen Standorten oder unterwegs befinden – moderne IP-basierte Lösungen schaffen die Grundlage für Zusammenarbeit in Echtzeit. Virtuelle Teams werden produktiver durch Desktop- und Dokumenten-Sharing. Web- und Videokonferenzen sorgen für schnelle und verbindliche Ergebnisse. Sicherheitsmechanismen wie VPN und Verschlüsselungen werden die neue Freiheit langfristig sichern.

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