Was passiert in der Web-, Tech- und Startup-Szene? Wir präsentieren lesenswerte Meldungen der letzten Woche, die uns im Netz begegnet sind. Heute mit Botkriegern, Blockchain und Fragen zum Personal Branding…

Silicon Valley: Geld oder Gewissen?

Das Silicon Valley als rebellischer Kämpfer für das Gute: „Don’t be evil“, so lautete früher Googles Motto, und Apple weigerte sich prominent, dem FBI Zugang zu iPhones von Terroristen zu gewähren. Doch wie lange hält Idealismus, wenn große Geschäfte winken? Es drohe Fortschritt in die falsche Richtung, kommentiert die NZZ.

Philosophen-Bots

Ungeheuerliches auf twitch: Dort konnte man den Diskurs zwischen zwei Google Home Devices verfolgen. Diskutiert wurde beispielsweise die Frage, ob Gott existiere. Polygon zeigt die Highlights.

Angriff der Botkrieger

Forscher des University College London haben ein Botnetz entdeckt, das mit gängigen Methoden nicht auffindbar gewesen sei. Die Tätigkeit der Twitter-Accounts: Star Wars zitieren. Zum Artikel beim Hamburger Abendblatt.

Diplomatischer Twitter-Gebrauch

Die Botschaft der Russischen Föderation in London kann sich über ihre Reichweite in den sozialen Medien sicher nicht beklagen. Pepe, ein umstrittener Cartoon-Frosch im Dienste der Diplomatie – das erzeugte Aufmerksamkeit. Motherboard hat sich die Twitter-Strategie der Botschaft genauer angeschaut.

Lang lebe der Amiga

Während alle über das iPhone sprechen, beschäftigt sich Jeremy Reimer mit dem Commodore Amiga. Viva Amiga, eine neu erschienene Dokumentation, rollt die Geschichte des Computers auf und zeigt, warum der Commodore Amiga sich bei manchen Menschen bis heute großer Beliebtheit erfreut. Zur Rezension bei Ars Technica.

CES 2017: Von der Wiege bis zur Schminke

Keine große Innovation bei der CES 2017, dafür aber eine Durchdringung des Alltags – vom smarten Babybett bis zum interaktiven Schminkspiegel. Statt Überraschungen also die Übersetzung technischer Errungenschaften in unsere Lebensrealität, resümiert heise.

Blockchain: Fehlt es am Problem?

Blockchain werde als ein Pfeiler gehandelt, auf dem das Heilsversprechen der Digitalisierung fuße. Und was ist an dieser Technologie dran? Vielversprechend – aber man habe den Eindruck, das Problem für die Lösung müsse erst noch gefunden werden, so der Kommentar bei Capital.

Breitbandausbau: Stellt endlich Masten auf

Der Breitbandausbau könne ganz einfach sein – wenn man die Kabel aufhängen würde. Golem zieht Vergleiche zum Telefonausbau in Ostdeutschland und plädiert für Luftkabel. Glasfaserkabel oberirdisch über Masten zu verteilen sei günstiger. Das Problem sei, dass der Ausbau nicht vehement genug gefordert würde.

Arbeitswelt: Wird die Zukunft langsam?

Achtsamkeit, weniger Arbeitszeit, mehr Produktivität. Es gebe einen Trend zur Entschleunigung, der die Arbeitswelt nachhaltig verändern könnte, so die Einschätzung des Soziologen Matthias Horx auf XING spielraum.

Personal Branding: Digital, menschlich, wahrhaftig

„Wer sich im digitalen Raum nicht verortet, existiert dort nicht“, so Klaus Eck im Interview mit Hohe Luft. Persönliche Inszenierung ist ein großer Bestandteil der digitalen Welt. Auf sozialen Medien publizieren wir und stehen dafür mit unserem Namen und Gesicht. Sich nahbar und authentisch zeigen sei wichtig, um sich selbst als Marke zu etablieren – dem gegenüber steht die Angst, über Inhalte und Reichweite die Kontrolle zu verlieren.
Gerade in Deutschland stehe der Perfektionismus Personal Branding im Weg – doch „im Web ist Schweigen kein Gold.“ Das Interview wurde online auf manager magazin veröffentlicht.