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Nur wer sichtbar ist, kann gefunden werden. KMUs mit großem Privatkunden-Kontakt sollten daher Wert auf ein ordentliches Facebook-Profil legen. Das lässt sich einfach in fünf Schritten erstellen.

Kleine und mittlere Unternehmen, die auf Kunden aus der näheren Umgebung angewiesen sind, müssen sich beim Marketing auf vollkommen andere Mittel stützen als die großen, international agierende Firmen. Wichtig ist die Auffindbarkeit des Unternehmens in Branchenverzeichnissen und Suchmaschinen. Teil dieser Strategie ist mindestens die korrekte Angabe von Unternehmensnamen, Adresse und Telefonnummer, kurz NAP (englisch: Name, Address Phone).

Die Konsistenz dieser Informationen ist entscheidend. Kunden, die Suchmaschinen nach einer lokalen Dienstleistung befragen, schauen nur selten auf die zweite oder gar dritte Seite. Damit das eigene Unternehmen möglichst weit vorn ist, gilt es den Google Pagerank – jenem Google Algorithmus der für die Sortierung verantwortlich ist – von der Seriösität des eigenen Unternehmens durch konsistente und richtige Angaben in möglichst vielen Profilen und Seiten zu überzeugen.

Seit 2013 zählt auch Facebook mit Facebook Local zu den Quellen, die von Google befragt werden. Ein gewichtigeres Argument für das Facebook Profil ist aber die lokale Suche direkt in Facebook. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens comScore verwendet jeder Dritte US-Amerikaner bei der Suche nach einem Unternehmen vor Ort Google Maps. In den USA folgt Facebook mit 25 Prozent direkt auf dem zweiten Platz.

In fünf Schritten zum richtigen Facebook-Profil

1. Damit ein Unternehmen gefunden wird, ist der erste Schritt die Wahl des richtigen Formats. Dieses ist wichtig für die Darstellung der Informationen auf der Seite. Bei der Entscheidung für das Format „Lokale Unternehmen“ (Abb. 1) stehen beispielsweise die Öffnungszeiten, Webseite und Telefonnummer im Infofeld. Nicht weniger wichtig ist im Anschluss das Vergeben der richtigen Kategorie. Mit einigen Vorschlägen macht es Facebook zum Glück etwas einfacher, die richtige zu finden.

extfeld der Seiteninformationen
Für das „Lokale Unternehmen“ stehen beispielsweise die Öffnungszeiten, Webseite und Telefonnummer im Infofeld.

2. Im Textfeld der Seiteninformationen (Abb. 2) sollten Unternehmen versuchen, zwei zentrale Fragen kurz und knackig zu beantworten: Welche Produkte oder Dienste werden verkauft und warum sollten Kunden gerade bei diesem Unternehmen kaufen.

Sichtbarkeit für Unternehmen auf Facebook
In diesem Infofeld ist wichtig: Welche Produkte oder Dienste werden verkauft und warum sollten Kunden gerade bei diesem Unternehmen kaufen?

3. Nach den Fakten folgen die Wahl von Profil- und Coverbild. Da das Profilbild im Newsstream Ihrer Fans auftaucht, liegt auf diesem die Priorität. Doch Vorsicht: Nur auf der Unternehmensseite ist das Bild groß, im Stream der Facebook-Anwender schrumpft die Abbildung auf Daumennagel-Größe. Hier gilt es, nicht zu kleinteilig zu arbeiten und sich mit kontrastreichen Farben vom Hintergrund-Weiß und dem Facebook-Blau abzugrenzen.

Profil- und Coverbild
Das Profilbild taucht im Newsstream der Fans auf. Aus diesem Grund sollte man das Coverbild gut überlegt wählen.

4. Der vierte Schritt ist die Wahl einer eigenen URL. Unter Info, Seiteninfo und Facebook-Internetadresse lässt sich diese ändern (Abb. 4). Achten Sie auf eine kurze und einprägsame URL die sich Ihre Kunden merken können. Eine kurze URL passt außerdem besser auf Plakate und Visitenkarten.

URL
Eine kurze und einprägsame URL können sich die Kunden besonders gut merken können.

5. Im fünften Schritt geht es darum die Seite lebendig zu machen. Fotos aus der Vergangenheit des Unternehmens gepaart mit ihren Hintergründen eignen sich perfekt für die Chronik neben dem Coverbild. Damit Beiträge auch in der Vergangenheit landen, muss nach dem Verfassen eines Posts lediglich auf den Pfeil neben der Posten-Schaltfläche geklickt werden, um dort das entsprechende Datum zu wählen (Abb. 5).

Chronik einer Facebook Seite
Eine Chronik ist am besten immer datiert.

Der sechste Schritt ist für die Erstellung der Seite zwar nicht wichtig, aber für den Fanaufbau und die Wirkung auf das Unternehmen: Bleiben Sie mit neuen Bildern, Geschichten und Aktionen am Ball. Kommunizieren Sie mit Kunden und gehen Sie auf Kommentare ein. Vielleicht gibt Ihnen der ein oder andere Kunde einen wichtigen Hinweis zum Geschäft. So wird aus der Facebook-Seite vielleicht deutlich mehr als nur ein kleiner Baustein im Marketing-Mix.