Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu – und die Techtag-Redaktion blickt mit euch zurück auf zwölf spannende Monate, in denen sich in den Bereichen Share Economy, Start-ups und Digitalisierung so einiges getan hat – auch im letzten Quartal des Jahres!

Oktober: Google Pixel, Tablets am Gymnasium und weitere Breitband-Projekte

200 Mbit/s sind im Jahr 2016 durchaus zeitgemäß. Während ich Musik via Spotify höre, kann meine Frau ihre Lieblingsserien auf Netflix in 4K streamen. Da ich von zu Hause aus arbeite, muss ich zudem regelmäßig größere Dateien herunter- und hochladen. Mit einer 200-Mbit-Leitung ist das alles kein Problem – selbst wenn wir bereits Kinder hätten, die das Internet parallel nutzen.

Freilich hat nicht jeder ein Home Office und es soll – Gerüchten zufolge – auch Menschen geben, die noch lineares Fernsehen schauen. Aber egal, wie man es dreht und wendet: Die zu übertragenden Datenvolumen werden immer größer, so dass (derzeit) eine Leitung mit 50 Mbit/s als absolute Untergrenze zu betrachten ist. Das sieht auch die Bundesregierung so – und dennoch sollen erst 2018 alle deutschen Haushalte einen solchen Anschluss haben. Leider ist selbst das reines Wunschdenken.

Während es im September zahlreiche Meldungen zum Breitbandausbau gab und auch im Oktober neue Investitionen versprochen wurden, sah und sieht die Realität anders aus. Ein Blick in den Enzkreis verdeutlicht das ganze Ausmaß der Misere.

Google Pixel Smarthone
Das neue Pixel-Smartphone von Google macht sich auf, das Premium Segment zu erobern (Bild: Google).

Unterdessen stellte Google mit dem Pixel sein erstes hauseigenes Smartphone vor. Interessant war dieser Schritt vor allem deshalb, weil das Unternehmen damit einen direkten Angriff auf Apple startete (die Preise des Pixel sind identisch mit denen des iPhones). Ob Google damit Erfolg hat, werden wir nächstes Jahr wissen.

Weitere lesenswerte Artikel im Oktober handeln von der Digitalisierung des Handwerks, dem Einsatz von Tablets am Gymnasium und Same-Day-Delivery.

November: Smarte Weinberge, Black Friday und die hub conference

MyOmega hat auf Basis der Intel XMMTM 7160 LTE-Plattform entsprechende Cloud-Services und Secure Network Connections entwickelt. TracoVino kommuniziert mittels Mobilfunk, existierendem WiFi oder einer Ethernet-Infrastruktur sicher mit dem Internet. Durch Cloud-basierter Applikationen kann der Winzer jederzeit Prognosen über den Zustand seiner Weinberge, möglichen Schädlingsbefall oder die zu erwartende Qualität oder Quantität abrufen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Die Messstellen lassen sich durch Kartenansichten und Satellitenfotos schnell zuordnen, Datenverläufe werden übersichtlich präsentiert und geben detaillierte Informationen zur aktuellen und historischen Situation vor Ort im Weinberg.

Smarter Weinberg

Tja, wer hätte das gedacht: Das Internet der Dinge macht im Jahr 2016 selbst Weinberge smart. Wir waren für euch vor Ort und haben uns angeschaut, was dank Technologien von Intel schon heute möglich ist.

Wir waren für euch aber auch in Berlin, wo im November die hub conference stattfand. Predictive Analytics, 3D-Print und VR waren nur einige der Themen, über die einen Tag lang diskutiert wurde. Hier findet ihr unsere Zusammenfassung.

Eingekauft wurde im November übrigens jede Menge, denn der Black Friday stand mal wieder an. Unsere zeitlosen Tipps könnt ihr gerne auch bei kommenden Aktionen berücksichtigen! 😉

Weiterhin viel im November der Startschuss für das Testfeld Autonomes Fahren, bestehende Infrastrukturen wurden vernetzt und fünf Gründe für die Wirtschaftsregion Pforzheim hatten wir auch noch für euch.

Dezember: Elektromobilität, Amazon Go und Uber

Und damit wären wir auch schon am Ende des Jahres angelangt. Im Dezember haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration Thomas Strobl haben die Eckpunkte einer ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ vorgestellt auf den Weg gebracht.

autonomes Fahren
Volvo Cars and Uber join forces to develop autonomous driving cars

Nebenbei startete Uber in San Francisco ein Pilotprojekt mit autonomen SUVs – das nach einem Tag schon wieder gestoppt wurde. In Deutschland plagten uns derweil andere Probleme, beispielsweise im Bereich der Elektromobilität.

Wenn jemand den automatisierten Einkaufsladen erfolgreich umsetzen kann, dann Amazon. Denn bisher sind automatisierte Abrechnungssysteme nie über die jeweilige Testphase hinausgekommen. Zu teuer ist die Idee, die Umsetzung. Potenzial hat Amazon Go Dennoch. Das Lebensmittelsegment zeichnet sich durch regelmäßige Umsätze aus. Der Mensch benötigt regelmäßig Nahrungsmittel – die Nachfrage wird auch in Zukunft hoch sein. Zudem wächst speziell die Nachfrage nach einem Onlineangebot in Sachen Lebensmittel. Ob allerdings diese Nachfrage unsozial erfüllt wird, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Vorteil für Amazon: Kein anderer Konzern kennt seine Kunden so gut. Ob der Shop allerdings nach Deutschland kommt ist eher fraglich. Der Datenschutz hierzulande gilt weltweit als einer der Schärfsten.

Amazon machte es derweil mit Go mal wieder allen vor. Ohnehin scheint der US-Riese in Deutschland so beliebt zu sein, dass auch eine Preiserhöhung von 40 Prozent kein Problem für die Kunden darstellt.